Kreis erweitet Corona-Infos weiter: So viele „Neufälle“ der letzten Woche waren geimpft

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Symbolbild Corona, Tests, Masken - c/o Rinke

Möglicherweise als Reaktion auf die anhaltende Kritik an ihrer im kommunalen Vergleich äußerst sparsamen Corona-Berichterstattung weitet die Kreisverwaltung Unna ihre Informationen am heutigen Freitag (27. August) am dritten Tag in Folge aus: Sie teilt erstmals mit, wie viele als „Neuinfiziert“ festgestellte Personen binnen der letzten 7 Tage gegen Covid-19 geimpft waren und wie viele nicht.

Schon gestern machte der Kreis überraschend erstmals die Zahl der Menschen öffentlich, die sich aktuell in Quarantäne befinden. Auch wird neuerdings aufgelistet, wie viele Neupositivfälle an den Schulen und Kitas im Kreis durch die dort obligatorischen Testungen auffielen und wie sich die Schulen und Kindertageseinrichtungen auf die Kommunen im Kreis verteilen.

Status heute: Inzidenz nähert sich der Dreistelligkeit an

Quelle: Kreis Unna.de / Weitere Tabellen dort

Bis 13 Uhr am heutigen Freitag wurden der Gesundheitsbehörde 30 neue Fälle gemeldet. Die Zahl der als aktuell infiziert Geltendenden steigt auf 594.

Gesunken (von 10 auf 9) ist zugleich die Zahl der schweren Covid-Verläufe mit klinischem Behandlungsbedarf.

Der 7-Tages-Inzidenzwert pro 100.000 Einwohner kletterte zugleich laut Robert Koch-Institut auf 91,7. Es gilt aber seit einer Woche bekanntlich eine neue Coronaschutzverordnung, die nicht mehr zwischen Inzidenzstufen unterscheidet.

Relevant ist nur noch eine Inzidenz ab 35, deren Regeln derzeit für den Kreis gelten und die wir HIER aufgelistet haben.

Festgestellte Positivtestungen bei Geimpften

In der vergangenen Woche (20. – 27. August) wurden dem Gesundheitsamt 401 Neuinfektionen gemeldet. Zu diesen teilt der Kreis erstmals mit:

„20 dieser Neuinfizierten waren bereits vollständig geimpft – das entspricht 4,9 Prozent der Neuinfizierten. 95 Prozent der Neuinfizierten waren also ungeimpft.“

Quarantänen

Insgesamt befinden sich im Kreis Unna rund 900 emge Kontaktpersonen in Quarantäne.

Umgang mit Quarantäne

Der Kreis Unna hält sich an die Empfehlungen des Robert-Koch-Instituts zur Quarantäne: Enge Kontaktpersonen müssen sich unverzüglich häuslich absondern (Quarantäne). Das Quarantäneende wird folgendermaßen bestimmt: Der erste volle Tag der Quarantäne ist der Tag nach dem letzten Kontakt zum bestätigten COVID-19-Fall. Ab diesem wird bis einschließlich zum 14. Tag nach dem letzten Kontakt durchgezählt, sodass sich in der Summe eine Quarantänedauer von 14 vollen Tagen ergibt. Ein negatives Testergebnis führt nicht zur Verkürzung der Quarantäne.

An Schulen

Wird ein Schüler oder eine Schülerin oder eine Lehrkraft positiv getestet, ermittelt das Gesundheitsamt und spricht entsprechend des Ergebnisses für alle engen Kontaktpersonen Quarantänen aus. Berücksichtigt wird dabei immer die individuelle Situation in der Klasse. Es kann also sein, dass nur einzelne Schüler in Quarantäne müssen, es kann aber auch sein, dass die ganze Klasse betroffen ist. Alle engen Kontaktpersonen müssen in Quarantäne und werden getestet.

An Kitas

Wird ein Kindergartenkind oder eine Erzieherin / ein Erzieher in der Einrichtung positiv getestet, ermittelt das Gesundheitsamt und spricht entsprechend des Ergebnisses Quarantänen aus. Darüber hinaus wird im Rahmen der Kontaktpersonennachverfolgung auch geprüft, welche weiteren Kontaktpersonen es gibt. Da an Kitas in den Gruppe die Kinder keine Masken tragen und auch davon ausgegangen wird, dass Abstände nicht eingehalten werden können, sind in der Regel ganze Gruppen betroffen.

Fälle an Schulen (Stand vom 26. August)

Mittlerweile gibt es an 32 Schulen im Kreisgebiet Corona-Fälle – zehn mehr als noch vergangenen Dienstag. 47 Corona-Infektionen sind dort insgesamt bekannt geworden, 22 mehr als noch am Dienstag.

Betroffen sind aktuell:

  • Bergkamen (5 Schulen, 6 Fälle, 27 Quarantänen)
  • Bönen (1 Schule, 1 Fall, 17 Quarantänen)
  • Holzwickede (2 Schulen, 4 Fälle, 4 Quarantänen)
  • Kamen (2 Schulen, 4 Fälle, 34 Quarantänen)
  • Lünen (11 Schulen, 18 Fälle, 80 Quarantänen)
  • Schwerte (1 Schule, 2 Fälle, 4 Quarantänen)
  • Selm (1 Schule, 1 Fall, 8 Quarantänen)
  • Unna (6 Schulen, 9 Fälle, 28 Quarantänen)
  • Werne (3 Schulen, 3 Fälle, 17 Fälle)

Fälle an Kitas (Stand vom 26. August)

Auch vier Kitas sind betroffen, zwei in Kamen, zwei in Holzwickede. Dort hat es je Kita einen Fall gegeben. Insgesamt 158 Personen müssen in Quarantäne.

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