Legale MTB-Strecken im Bornekamp: Gravity Club Unna legt Konzept für Bombentrichter vor

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Alle Fotos aus dem Konzeptpapier des Gravity Cubs Unna,

Endlich legal im Bornekamp biken:

Das möchte der kürzlich gegründete Mountainbike-Verein „Gravity Club Unna e.V.“ erreichen. Der junge Verein legt ein umfassendes Konzept für den sogenannten „Bombentrichter“ vor.

Dabei handelt es sich um ein knapp 2,7 Hektar großes und etwa 280 Meter langes, bewaldetes Areal inmitten des Naherholungsgebietes Bornekamp, 3 km südlich von Unnas Stadtzentrum entfernt.

Vorsitzender Leon Baehr-Boskamp schrieb unserer Redaktion:

„Wir sind aktuell 25 Vereinsmitglieder im Alter von 13-63 Jahren. Unser Ziel besteht darin, legale Mountainbike-Strecken im sog. Bombentrichter im Naherholungsgebiet Bornekamp in Zusammenarbeit mit der Stadt Unna für die lokale MTB-Szene zu errichten.

Dort wurden in den letzten Jahren bis Jahrzehnten zwar immer wieder Sprünge, Steilkurven und anderen Bauten errichtet, diese standen allerdings immer im Konflikt mit diversen Belangen der Stadt Unna, so dass diese vermehrt dazu überging, eben diese Bauten abreißen zu lassen.

Entsprechende Reibungspunkte waren hierbei stets die Verkehrssicherungspflicht als auch der Naturschutz, da es sich beim Bombentrichter um ein Landschaftsschutzgebiet handelt.

Diesen und anderen Punkten haben wir uns als Verein gewidmet und entsprechende Lösungsansätze in einem Konzept niedergeschrieben.“

Konzept zur Gestaltung und Legalisierung des „Bombentrichters“ im Naherholungsgebiet „Bornekamp“ der Kreisstadt Unna – Ausgefertigt durch Gravity Club Unna e.V.

Vorwort
Der sogenannte Bombentrichter, östlich der Ortschaft Unna-Billmerich gelegen, wird
seit Jahrzenten von radsportinteressierten Kindern, Jugendlichen, aber auch
Erwachsenen zur Ausübung ihres Hobbys genutzt. Dabei bestand der
Bombentrichter lange Zeit aus mehr, als ein paar ausgefahrenen Spurrinnen und
liegengelassenen Hölzern auf den Pfaden. Vielmehr wurden die Strecken und
Hindernisse im Wald sorgsam durch die Unnaer Mountainbiker errichtet und gepflegt.
Generationen von Radfahrern entdeckten hier ihre Leidenschaft für den Radsport,
fingen als Jugendliche an, Holz und Erde anzuhäufen, um daraus Rampen,
Steilkurven und andere Hindernisse zu errichten. Dabei wurde durch die Erbauer
stets darauf geachtet, dass die Strecken immer in unterschiedlichen
Schwierigkeitsstufen ausgebaut wurden, um Einsteigern & Fahrern jedes Könnens
Erfolgserlebnisse und die Freude am Fahren zu vermitteln. Seitdem war der
Bombentrichter nicht nur ein Ort, um sich sportlich zu betätigen und über sich selber
heraus zu wachsen, sondern auch ein Ort, um neue Bekanntschaften zu knüpfen
und sich unter Gleichgesinnte zu begeben.
Nicht zu verleugnen ist allerdings auch, dass es sich bei dem Gelände des
Bombentrichters schon immer um ein Landschaftsschutzgebiet handelte und die
Errichtung von mountainbike-spezifischen Anlagen eine Ordnungswidrigkeit darstellt.
Die errichteten Hindernisse konnten also bestenfalls als geduldet betrachtet werden,
sodass die Stadt Unna in den vergangenen Monaten bis Jahren auch vermehrt dazu
über ging, sämtliche Bauten abreißen zu lassen.
Einerseits sorgte dies natürlich für Frust bei den Erbauern, da alle Rampen in
müßiger und stundenlanger Handarbeit, teils über mehrere Wochen hinweg, errichtet
und verbessert wurden. Andererseits wurde so aber auch ein wichtiger Treffpunkt für
Unnas Jugendliche und junge Erwachsenen zerstört, die sich hier regelmäßig zum
gemeinsamen Biken verabredeten und zusammen ihrer Leidenschaft nachgingen.
So ist es nur folgerichtig, dass wir als Gravity Club Unna e.V. das Ziel verfolgen, den
Bombentrichter mitsamt seinem Charakter und seiner jahrzehntelangen Historie zu
erhalten, um damit der lokalen Mountainbikeszene auch in Zukunft einen Ort der
Zusammenkunft bieten zu können.

Das Gelände
Bei dem Gelände des Bombentrichters handelt es sich um ein knapp 2,7 Hektar
großes und etwa 280 Meter langes, bewaldetes Areal inmitten des
Naherholungsgebietes Bornekamp, drei Kilometer südlich von Unnas Stadtzentrum
entfernt. Sowohl nördlich, östlich als auch westlich ist das Gelände durch einen
geteerten Wirtschaftsweg umschlossen, über welchen wiederum Zugänge in den
Bombentrichter bereits vorhanden sind oder ggf. erschlossen werden können. (Abb. 1)
Das Gelände kann insgesamt über zwei, größtenteils für den öffentlichen Verkehr
gesperrte, gut ausgebaute Zuwege angefahren werden. Diese Wege werden täglich
von dutzenden Radfahrern als Pendelroute genutzt und haben sich zur sicheren
Benutzung mit dem Zweirad bewährt. Ein Zufahrtsweg führt östlich aus der Ortschaft
Unna-Billmerich heraus und endet nach wenigen hundert Metern im Bombentrichter.
Die zweite Zuwegung erfolgt über die Bornekampstraße, welche südlich aus Unnas
Zentrum herausführt, vorbei an der Freilauffläche für Hunde, der „Villa Beo“, dem
„Siebenklang“ und der Jakobsquelle. Eine mögliche Gefährdung anfahrender
Mountainbiker durch fließenden Verkehr ist somit minimiert. (Abb. 2)



Zudem befindet sich das Gelände des Bombenrichters inmitten weiterer Wald- und
Feldflächen, die nächste Wohnbebauung ist mehrere hundert Meter entfernt. Eine
Lärmbelästigung von Anwohnern durch das Errichten und Befahren der Anlage ist
daher ausgeschlossen.

Zugangsmöglichkeiten Feuerwehr & Rettungsdienst
Trotz sorgfältiger Planung der Strecke und getroffener Schutzmaßnahmen ist und
bleibt der Mountainbikesport eine risikoreiche Freizeitbeschäftigung, bei welcher es
leider immer wieder zu kleineren Blessuren, aber auch schwerwiegenden
Verletzungen kommt. So muss auch im Bombentrichter davon ausgegangen werden,
dass Fahrer ihre Fähigkeiten falsch einschätzen, aber auch erfahrene Biker
fahrtechnische Fehler begehen und schlussendlich so folgenschwer verunfallen
werden, dass eine Rettung durch den Rettungsdienst mit Unterstützung der
Feuerwehr notwendig sein wird. Entsprechend gut erreichbar muss das Gelände des
Bombentrichters für die Großfahrzeuge der zuvor genannten Organisationen sein.
Wie bereits im Vorgang erläutert, umschließt ein befestigter Weg den Bombentrichter
weitreichend, sodass von diesem Umweg ein Zugang auf der Westseite, zwei
Zugänge auf der Nordseite sowie ein Zugang auf der Ostseite geschaffen werden
können. Von diesen Zugängen aus können Rettungskräfte möglichst ungehindert auf
das Gelände des Bombentrichters vordringen und die entsprechenden
Rettungsmaßnahmen durchführen. (Abb. 3)

Um eine schnelle und adäquate Hilfe durch die Rettungskräfte zu gewährleisten,
sollten diese möglichst über befestigte und gut erreichbare Wege an das
Unfallgeschehen heran geleitet werden. Hier bietet der Bombenrichter zwei
gleichwertige Möglichkeiten, um mit Einsatzfahrzeugen möglichst ungehindert die
Unfallstelle anzufahren. Der erste Anfahrtsweg führt durch die Ortschaft Billmerich hindurch, über die „Österwiese“ und mündet so direkt am Bombentrichter.
Die zweite Möglichkeit zur Anfahrt bietet sich über die Iserlohner Straße, von welcher
westlich in die „Österwiese“ eingebogen werden muss, bis im weiteren
Straßenverlauf der Bombentrichter linksseitig erscheint. Ebenfalls empfiehlt es
sich, wie bereits an andern Stellen im Stadtgebiet geschehen, einen sog.
Rettungspunkt in Absprache mit der Feuerwehr zu errichten. Dieser Rettungspunkt
kann die zuständige Kreisleitstelle bei der Lokalisierung des Unfallgeschehens
unterstützen und so zeitnahe Hilfe gewährleisten.

Die Trails
Der Zweiradmarkt und insbesondere auch der Mountainbikebereich hat in den letzten
Jahren einen enormen Aufschwung erfahren, was Entwickler und Hersteller
fortlaufend dazu veranlasst, immer modernere und hochtechnisierte Fahrräder zu
entwickeln und schlussendlich auch zu vertreiben. So bleibt es nicht aus, dass sich
diverse Untergruppierungen im Bereich des Mountainbikings entwickelt haben, die
auch eigene Anforderungen an Material, Schutzausrüstung und vor allem das
Streckendesign stellen. Grob unterteilen lassen sich diese Anforderungsmerkmale in
drei wesentliche Varianten des Mountainbikings.

„Crosscountry & Enduro“ – die beiden Sportarten vereint, dass
Berge und Anstiege im Gelände mit eigener Muskelkraft erklommen werden müssen
und im Anschluss an den Anstieg meist eine rasante Abfahrt über oft speziell
errichtete und angelegte Pfade, sogenannte Trails, erfolgt.

„Dirt-Jump“ – der Name leitet sich aus der Tatsache ab, dass die
Rampen hierbei größtenteils aus Erde gefertigt werden, um einen möglichst glatten
und von Unebenheiten befreiten Untergrund erschaffen zu können.

„Gravity & Downhill“ – sehr abfahrtsorientierte Varianten… So werden teils Strecken durch besonders unwegsames
Gelände präpariert, welches mit Steinfeldern, Wurzelteppichen und hohen Stufen im
Streckenverlauf gesät ist. Gemein haben alle Variationen,
dass die Bergabfahrt den Spaßfaktor bestimmt und der Weg den Berg hinauf
lediglich ein notwendiges Übel darstellt.

Der Bombentrichter lässt sich, mitsamt seiner Historie an verschiedensten
Hindernissen und Fahrern und anhand seines Streckenprofils, recht zielsicher in den
Bereich „Gravity“ einordnen. Er zeichnet sich also seit jeher durch fein präparierten
Untergrund, Anliegerkurven, Sprünge unterschiedlichster Schwierigkeitsstufen und
zu befahrene Holzelemente aus.

Ziel der Legalisierung und späteren Nutzung des Bombentrichters soll es sein,
den heran gewachsenen Charakter zu bewahren und entsprechend Strecken und
Hindernisse zu realisieren, die der ursprünglichen Nutzung in möglichst nichts
nachstehen.

Dabei steht die Sicherheit der Fahrer bei jedem errichteten Element an
erster Stelle, was schlussendlich deutliche Auswirkungen auf das Streckenprofil und
die Gestaltung einzelner Hindernisse haben wird. Grundsätzlich ist daher bereits
festzuhalten, dass jedes Hindernis, welches nicht in einfachster Weise überrollt
werden kann, stets über einen sog. Chickenway verfügt. Dieser führt über einen
kleinen Seitenweg an einem einzelnen Hindernis vorbei und verhindert so, dass
unsichere Fahrer, aus Mangel an Optionen, ein zu anspruchsvolles Hinderniss
befahren und sich der Gefahr des Sturzes aussetzen.

Der Bombentrichter verfügte in den letzten Jahren über drei wesentliche,
voneinander uanbahägige Trails,
die sich in ihren Schwierigkeitsgraden erheblich
unterschieden. Diese Verfahrensweise hat sich als durchaus bewährt herausgestellt,
da somit eine Vielzahl an unterschiedlichen Mountainbikern angesprochen wurde
und nahezu jedem Fahrerprofil Genüge getan wurde. Diese Aufteilung der
Streckenprofile soll daher auch zukünftig im Bombentrichter verfolgt werden. Die
Trails verlaufen dabei allesamt aus östlicher Richtung kommend, in westliche
Richtung. Die Topografie des in Rede stehenden Waldstücks erlaubt indes auch
kaum eine andere Streckenführung, da der Streckenverlauf maßgeblich an den
Verlauf des Gefälles gebunden ist. Alle drei Trails finden ihren Anfang daher am
östlichsten Zipfel des Bombentrichters und zweigen von dort in die unterschiedlichen
Wegführungen ab. Dabei verläuft der Anfänger-Trail in Fahrtrichtung linksseitig, also
auf der südlichen Seite des Bombentrichters und endet nach etwa 250 Metern. Die
Strecke für fortgeschrittene Fahrer verläuft rechtsseitig, also nördlich des
Bombenrrichters, parallel zum umherlaufenden Wirtschaftsweg und endet nach etwa
250 Metern. Der Trail für erfahrene Mountainbiker verläuft mittig durch den
Bombentrichter und endet nach etwa 260 Metern im namensgebenden Krater des
Waldstückes. Der Weg zurück zum Startpunkt soll über den bereits vorhandenen
Wirtschaftsweg bestritten werden.

Der Anfänger-Trail soll einen möglichst gefahrlosen Einstieg für unerfahrene
Radfahrer schaffen, gleichzeitig aber auch Möglichkeiten für fortgeschrittene Fahrer
bieten, ihre Fahrtechnik zu trainieren und sich vor dem Befahren schwierigerer Trails
aufzuwärmen. So wird hier also auf jegliche Hindernisse verzichtet, welche nicht
mühelos überrollt werden können, was im Umkehrschluss das Anlegen von
Chickenways auf ein Minimum begrenzt.
Ein zentrales Element für jede Strecke, um Schwung und Energie mit durch eine
Kurve zu transportieren, sind sog. Anlieger. Diese bilden eine Erhöhung auf der
Außenseite einer Kurve, welche dadurch einfacher in Schräglage und mit deutlich
höherer Geschwindigkeit durchfahren werden kann. Diese Anlieger werden aus
einem Gerüst aus befestigten Längshölzern errichtet und mit Erde aufgeschüttet.
(Abb. 15, 16) Der Bau aus reiner Erde ist alternativ möglich, macht das Konstrukt
allerdings anfälliger für Beschädigungen und äußere Einflüsse. Wie alle Bauwerke
des Anfänger-Trails sollen auch die Anlieger eine Höhe von 60 cm nicht
überschreiten. Anlieger werden in nahezu jeder Kurve des Anfänger-Trails
aufzufinden sein.
Ein weiteres, wichtiges Element im Verlauf einer einsteigerfreundlichen Strecke sind
einfache Wellen im Boden, die durch Erde angehäuft, verdichtet und ggf. von Innen
mit Hölzern verstärkt wurden. (Abb.17) Der Vorteil mehrerer Wellen in kurzer Abfolge
liegt darin, dass Anfänger diese gefahrlos überfahren können und zunächst die
Möglichkeit haben, ein Gefühl für ihr Fahrrad im Gelände zu entwickeln.
Fortgeschrittene Fahrer nutzen die Wellen gerne, um die Lücke zwischen zwei
Wellen mit entsprechender Geschwindigkeit zu überspringen, sodass die Hindernisse
gleich mehrfach Verwendung und Anklang finden.

Die Lernkurve eines Mountainbike-Anfängers ist erfahrungsgemäß recht steil und so
wird auch dieser nach angemesser Einübungszeit das Verlangen entwickeln, Airtime
zu generieren. Eine optimale Möglichkeit, um diesem Wunsch gefahrlos
nachzukommen, bieten sog. Tables. Diese bestehen aus einem Absprung sowie
einer Landung, die Lücke dazwischen wird allerdings mit Erde oder wahlweise einer
Holzverkleidung geschlossen, sodass sich der Fahrer langsam und gefahrlos an das
Überspringen des Hindernisses herantasten kann. Sollte die
Geschwindigkeit also nicht ausreichen, um vom Absprung bis in die Landung zu
springen, kann problemlos auf dem erbauten Plateau gelandet und die Fahrt
unbeschadet fortgesetzt werden. Alternativ ist das Überrollen, ohne den Boden je
verlassen zu haben, selbstverständlich genauso möglich. Die Entfernung zwischen
Absprung und Landung entspricht auf dem Anfänger-Trail lediglich wenige Meter.
Erfahrene Mountainbiker nutzen solche Hindernisse gerne, um nach einer längeren
Pause das Gefühl für die kurze Schwerelosigkeit zurück zu erlangen und sich auf
größere Springe vorzubereiten.

Der Fortgeschrittenen-Trail bietet die Möglichkeit, die Erfahrungen und das Erlernte
des Anfängertrails anzuwenden, aber auch neue Herausforderungen zu meistern. So
steigt der Schwierigkeitsgrad hier spürbar an und Höhe sowie Weite vorhandener
Sprünge vergrößern sich entsprechend. …

Um jedoch auch andere Herausforderungen zu bieten, werden auf dem
Fortgeschrittenen-Trail ebenfalls gänzlich neue Elemente errichtet. So sollen also
zusätzlich sog. Doubles errichtet werden. Diese sind am besten als Table ohne
Plateau zu umschreiben, es finden sich also lediglich ein Absprung und eine
Landung wieder. Sicherlich birgt diese Art des Sprungs ein deutlich erhöhtes
Gefahrenpotential, da ein Fahrer bei zu wenig Geschwindigkeit an der Innenseite der
Landung verunfallen kann. Entsprechende Praxis ist es daher, die Landung
des Doubles bereits frühzeitig beginnen zu lassen, also ein kleines Hilfsplateau zu
errichten, um beispielsweise das Hinterrad des Bikes aufzufangen, bevor dieses in
die Landung einschlägt. …

Um sich bereits an die Fahrweise des Profi-Trails herantasten zu können, sollen
Fahrer auf dem Fortgeschrittenen-Trail schon die Möglichkeit erhalten, bereits
Elemente des größeren Trails in entsprechend kleiner Ausführung zu befahren.

Ein glücklicher Umstand des Bombentrichters ist es, dass der charakteristische
Krater auf der westlichen Seite des Waldstückes viele Möglichkeiten zur Nutzung mit
dem Mountainbike bietet.
So soll am Ende des Profi-Trails, noch vor der Abfahrt in
den Krater, ein sog. Step-Down errichtet werden. Dieser ist aufgebaut wie der
Absprung eines üblichen Doubles, allerdings ohne eigens errichtete Landung. Diese
wird durch den Abstieg in den Bombenkrater dargeboten. Sicher ist dies eines der
spektakulärsten Elemente des Bombentrichters, andererseits bietet dieser Step-Down aber auch einen großen Mehrwert in der Unfallprävention, da die Landung
besonders groß und lang ausfällt und ein Verfehlen dieser so gut wie
ausgeschlossen ist. Um den Umstand des vorhandenen Bombenkraters hinreichend zu nutzen und auch
jungen Fahrer, die bereits ein beeindruckend hohes Maß an fahrerischem Können
vorweisen, gerecht zu werden, soll zusätzlich zu den drei, bis hierhin beschriebenen
Trails, ein sog. Step-Up oder auch Tricksprung errichtet werden.

Wie eingangs bereits erläutert,birgt der Mountainbikesport, auch bei Umsetzung
aller genannter Schutz-und Vorsichtsmaßnahmen, eine Gesundheitsgefahr für die
Fahrer der Zweiräder.
So wird es unweigerlich zu Stürzen und Verletzungen
kommen, weswegen die Haftungfrage für solche Fälle vor Eröffnung der Anlage
hinreichend geklärt sein muss. Zudem bringt der Wald, inmitten welchem der
Bombentrichter realisiert werden soll, ebenfalls diverse Gefahren mit sich. Hier ist
also mit herabfallenden Ästen, aufgelockertem Untergrund, Sturmschäden und
anderen waldtypischen Gefahren zu rechnen. Der Umstand, dass Waldbesitzer, als
Betreiber einer potentiellen Gefahrenquelle, der Pflicht unterliegen, notwendige und
zumutbare Vorkehrungen zu treffen, um Schäden anderer zu verhindern, wird dabei
als Verkehrssicherungspflicht deklariert.


Der Bundesgerichtshof stellte im Oktober 2012 diesbezüglich fest, dass Waldbesitzer
grundsätzlich nicht für Schäden verantwortlich gemacht werden können
, die durch
Astabbrüche hervorgerufen werden. Das Betreten eines Waldes ist gem. §14 (1)
BWaldG jedermann gestattet, wobei die Benutzung grundsätzlich auf eigene Gefahr
erfolgt, was insbesondere für waldtypischen Gefahren gilt. In Waldbeständen und auf
Waldwegen bestehen demnach weder eine generelle Kontroll- noch eine
Beseitigungspflicht. Der Waldbesucher, der auf eigene Gefahr Waldwege betritt,
könne grundsätzlich nicht erwarten, dass der Waldbesitzer Sicherungsmaßnahmen
gegen waldtypische Gefahren ergreift. (VI ZR 311/11) Geringfügig anders verhält es sich
jedoch bei Erholungseinrichtungen und ähnlichen Veranstaltungsstätten, bei welchen
der Waldbestand in einer Tiefe von einer Baumlänge rund um die Einrichtung einer
regelmäßigen Kontrolle unterzogen werden muss. Für die auf Grund des höheren
Erlebniswertes neu geschaffenen Trails besteht für die Stadt als Waldbesitzer daher
eine Verkehrssicherungs- und Kontrollpflicht an dem Baumbestand um die Strecken.
Ferner liegt es selbstredend keinesfalls im Interesse der Erbauer der Trails, dass
Radfahrer oder andere Besucher des Waldes durch herabfallende Äste oder
umgestürzte Bäume zu Schaden kommen oder gar verletzt werden. Insofern muss
sichergestellt werden, dass unmittelbare, massive Gefahren in Form von verzögerten
Abbrüchen schwerer Äste oder teilweise entwurzelten Bäumen, wie sie beispielsweise nach schweren Unwettern vorkommen, schnellst möglich erkannt und beseitigt werden.

Wie auf den Seiten zuvor erörtert, sollen auf den Wegen im Bombentrichter zudem
auch diverse, sog. atypische Gefahren des Waldes, in Form von Rampen und
anderen Holzelementen, errichtet werden.
Entsprechend muss die technische und
bauliche Sicherheit der zu befahrenen Trails und seiner Hindernisse jederzeit durch
die Stadt Unna, als Eigentümer des Bombentrichter-Grundstücks, gewährleistet
werden.

Die jeweils damit einhergehenden Verpflichtungen zur regelmäßigen
Kontrolle von Strecke und Baumbestand sollen, nach dem Vorbild der Eisendwald
Trails in Iserlohn, vertraglich, in Gänze oder nur teilweise, von der Stadt Unna an den
Gravity Club Unna. e.V. abgetreten werden.


Demnach erklärt sich der Gravity Club Unna e.V. bereit, die Strecken des
Bombentrichters in Zusammenarbeit mit der Stadt Unna fertig zu stellen und die
sichere Erbauung der Hindernisse zu gewährleisten.

Der Verein übernimmt die Kontrolle der Trails und seiner Elemente, nimmt kleine Ausbesserungen eigenständig
vor oder leitet schwerwiegende Mängel an die Stadt Unna weiter. Die Kontrollgänge
werden in Abstimmung mit der Stadt Unna in regelmäßigen Intervallen ganzjährlich
durchgeführt, auf einem vorgefertigten Protokoll festgehalten und ohne Verzögerung
an die zuständige Stelle der Stadtverwaltung weitergeleitet. Dabei wird auf die
Folgen von Vandalismus sowie von Wetter-/ Witterungseinflüssen und Verschleiß ein
besonderes Augenmerk gelegt. Verantwortliche Personen sind der Stadt Unna mit
vollständigem Namen, Anschrift sowie telefonischer Erreichbarkeit zu benennen und
unterliegen dem Weisungsrecht der Stadt Unna.

Ferner übernimmt der Verein die Aufgaben der Verkehrssicherungspflicht im
Rahmen der Baumschauen
. Demnach begehen Mitglieder des Vereins jede Strecke
ebenfalls in vordefinierten Abständen, achten dabei beispielsweise auf Totholz in den
Baumkronen, angeknickte Äste über dem Streckenverlauf und angehobene
Wurzelteller neben dem Trail. Gesonderte Begehungen finden situationsbedingt nach
Großschadenslagen oder vor möglichen Veranstaltungen im Bombentrichter statt.
Sämtliche festgestellte Mängel werden ebenfalls protokolliert, fotodokumentiert und
umgehend an die Stadt Unna weitergeleitet. Sollte die Behebung einer festgestellten
Gefahr nicht unverzüglich möglich sein, wird der entsprechende Streckenabschnitt,
mit Hilfe von Beschilderungen oder anderen Kenntlichmachungen, durch den Verein
gesperrt und der Öffentlichkeit unzugänglich gemacht.

Nachdem also der baulich einwandfreie Zustand der Strecken und die Standfestigkeit
der umherstehenden Bäume gewährleistet sind, gilt es weiterhin, mögliche
Haftungsansprüche durch die Ausfertigung und Anbringung von
Nutzungsbedingungen auszuschließen. Einerseits handelt es sich dabei natürlich um
juristisch Unumgänglichkeiten, andererseits soll so aber auch ein möglichst
harmonischer und gefahrloser Betrieb auf der Anlage gewährleistet werden.
Grundlegend lassen sich bereits folgende Verhaltensregeln festhalten, welche
groß ausgehangen und mit dem Befahren der Strecke akzeptiert werden:

  1. Es besteht generelle Helmpflicht beim Befahren der Strecke.
    o Der Profi-Trail darf nur mir Fullfacehelm (Integralhelm) und
    Rückenptrotektor befahren werden
    o Zur Verwendung des Fortgeschrittenen-Trails wird ein Fullfacehelm
    (Integralhelm) empfohlen
  2. Die Benutzung der Strecke erfolgt auf eigene Gefahr, jeder Fahrer muss seine
    eigenen Fähigkeiten selber einschätzen und die Streckenwahl an diese
    anpassen. Jeder Benutzer akzeptiert, dass es selbst bei sachgemäßer
    Nutzung, insbesondere in Folge von Witterungseinflüssen, zu Stürzen und
    Beschädigungen kommen kann.
  3. Auch trotz geöffneter Strecke ist eine Nutzung bei starker Nässe, Dunkelheit,
    Sturm oder Unwetter untersagt.
  4. Der Trail muss vor jeder Abbfahrt langsam fahrend begutachtet und auf
    mögliche Hindernisse untersucht werden.
  5. Schnelle Fahrer nehmen Rücksicht auf langsame Fahrer. Jeder Fahrer hat
    sich so zu verhalten, dass andere Personen nicht gefährdet werden.
    Insbesondere ausreichend Abstand und eine angepasste Geschwindigkeit
    tragen zur Sicherheit aller Nutzer bei.
  6. Der Trail darf nicht zu Fuß betreten werden, es besteht Lebensgefahr.
  7. Es darf nicht auf dem Trail gehalten oder dieser in verkehrter Richtung
    befahren werden.
  8. Jegliche Veränderung der Strecke wird ausschließlich mit Genehmigung des
    Gravity Club Unna e.V. vollzogen.
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  9. Die Vorstandsmitglieder des Gravity Club Unna e.V. sind anderen
    Mountainbikern gegenüber weisungsbefugt und können bei grober
    Missachtung der Vehaltensregeln eine Benutzung der Strecke untersagen.
    10.Weder die Kreisstadt Unna noch der Gravity Club Unna e.V. haften für
    Schäden, die an Personen oder Bike durch Fahr- oder Materialfehler
    entstanden sind.
    11.Im Falle eines Unfalls ist unverzüglich der Rettungsdienst über die
    Telefonnummer 112 zu informieren. Dem Rettungsdienst ist insbesondere der
    genau Standort der verunfallten Person mitzuteilen und Einweiser sollen die
    Einsatzkräfte zum Unfallort leiten.
    12.Der Start der Trails ist über öffentliche Wege zu erreichen. Hier haben andere
    Fußgänger und Radfahrer Vorrang. Wir pflegen einen kollegialen und
    freundlichen Umgang mit anderen Benutzern des Waldes. Entsprechendes
    Verhalten wird von jedem Mountainbiker vorausgesetzt.
    13.Müll muss nach Möglichkeit wieder mit aus dem Wald herausgenommen oder
    wenigstens in den bereitgestellten Mülleimern entsorgt werden.
    14.Sämtliche Waldbewohner dürfen nicht gestört oder deren Lebensraum
    verändert oder beschädigt werden.
    15.Ein Verlassen der vorgefertigten Trails ist untersagt.
    Diese Regelungen haben sich bereits auf zahlreichen Strecken und Anlagen
    anderer, ähnlicher Projekte bewährt und sollen daher auch im Bombentrichter
    Anwendung finden. Selbstverständlich können diese Vorgaben an sich verändernde
    Gegebenheiten angepasst und entsprechend vervollständigt werden.

Forstersatzfläche und Finanzierung
Wald- sowie Forstgebiete und insbesondere der Bornekamp mit seinen gut
ausgebauten Wirtschafts- und Spazierwegen bietet für die Unnaer Bürgerinnen und
Bürger eine gern genutzte Möglichkeit, um Ruhe und Erholung zu finden und
Abstand vom oft stressigen Alltag zu erlangen. Dabei beträgt der Anteil der
Bewaldung des Stadtgebietes lediglich 5%, also etwa 4,4 km². Damit gehört die Stadt
Unna zu den waldärmsten Kommunen des Landes Nordrhein-Westfalen, dessen
Bewaldung durchschnittlich bei 27% liegt.

Auch der Bombentrichter mit seinem Laubmischbestand und seiner besonderen Topographie lädt selbstredend zum Verweilen,
Abschalten und Erleben ein. Erholung und Regeneration sind jedoch äußert
individuell definiert, was sich entsprechend in einer hohen Vielfalt an
unterschiedlichen Nutzern des Bornekamps widerspiegelt. So finden sich neben
klassischen Spaziergängern ebenso viele Besucher wieder, welche die kühle und
schattige Umgebung des Waldgebietes zur sportlichen Betätigung, sei es joggend,
reitend oder auf dem Rad, nutzen und daher schätzen gelernt haben.

Insofern scheint es nur folgerichtig, dass auch mountainbikende Jugendliche sowie
Erwachsene im hiesigen Waldstück der Ausübung ihres Sports nachkommen
möchten, um dabei Erholung und einen Ausgleich zum fordernden Schul- oder
Arbeitsalltag finden zu können.
Je mehr Nutzer allerdings aus unterschiedlichsten
Gründen in den ohnehin bereits knappen Wald drängen, umso dringlicher stellt sich
die Frage nach mehr nutzbarer Waldfläche. Da das Regionalforstamt Ruhrgebiet in
seiner Einschätzung vom August 2019 ohnehin zu dem Schluss kam, dass eine
Nutzung des Bombentrichters lediglich durch die Schaffung einer Forstersatzfläche
im Verhältnis 1:0,5 zu realisieren sei, ginge die Errichtung von Trails im Bornekamp
stets mit der Schaffung neuer Waldflächen einher. So würde also einerseits den
rechtlichen Bestimmungen Genüge getan und andererseits der wachsende Bedarf
an zugänglichem Waldbestand wenigstens teilweise gedeckt werden.

Gewiss bedarf es zur Realisierung dieses Vorhabens erheblicher Geldmengen,
wobei der Erwerb der erforderlichen Agrarfläche sicher einen Großteil der
aufzubringenden Mittel verbrauchen wird. Das Regionalforstamt hat diesbezüglich in
seiner Einschätzung vom August 2019 einen Betrag von 84.750 € pro Hektar
veranschlagt, was eine Gesamtsumme in Höhe von etwa 114.000 € bei 1,35 Hektar
Forstersatzfläche errechnen lässt. Dabei wurde allerdings stets die Gesamtfläche
des Bombentrichters, also 2,7 Hektar, der Berechnung zu Grunde gelegt, was darauf
schließen lässt, dass hier eine Nutzung des gesamten Areals vorausgesetzt wurde.
Wie bereits erläutert, soll sich die Befahrung des Bombentrichters lediglich auf die
ausgewiesenen Strecken beschränken und die umgebende Bewaldung unberührt
bleiben. Einen ähnlichen Ansatz verfolgten bereits die Mitbegründer der
Eisenwaldtrails in Iserlohn, da hier lediglich die tatsächlich befahrene Strecke zur
Schaffung von Ersatzflächen zur Grundlage angedacht war. Im Falle des
Bombentrichters bedeutete dies, dass bei einer Gesamtstreckenlänge von 760
Metern und einer angenommenen Streckenbreite von 1,5 Metern lediglich 0,057
Hektar Forstersatzfläche geschaffen werden müsste.
Dies würde eine
Kostenreduzierung um 95,8 % auf rund 4.830 € für die Ersatzfläche bedeuten. Wie
unweigerlich zu erkennen ist, sind die beiden Berechnungen in ihrer Annahme doch
grundverschieden und es ist zu erwarten, dass sich die tatsächliche Realisierung des
Mountainbikeprojektes maßgeblich anhand dieser Berechnungen mitentscheiden
wird.

Es soll insofern noch einmal herausgestellt werden, dass es sich bei der
günstigeren Berechnung bislang um einen Vorschlag zur Senkung der Kosten
handelt, welcher eindringlicher Prüfung und Abklärung durch die Stadt Unna in
Absprache mit dem Gravity Club Unna e.V. bedarf,
bevor eine Umsetzung stattfinden
kann. Zugleich muss festgestellt werden, dass der Verein sowohl aus
formalrechtlichen als auch finanziellen Gründen nicht in der Lage sein wird, in Rede
stehende Flächen zu schaffen
, weshalb lediglich Vorschläge zur Senkung des
kommunalen Finanzierungsbedarfes unterbreitet werden können.

Eine Möglichkeit, um die finanzielle Belastung der Stadt Unna bei der Schaffung der
Forstersatzfläche zu senken und gleichzeitig die Akzeptanz des gesamten Projektes
innerhalb der Unnaer Bevölkerung zu steigern, ist ein sog. Bürgerwald.

Hier können Bürgerinnen und Bürger Patenschaften für einen oder mehrere Bäume übernehmen,
indem sie dem Projekt einen festgelegten Geldbetrag zukommen lassen und Pflege
sowie insbesondere die Bewässerung übernehmen, bis der Patenschaftsbaum
angewachsen ist. In besonders heißen Sommermonaten unterstütze die Stadt Unna
und gerne auch der Gravity Club Unna e.V. die Paten bei der Bewässerung ihrer
Bäume. Die Patenschaft kann einem bestimmten Zweck oder einer Person gewidmet
werden, was mittels Urkunde und Markierung an den Bäumen kenntlich gemacht
wird. … Ebenfalls vorstellbar ist hierbei die Beteiligung von Schulklassen, welche gemeinschaftlich
Patenschaften übernehmen können, um so Generationen von Schülern Wald näher
zu bringen und praktisch erfahrbar zu machen. Gleichzeitig besteht die Möglichkeit,
Freizeitangebote im Bombentrichter mit in den Ferienpass des Kinder- und
Jugendbüros der Kreisstadt Unna aufzunehmen. So würde der Verein
einsteigerfreundliche Fahrtechnikkurse im Rahmen dieses Programms anbieten und
damit einen verhältnismäßig gefahrlosen und niederschwelligen Einstieg in den
Mountainbikesport ermöglichen.

Zur Finanzierung der eigentlichen Trail-Baumaßnahmen sei an dieser Stelle
ebenfalls der „Investitionspakt zur Förderung von Sportstätten“ des
Bundesministeriums für Wohnen, Stadtentwicklung und Bauwesen in
Zusammenarbeit mit dem Ministerium für Heimat, Kommunales, Bau und
Gleichstellung des Landes Nordrhein-Westfalen aufgeführt. Im Rahmen dieses
Paktes unterstützt der Bund gemeinsam mit den Ländern die Kommunen bei der
Sanierung und dem Ausbau von Sportstätten. Die Finanzhilfen sollen hierbei in die
Errichtung von Gebäuden und Einrichtungen fließen, welche einer möglichst großen
Anzahl an Menschen einen Zugang zur sportlichen Betätigung bieten und so die
körperliche Fitness, den Ausgleich an Bewegungsmangel sowie den Spaß am Sport
fördern. Dafür hat der Bund in Aussicht gestellt, rund 640 Mio. Euro für die Jahre
2020 bis 2024 zur Verfügung zu stellen.

Die Förderung erfolgt hierbei in einer Höhe
von 90%, was die finanzielle Belastung der Stadt Unna auf lediglich 10%
der Summe
zur Errichtung der Trails senken würde. Die Aufnahme eines Antrags in den
Investitionspakt kann dann erfolgen, wenn der Förderbetrag mindestens 25.000 Euro
beträgt. Vorrang bei der Förderung haben Maßnahmen, die niederschwellige
Angebote für Kinder und Jugendliche zum Inhalt haben. Beispielhafte Projekte sind
hierbei bereits in Form des „Dirtbikes“ und „Pumptracks“ aufgelistet, weswegen
davon auszugehen ist, dass der Förderpakt genau auf entsprechende Projekte wie
die des Bombentrichters zugeschnitten ist.
Die Liste der möglichen Fördermaßnahmen ist hier sicher nicht abschließend,
allerdings handelt es sich bei dieser Thematik um ein komplexes und oft juristisches
Thema, welches für einen Verein ohne verwaltungsrechtliche Vorkenntnisse oder
sonstigen juristischen Beistand nur schwer vollumfänglich zu erfassen ist.

Eine weiterreichende Recherche durch die Stadt Unna scheint daher unerlässlich, der Gravity Club Unna e.V. bietet aber seine Unterstützung an und steht gerne als Ansprechpartner zur Verfügung.

Im Zusammenhang mit der Finanzierung der Ersatzfläche sei daher bereits das
Förderprogramm des Landesbetriebes Wald und Holz Nordrhein-Westfalen erwähnt,
wonach für Forstmaßnahmen im Körperschaftswald finanzielle Unterstützung
beantragt werden kann. Entsprechende Fördermittel können vom Verein allerdings
weder beantragt, noch in Anspruch genommen werden, scheinen jedoch eine
weitere Möglichkeit zu bieten, die Belastung der Stadt Unna deutlich zu verringern.“

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  1. Ich möchte gerne einen Verein gründen, der an genau dieser Stelle eine Laufstrecke von 1 englischen Meile errichtet, der Boden soll ein Gemsich aus Rindenmilch und sand aufweisen, die Laufstrecke soll eine Breite haben, die es möglich macht, das 2 Läufer nebeneinander laufen können bzw. Gegen“verkehr“ ermöglicht wird. Denn Laufen ist ein Volkssport und ein Läufer zahlt höchstens gutes Geld für Schuhe und allenfalls Funktionswäsche, er zahlt nicht tausende von € für ein hochtechnisiertes MTB, das sich ohnehin nur Menshcen mit genügend Geldmitteln leisten können. Ich gönne es jedem, wenn er sich so ein Bike leisten kann, aber warum sollen Erholungssuchende im Bornekamp deshalb gestört werden. Wer kotrolliert denn auch, dass die E-MTB nicht auch dort auftauchen?
    Mein 1. MTB habe ich 1989 gekauft, Freunde von mir zahlten dann bis zu 15.000 Mark für ein Cannondale. Sie fuhren dann per PKW in den Teutoburger Wald zum Downhill-Rennen. Wir fuhren dann auch mal 10-15km mit den Bikes, um geeignete Stellen für Techniken zu finden .

    Es ist nicht so, dass wir unsere Wohnungen verlaassen und dann direkt vor der Wohnungstür jedem Hobby frönen können, Bitte Erhaltung eines stressfreien Landschaftsschutzgebiets.

    Demnächst machen wir in Unna noch Winterberg Konkurrenz?

    Meiner Meinung nach sollte die Stadt Unna endlich mehr Sicherheit für die breite Masse der Alltags-Radfahrer schaffen.

  2. Ich fände es Klasse wenn endlich Mal etwas für die Jugend in Unna gemacht wird! Besonders das die zahlreichenden Mountainbiker, die man dort trifft endlich ein Platz finden können wo sie sich frei entfalten & keine Angst haben müssen das immer wieder alles abgerissen wird!

  3. Es ist einfach nur noch beschämend, was die Stadt Unna für die Kinder und Jugend unternimmt (oder besser gesagt nicht unternimmt). Es wird nicht nur eine Freizeitanlage nach der anderen plattgemacht (Freizeitbad Massen, Eissporthalle, Sportplatz Alte Heide, Sportplatz Hertinger Straße), nein, jegliches privates Engagement wird mit Ablehnung begegnet und auch plattgemacht. Eine Stadt, die einen Skaterpark nur direkt an der vielbefahrendsten Autobahn Deutschlands duldet, sollte sich mal fragen, ob die Prioritäten richtig gesetzt sind. Aber eins ist klar: nur auf Steuereinnahmen zu setzten, um Fläche zu Geld zu machen, ist definitiv nicht die alleinige Aufgabe kommunaler Verwaltung.

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