PCR-Test positiv, doch Lollitest der Kita zeigt hartnäckig negativ an

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Symbolbild Pixabay

Eine Leserin aus Unna möchte eine für sie irritierende und ärgerliche Erfahrung mit der Leserschaft teilen. Es geht um Lollitests in Kitas.

Die Unnaerin, die sich als Erste an unsere Redaktion wandte, berichtet:

„Hallöchen, ich finde es schlimm, dass die momentanen Lolli-Schnelltests, die in den Kindergärten verteilt werden, negativ anzeigen, obwohl das Kind nachweislich mit PCR positiv ist!

Es ist auch nur ein bestimmter Lollitest, der weiterhin negativ anzeigt.

Bei uns war es so, bei meiner Freundin und ihrem Kind war es so und bei 4 weiteren Familien auch. Das Ministerium (von dem die Kitas versorgt werden) sagt, dassam die Lollitest sicher wären… wenn man das gekonnt ignoriert, braucht man sich über diese hohe Zahlen gar nicht wundern!

Man kann diesem Test nicht trauen. Die anderen, die man früher bekommen hat, haben tatsächlich funktioniert….aber der jetzige leider bis jetzt nicht.

Die Kindergärten können nichts dazu…die bekommen nur das, was ihnen zur Verfügung gestellt wird. Man weiß einfach nicht, wie man damit umgehen soll

Bei meiner Freundin war es so, dass der Nasenabstrich (SelbstTest wantai) direkt positiv angezeigt hatte. Sie konnte es nicht glauben und hatte noch einen gemacht – wieder positiv.

Dann machte sie von diesem besagten Lollitest einen Abstrich und er war negativ … danach ging sie zum PCR und was war…positiv.

Ich kann mir nicht vorstellen, dass so viele Familien es falsch anwenden…zumal in der Anleitung ja auch genau beschrieben steht, wie es geht. Und die Lollitests sind ja einfach zu händeln.“

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Ersetzt der Lolli-Test den Schnelltest über die Nase?

Bislang setzen Schulen und Kitas vor allem auf Schnell- und Selbsttests, bei denen häufig mit einem Stäbchen Proben aus Nase oder Rachenraum genommen und vor Ort auf Moleküle untersucht werden, die charakteristisch für das Virus sind. Ergebnisse dieser sogenannten Antigentests sind allerdings weniger valide als bei der PCR-Methode, die Erbmaterial des Erregers nachweist.

„Die Pool-Testungen haben den großen Vorteil – ich sag’s mal salopp –, dass alle Schüler in einer Klasse in einen großen Becher spucken. Das ist nicht sehr aufwendig, und das kann auch jeder“, sagte der Generalsekretär der Deutschen Gesellschaft für Kinder- und JugendmedizinBurkhard Rodeck, Anfang Juli im Bundestag.

Ein weiterer Vorzug: Bei den Lolli-Tests gibt es weniger häufig falsche Ergebnisse als bei den Antigentests. Das haben nach Erkenntnissen des Direktors des Instituts für Virologie der Uniklinik Köln, Florian Klein, wissenschaftliche Untersuchungen ergeben. „Wir hoffen, dadurch Kinder möglichst frühzeitig zu erkennen, bevor es dann zu weiteren Infektionsketten kommt“, so der Mediziner bei einer Veranstaltung des Science Media Center. Die Testmethode gilt vor allem als geeignet bei niedrigen Inzidenzen, wenn nur wenige infizierte Kinder in den Klassen oder Kita-Gruppen vermutet werden. Bei hohen Fallzahlen – mit beispielsweise mindestens einem infizierten Kind pro Klasse oder Gruppe – wäre mehr Aufwand mit relativ vielen Nachtestungen von Einzelproben zu erwarten. https://www.apotheken-umschau.de/

Schulministerin Gebauer erklärte Ende 2021 zu den Lollitestverfahren in Schulen:

„Das Lolli-Testverfahren in Nordrhein-Westfalen ist eine Erfolgsgeschichte. Kein anderes Bundesland hat bisher ein solches System flächendeckend und dauerhaft installiert.

Dieses aufwändige PCR-Test-Verfahren bringt größtmögliche Sicherheit für unsere jüngsten Schülerinnen und Schüler. Das Testen bleibt das A und O für einen sicheren Präsenzunterricht. Die Testungen in Schulen sind eine starke Barriere gegen die Pandemie und eine wirksame Infektionsbremse. … Das Verfahren mit wöchentlich drei Antigen-Schnelltests an weiterführenden und zwei PCR-basierten Lolli-Tests an Grund- und Förderschulen sowie Schulen mit Primarstufe ist hervorragend eingespielt.

https://www.land.nrw/pressemitteilung/ministerin-gebauer-konsequentes-testen-wirkt-als-barriere-gegen-die-pandemie-und

10 KOMMENTARE

  1. Hallo guten abend, mein sohn 5 hat bei uns in hessen auch dieselben lollitest.
    Ich bin positiv getestet, 2 mal geimpft und liege krank im bett, volles programm.
    Mein sohn ist auch krank, 39,7 fieber gehabt, hustet, durchfall, halsschmerzen und kopfschmerzen.
    Trotzdem zeigt er weiter negativ an.
    Lollitest im testcentrum auch negativ.

    Pcr test wurde vom kinderarzt verweigert und uns zum testcentrum geschickt, da soll ich nun 70 euro für einen pcr rachentest für kind zahlen. Spinnen die alle?
    Echt solangsam spinnen die massnahmen. Ob man krank kraft dazu hat zich teststationen ab zu fahren wo man ja 10 – 14 tage im haus bleiben soll.
    Unfassar. Keine logik dahinter. Warum setzt man nicht auf diese antikörper blutuntersuchung sobald man gesund ist.
    Er ist ja kontaktperson.
    Hoffe meine krankenkasse kann mir weiter helfen, von den nasentest bekommt er nasenbluten, auch nicht die lösung
    Ärgerlich das ganze

  2. Guten Morgen
    Wir kommen aus Bawü haben das selbe Problem mit den lolli Test jetzt am Wochenende erleben müsse . Zu Hause Nasen Test positiv Testzentrum im Ort basierend für Kinder lolli Test negativ wieder heim Nasen Test positiv anschließen in ein anderes Testzentrum gefahren Nasen Test positiv

  3. Und wieder ein Artikel, in dem es anfänglich um Kitas geht und dieses Thema von dem Thema Schule/Schultestungen verdrängt wird!!!! In den Schulen finden wenigstens regelmäßig verpflichtende Testungen statt, und dass in Altersgruppen, die sehrwohl schon geimpft werden könnten! In den Kitas ist es ein „freiwilliges Angebot“ (außer es liegt eine Infektion in der Einrichtung vor). Ich verstehe nicht, wie unsere Gesellschaft überhaupt auf die Idee kommt Kita mit Schule gleichzusetzen?! Im Unterricht sitzen die Schüler an ihren Tischen, in der Kita bleibt selten ein Kind lange an einem Ort, es hat viele Spielpartner, die Kleinen berühren sich, lachen, singen, spucken, lüllen, vertauschen auch Mal die Getränke…. Das ist Alltag! Aber im Gespräch geht es nur um Schulen. Wirklich schade, nein eigentlich erschreckend, wie wenig Lobby Kitas, Erzieherinnen und auch die Allerkleinsten in unserer Gesellschaft haben… Wundert es da noch irgendjemanden, dass die Lolli Tests nicht anschlagen?!

    • Das „und wieder!!!“ könne wir nicht nachvollziehen. Zur Sache selbst haben sich Dutzende Eltern eingebracht und das Thema keineswegs aufgrund „Überlagerung“ missverstanden. Schöne Grüße von der Redaktion.

      • Bitte nicht falsch verstehen! Ich bin ganz bei den Eltern und hoffe, dass sich noch ganz viele melden und sich Gehör verschaffen, Dank Ihrem Artikel!

  4. An alle Eltern:
    Einfach die Lollitests in der Nase verwenden. Wir haben hier in Quarantäne lustige kleine Studien mit Tests gemacht, weil wir alle positiv waren.
    Die benannten Lollitests sind bei vier Personen an jedem Tag negativ geblieben, trotz positivem PCR Test. Verwendet man sie aber in der Nase – schwups – waren sie auch positiv.
    Habe mit einer Ärztin darüber gesprochen, die sagte auch „einfach in der Nase verwenden“.

    Ich wünsche mir nur, dass das alle Eltern in der Kita machen wüden.;)

  5. Vielleicht doch wichtig zu bemerken, hier wird von 2 verschiedenen Lolli Tests geschrieben und sie aber gleich benannt.
    Hier werden die Lolli Schnelltests/ Antigentests kritisiert. Sie werden auch in manchen Kitas je nach Kreis eingesetzt.
    Im zweiten Abschnitt wirkt es quasi als Stellungnahme, aber es wird ein komplett anderes Testverfahren beschrieben.
    Ein Lolli Pool PCR Test der in der Kita/Schule gemacht wird ist relativ sicher (und teuer). Aber muss bei positiv jeder nachgestet werden, weil man ja nicht weiß wer Betroffen ist.

  6. Haben den selben Test in der Kita.
    Der Test von Amonmed funktioniert einwandfrei.

    ABER: Omikron setzt sich bevorzugt im Nasenraum fest und nicht im Mund.
    Daher macht ein Lollitest Ansicht kein Sinn.
    Haben den selben Test mit Mund- und mit Nasenabstrich im vorderen Nasenbereich gemacht und verglichen.
    Trotz extrem hoher Viruslast (PCR CT-Wert: 14) war der Test im Mund negativ, der aus der Nase klar positiv.

    Liegt also nicht an der Nachweisfähigkeit des Tests, sondern an der Probenentnahme.

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