Bäume im Käfig? Stadt und Experten entwarnen

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Für lebhafte Diskussionen sorgte am Wochenende unser Bericht über die Baumpflanzungen an der Massener Straße.

In einer Leserzuschrift sorgte sich Dirk Kimpel über „Bäume in Käfigen„, ins Pflaster eingelassen in einem engen Pflanzkasten.

Auf Nachfrage unserer Redaktion geben Stadt und Experten Entwarnung. Den Bäumchen gehe es gut und werde es weiter gut gehen.

Für die Stadtverwaltung teilte uns Pressesprecher Christoph Ueberfeld mit:

„Nach meinen Erkundigungen ist es an der Massener Straße folgendermaßen:

Die Baumscheiben sind nicht zu klein. Die Bäume verfügen über 12 (!) m³ durchwurzelbaren Raum.

Bis die Stämme tatsächlich nicht mehr in die Aussparungen passen, werden Jahrzehnte vergehen.

Zudem gibt es im Pflaster rund um den Baum Vorrichtungen, die genügend Luft und Wasser an den Baum lassen.“

Ein fachkundiger Leser konnt in unserer Diskussion auf Facebook vertiefend ausführen:

„Der Baum wurde in einem 12 m3 Granulatbett gepflanzt. Die baumnahe Bepflasterung wurde auf ein Gitter gesetzt, so dass die Bewässerung über das in den Plattenfugen versickernde Wasser gewährleistet ist.

Ich denke, die Bäume werden sich prächtig entwickeln.

Pflanzstäbe sind bei Neupflanzungen Vorschrift. Hier diese Baumsicherung gewählt zu haben, scheint mir in Anbetracht des hohen Vandalismuspotentials als ideale Wahl.

Meiner Meinung nach: alles gut gemacht. 👍🍀“

Diese Informationen hat auch Dennis Bernhöft bekommen, der auf der Massener Straße das Geschäft „Das Körbchen“ betreibt:

„Die Stangen müssen sein, da viele nicht richtig wenden können und Betrunkene auch viel Mist bauen. Es fahren ja einige in die Fußgängerzone, auch die Marktfahrzeuge oder auch Aussteller mit Anhänger. In der Klosterstraße sind schon einige in die Bäume gefahren oder haben die Mauer darum getroffen.

Die Bäume sind in Wannen gesetzt, mit Granulat, das viel Wasser speichern kann. Viel Wasser braucht dieser Baum aber nicht, daher wurde er ausgesucht. Es sind Amberbäume.

Die Wanne hält das Wasser und die Wurzeln. Darüber ist ein Gitter angebracht und die Platten werden drauf gesetzt. Also kann auch dadurch Wasser zum Baum. Bewässerung ist auch möglich.“

Bernhöft freut sich schon auf die kommenden Monate und Jahre:

Der Baum kriegt richtig tolle Blätter in Rot und ist eigentlich schön, wenn er größer wird.“

Das Ganze sei ihm vom einem Mitarbeiter der Fachfirma Könning gesagt worden, schließt Bernhöft.

2 KOMMENTARE

  1. Sicher auch ich habe mir Gedanken gemacht und denn einen oder anderen fachkundigen zu Rate gezogen (die Fa Humberg aus Nottuln sowie die FLL)
    Wir fliegen in denn Weltraum…. Unendliche Weite….
    Da bekommen wir sicherlich auch einen Baum gepflastert/gepflanzt
    Ob der Baum das Angebot jedoch annehmen möchte,ist ihm überlassen (siehe Fall Kurpark) jedoch die Verhältnismäßigkeit und die mir fehlende Tiefenbelüftung haben mich ebenfalls zu meinem Handeln bewogen
    Das DIN und VOB nach BNatSchG eingehalten werden davon ist
    auszugehen (Papier ist geduldig)
    Ich kenne aber auch keinen Baum der lesen kann
    Ach so ja noch was
    Der Einsatz von Streumittel ( zb im Winter)in dem Bereich der Durchlässigkeit (Gitter) sollte dann sicher unterlassen werden oder
    Sand, Split setzen die Schlitze zu und Salz würde dem Substrat Haushalt wahrscheinlich auch nicht gut tun
    Oder ( Denkaufgaben an fachkundige)
    Fußgänger Zone nicht Eis und Schnee frei,gut bei der globalen Erwärmung vielleicht bald Geschichte….
    Wobei wir dann wieder beim aufheizen des Bodens um die Baumscheibe angekommen sind,denn bis der Baum sich da einen Schatten werfen kann…

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