Täter filmten Überfall in Sölde: Opfer gesucht – Zusammenhang mit Raubserie Jugendkrimineller

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Symbolbild. (Foto: Rundblick)

Bei Ermittlungen zu einer Serie von Straftaten, die Jugendliche in Dortmund-Aplerbeck begangen hatten, stellte die Kriminalpolizei im Oktober 2020 insgesamt 7 Mobiltelefone sicher. Die jungen Tatverdächtigen sind identifiziert (wir berichteten HIER, Weiteres dazu unten am Artikel, der Hauptverdächtige kommt aus Unna).

Eine Tat ist jedoch nicht vollständig aufgeklärt. Deshalb sucht die Polizei jetzt das Opfer eines Raubüberfalls.

Im Speicher eines der sichergestellten Smartphones entdeckten die Ermittler einen Videofilm, der eine bislang nicht bekannte Tat am Bahnhof Sölde zeigt. Auf dem Film ist zu erkennen, wie einer der Tatverdächtigen von einem Mann mittleren Alters Geld verlangt und ihn bedroht.

Ebenfalls ist zu sehen, wie der Mann panisch über den Bahnsteig flieht und an dessen Ende auf der Schotterfläche zwischen den Gleisen davonläuft. Die Täter lassen schließlich von ihm ab. Zur Tatzeit ist es dunkel. Das Datum der Tat ist nicht bekannt.

Die Kriminalpolizei bittet den unbekannten Mann um Kontaktaufnahme, da er die Tat bisher nicht angezeigt hat. Er trug eine dunkelbraune Jacke, eine hellbraune Hose, eine Schirmmütze und einen weißen Mund-Nase-Schutz. Er führte eine größere, eckige Einkaufstasche mit sich.

Nach Rauben in Aplerbeck: Intensivtäter (15) aus Unna sitzt hinter Gittern

Am 4. November berichteten wir über die Festnahme und Inhaftierung eines ungewöhnlich jungen Intensivkriminellen aus Unna. In unserem Artikel damals schrieben wir:

Dass ein gerade mal 15 Jahre alter Jugendlicher hinter Gitter wandert, kommt selten vor. Bei diesem jungen Intensivtäter aus Unna sahen Staatsanwaltschaft und Richter alle Alternativen ausgereizt.

Wie berichtet, hatte der Junge aus Eritrea zusammen mit einigen weiteren Minderjährigen (italienischer, spanischer und deutscher Staatsangehörigkeit) immer wieder Raubzüge im Dortmunder Stadtteil Aplerbeck begangen. Unter anderem sollen die jungen Kriminellen am Aplerbecker Bahnhof einen Senior mit einer Holzlatte attackiert und buchstäblich ins Krankenhaus geprügelt haben.

Mit teils schweren Raubdelikten verbreiteten die jugendlichen Intensivtäter seit dem Frühsommer Angst und Schrecken, einige wurden mehrfach gefasst, auch der Junge aus Unna, zuletzt am 21. Oktober nach einem weiteren Raub auf zwei Schüler.

„Besondere Gründe für eine Untersuchungshaft lagen nicht vor“, teilt Polizeisprecherin Dana Seketa uns damals mit. Sie kündigte an, dass die insgesamt vier Jugendlichen (drei Dortmunder, 14 bis 17 Jahre, und der 15-Jährige aus Unna) Strafverfahren erwarteten. Sie sind alle polizeibekannt, teils einschlägig durch schwere Raubdelikte.

Nach umfangreichen Ermittlungen von Staatsanwaltschaft und Polizei im Haus des Jugendrechts zu Raubstraftaten im Stadtteil Aplerbeck wurde nun gegen den jungen Unnaer Haftbefehl erlassen. Bereits vorige Woche war auf Antrag der Staatsanwaltschaft einer der drei Dortmunder Jugendlichen (17) einem Richter vorgeführt worden.

Der 15-Jährige aus Unna wurde nun am Montag, 2. November, an seiner Wohnanschrift festgenommen und einem Haftrichter vorgeführt worden. Dieser ordnete die Unterbringung in einer Justizvollzugsanstalt an.

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