„Zorn über Zerstörung des Katzenbuckels“: Offener Brief

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Das abgesperrte Gelände im Bornekamp. Foto S. Rinke

Zur Planierung des Rodelbergs „Katzenbuckel“ im Bornekamp für eine temporäre Kita (wir berichteten jetzt herrscht Baustopp, weil große Baumwurzeln entdeckt wurden) schreibt Ratsfrau Ingrid Kroll von „Wir für Unna“ einen offenen Brief an Bürgermeister Dirk Wigant.

Offener Brief

„Sehr geehrter Herr Bürgermeister Wigant,

in meiner damaligen Funktion als Ortsvorsteherin Unna Mitte habe ich mich intensiv mit der Begebenheit und Örtlichkeit sowie Gebäude für das Portugiesische Zentrum, DLRG und Billardverein befasst und zahlreiche Gespräche geführt.

Ziel war es immer das Gebäude zu sanieren, um allen Nutzern eine weitere Heimat für ihre Vereinstätigkeiten zu erhalten.

In diesem Zusammenhang erinnere ich an meinen Antrag „Sanierung und Umbau des Vereinsheimes des Portugieseischen Vereins (sog. „Portugiesisches Zentrum“) sowie Umgestaltung der dortigen Platzsituation“ unter der Vorlagen Nr.: 0753/16.

Zudem sollte der Verein Freibad-Bornekamp e.V. einen Raum zur Nutzung erhalten.

In einem Ortstermin im April 2019 mit dem Technischen Beigeordneten Herrn Toschläger und dem Vorstand des Portugiesischen Zentrums wurden dazu Gespräche zur möglichen Umsetzung geführt. -Dazu merke ich an, dass die Situation inzwischen seit 16 Jahren immer wieder diskutiert aber nie mit einem erfolgreichen Ergebnis abgeschlossen wurde!-

Nach diesem Ortstermin erfolgte eine Telefonkonferenz mit dem Technischen Beigeordneten Herrn Toschläger und der Beigeordneten für Schule, Jugend und Familie, Sport, Kultur und Weiterbildung, Frau Heidler.

In diesem Gespräch wurde deutlich, dass das Ziel zum Erhalt des Gebäudes aufgegeben werden muss. Begründet wurde das mit der Feststellung, dass die Liegenschaft so marode sei und nicht erhalten werden könne.

Weiter wurde begründet, dass dringend Kita-Plätze benötigt werden. Der Standort sei sehr gut geeignet, um in Container vorübergehend eine Kindertagesstätte unterbringen zu können.

Im Rückblick nehme ich diesen Verlauf mit großer Verwunderung wahr.

Aktuell haben mich mehrfach Bürger auf die Vorgehensweise zur Errichtung der Containeranlage angesprochen und ihren „Zorn zur Zerstörung“ des Katzenbuckels sehr deutlich zum Ausdruck gebracht.

Aus dieser Gesamtsituation ergeben sich folgende Fragen:

  1. Wenn bereits vor 3 Jahren dringend! Kita-Plätze benötigt wurden, warum wurde erst jetzt in der 2. Hälfte 2021 damit begonnen, die Fläche am Katzenbuckel zu ebnen.
  2. Warum wurden die maroden Gebäude nicht längst abgerissen und das Grundstück für eine temporäre Containerlösung aufbereitet?
  3. Wurden weitere Standorte für eine kurzzeitige Errichtung eine Kindertagesstätte geprüft?
  4. Wenn ja, welche Standorte wurden begutachtet?
  5. Wie stellt sich das weitere Vorgehen dar? Kann mit einer Containererrichtung an diesem Standort weiter geplant werden?
  6. Warum wurde das Umweltamt (Klimaschutzmanager) für die Erdarbeiten am Katzenbuckel nicht mit einbezogen?
  7. Wird bei Aufgabe der temporären Kita-Einrichtung der Katzenbuckel wieder in seinem Ursprungszustand zurückversetzt?

Diese Fragen bitte ich zeitnah zu beantworten und stehe für Fragen selbstverständlich zur Verfügung.“

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