Leser in Sorge: Wasser im Unnaer Norden schmeckt und riecht komisch

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Merkwürdigen Geschmack und Geruch ihres Trinkwasssers stellen nach den Sturzregenüberflutungen von voriger Woche mehrere unserer Leserinnen und Leser aus dem Unnaer Norden fest.

„Gibt es für Unna-Königsborn, Afferde oder andere Stadtgebiete eine Warnung bezüglich unseres Trinkwassers?“, fragte uns am Mittwoch, 21. Juli, eine besorgte Anwohnerin. „Mehrere Haushalte beklagen muffiges Trinkwasser und Kleinkinder, die unter Durchfall leiden, selbst wenn das Wasser abgekocht wurde.“

Das wäre aufgrund des Unwetters in der letzten Woche nichts Außergewöhnliches, meint die Leserin, „jedoch gab es hier bei uns keine Warnung diesbezüglich.“

Ein anderer Leser, ebenfalls aus Königsborn, meldet von der Berliner Allee:

„Das Wasser schmeckt seit dem Unwetter stark nach Chlor. Ist es trinkbar?“

Dazu sagt der Wasserversorger Gelsenwasser eindeutig: Ja. Das Wasser sei trinkbar und berge keine Gesundheitsgefahren.

„Es gilt weiter: In unserem gesamten Versorgungsgebiet muss das Trinkwasser nicht abgekocht werden!“, unterstrich das Unternehmen am Montag, 19. Juli, in einem von mehreren Updates seit dem Starkregen am 14. Juli.

„In unserem Versorgungsgebiet ist die Trinkwasserqualität einwandfrei. Das Trinkwasser muss nicht abgekocht werden und kann wie gewohnt zum Trinken und für alle weiteren Zwecke im Haushalt genutzt werden.“

Bezüglich des ungewöhnlichen Geruchs und Geschmacks des Wassers im Unnaer Norden haben wir noch einmal gesondert um Rückmeldung der Gelsenwasser-Unternehmenskommunikation gebeten.

Am Donnerstag, 22. Juli, teilte uns Unternehmenssprecherin Heidrun Becker dazu mit:

„Im Was­serwerk Ha­lingen an der Ruhr erfolgt in Ab­stimmung mit den Ge­sund­heits­ämtern eine Des­in­fektion mit UV-Licht – sowie vor­sorglich für einige Tage noch eine Zu­satz­des­in­fektion auf Chlorbasis.“ Becker betont: „Auch dieses Trink­wasser ist qua­litativ ein­wandfrei.“

Dieses Trink­wasser aus dem Was­serwerk Ha­lingen liefert Gelsenwasser – zumeist als Misch­wasser mit Wasser aus dem Was­serwerk Echt­hausen – unter anderem an die Kunden in Unna, Frön­denberg (Al­tendorf, Ardey, Dellwig, Frömern, Lang­schede, Strick­herdicke), Selm und Werne.

In der Trinkwasseranalyse von Gelsenwasser erfährt jeder Interessierte, aus welchem Wasserwerk sein Trinkwasser kommt: https://www.gelsenwasser.de/wasser/trinkwasserqualitaet/trinkwasseranalyse/

1 KOMMENTAR

  1. Hallo! Wir wohnen in Werne. Mein Sohn trinkt seit Geburt an Leitungswasser. 2 Tage nach dem Unwetter hatte er den ganzen Tag Durchfall. Nachdem wir darauf gekommen sind, dass es am Wasser liegen könnte und ihm gekauftes stilles Wasser gegeben haben, war der Durchfall weg.

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