Fünf Monate Vollsperrung auf Hertinger Straße: Familien in Sorge wegen gefährlichem Schulweg

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Hinweise auf die am Dienstag, 7. Juni, beginnende Vollsperrung der Hertinger Straße. (Fotos Privat)

„Von der oben genannten Vollsperrung sind wir in besonderem Maße betroffen.“

„Wir“ sind zwei Familien, die an der Hertinger Straße im Unnaer Süden wohnen – unmittelbar in dem Bereich, der ab Dienstag, 7. Juni, für voraussichtlich 5 Monate in beide Richtungen voll gesperrt bleiben wird.

Wie berichtet, wird diese Vollsperrung aufgrund einer Brückenbaustelle notwendig. Die Autobahn Westfalen baut die Brücke Hertinger Straße über der A44 bei Unna neu. Das wird nach aktuellem Zeitplan bis Dezember dieses Jahres dauern. Eine entsprechende Umleitung führt laut Stadt Unna über B1, Feldstraße und Hillering.

Die beiden Familien, die wegen dieser monatelangen Vollsperrung die Öffentlichkeit suchen, sorgen sich um die Sicherheit ihrer Kinder auf dem Schulweg. Heike S. als betroffene Mutter leitete uns am Pfingstwochenende eine Mail weiter, die die beiden Familien an den persönlichen Referenten des Bürgermeistermeisters geschickt hatten, Niko Dahlhoff. Es kam eine Abwesenheitsnotiz, die Familien hoffen auf umgehende Rückmeldung.

In ihrer Mail schildern die Eltern die Problematik wie folgt:

„Wir haben mit zwei Familien drei schulpflichtige minderjährige Kinder, die alle die Peter-Weiss-Gesamtschule Unna (PWG) besuchen. Alle Elternteile sind berufstätig.  

Die nächste Bushaltestelle ist die Ersatzhaltestelle Feldstraße, welche von uns aus nur über eine unbefestigte Straße sehr unsicher und zeitaufwändig zu erreichen ist. Auch die Ersatzhaltestelle befindet sich ungesichert an einer gefahrenträchtigen Landstraße ohne Bürgersteig.

Inwieweit von dieser Ersatzhaltestelle eine Verbindung zur PWG auch nur annähernd passend zu den Unterrichtszeiten und alltagstauglich geplant ist, entzieht sich unserer Kenntnis. Von Unterrichtsausfall und sonstigen Unwägbarkeiten (Wetter, Erkrankungen, berufliche Verpflichtungen) mal abgesehen…

Eigenständige Fahrten mit dem Fahrrad sind ohne Gefährdung und erheblichen Zeitaufwand nicht mehr möglich. Auch die Teilhabe an außerschulischen  Aktivitäten ist nicht mehr ohne Weiteres und mit unverhältnismäßig hoher Belastung für alle Betroffenen möglich. Und das alles für einen Zeitraum von mindestens 5 Monaten.“ Bis in den Winter hinein, wenn es überdies auf dem Schulweg morgens noch dunkel ist und noch gefährlicher, sorgen sich die Eltern.

Heike S. schließt das Schreiben an den Bürgermeisterreferenten wie folgt:

„Ich bitte um Mitteilung, wie diese Belastung bei der Planung berücksichtig wurde und welche Chancen der Abhilfe möglich sind.   Für ein persönliches Gespräch stehen wir gerne und dringend zur Verfügung.“

Unserer Redaktion hat ebenfalls eine Bitte um Stellungnahme an Niko Dahlhoff gesandt.

Lesen Sie HIER die Antwort der Stadt.

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