DWD: Sommer 2021 der nasseste seit 10 Jahren – und „zu warm“

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Am drittletzten Tag im August warfen gestern viele Rundblickleser ihre Kaminöfen an und seufzten bei maximal 14 Grad über den ausgefallenen Hochsommer.

Umso mehr erstaunt die heutige Sommer-2021-Bilanz des Deutschen Wetterdienstes (DIW), wonach die am Mittwoch endende wärmste Jahreszeit diesmal nicht nur außergewöhnlich nass war (was hier in NRW jeder gemerkt hat), sondern – man höre und staune – auch “ zu warm“.

Die Bilanz „ungewöhnlich nass“ überrascht nicht. Nach der heute vorgestellten vorläufigen Bilanz des DWD wird der Sommer ‚ 21 sogar als regenreichster seit 10 Jahren in die Statistik eingehen.

Das ist ein Ergebnis der ersten Auswertungen von rund 2000 Messstationen.

Großen Anteil daran hatten die Extremregenfälle im Juli in NRW und Rheinland-Pfalz, die die verheerenden Fluten mit mehr als 180 Toten auslösten.

Im gesamten Sommer 2021 fielen bundesweit im Mittel rund 310 Liter pro Quadratmeter – fast ein Drittel mehr als im Schnitt der Referenzperiode von 1961 bis 1990. Damit sei die seit 3 Jahren währende Phase zu trockener Sommer beendet worden.

Die Monate Juni, Juli und August 2021 waren zudem unter dem Strich zu warm“ –

… diese weitere Bilanz des Wetterdienstes erschließt sich hingegen schwerlich. Denn nicht nur in unseren westfälischen Breiten wirkte der Hochsommer, von wenigen Tagen abgesehen, in diesem Jahr eher als Totalausfall.

Der DWD erläutert seine unerwartete Feststellung „zu warm“ hingegen so:

Im Schnitt sei es 17,9 Grad warm gewesen, 1,6 Grad wärmer mehr als der Wert aus der international gültigen Referenzperiode der Jahre 1961 bis 1990. Im Vergleich zu den wärmeren Jahren 1991 bis 2020 habe die Abweichung plus 0,3 Grad betragen.

Der Wetterdienst erinnert dabei an die, Zitat, „schon fast vergessene Hitzewelle Mitte Juni mit Werten über 35 Grad“.

Diese sogenannte Hitzewelle dauerte im Kreisgebiet Unna allerdings gerade einmal 4 Tage, die Höchttemperatur kletterte an einem einzigen dieser Tage auch in Unna auf 35 Grad.

Direkt danach rauschten die Temperaturen aber wieder um fast 15 Grad abwärts.

Noch kühler war es fast durchgängig im Norden Deutschlands, weshalb dieser Teil der Wetterdienstbilanz im Netz für vielfach ungläubige bis hemmungslos spottende Kommentare sorgt.

Mit dem September soll jetzt immerhin noch ein Hauch von Spätsommer einkehren: Ein Hoch von den Britischen Inseln sorgt dafür, dass sich voraussichtlich ab Mittwoch (1.9.) auch bei uns im Kreis Unna freundliches Sonne-Wölkchen-Wetter einstellt und die Temperaturen bis Freitag auf ca. 23 Grad (Prognose für Unna) klettern.

In der erste Septemberwoche sind fürs Kreisgebiet um die 20 Grad mit eher geringerer Regenwahrscheinlichkeit vorhergesagt.

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