Erste Stadt im Revier erlässt Ausgangsbeschränkung

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Symbolbild Ausgangsbeschränkung, Fußgängerzone - Quelle RB

Die erste Stadt im Ruhrgebiet hat sich drei Tage vor Heiligabend über den harten Lockdown hinaus zu einer Ausgangsbeschränkung entschlossen. Es ist Oberhausen, wo die 7-Tages-Inzidenz auf den Wert von über 340 geklettert ist – den höchsten in NRW.

Das sind mehr als doppelt so viele Neuinfizierte pro 100.000 Einwohner in einer Woche als im Kreis Unna, wo die Inzidenz heute (21. 12.) laut Robert-Koch-Institut 157 beträgt.

Für den Kreis Unna hatte Landrat Mario Löhr vorige Wochen weitere Einschränkungen ausgeschlossen.

Die Stadt Oberhausen begründet die Maßnahme auf ihrer Website wie folgt:

Krisenstab Oberhausen: Aktuelle Informationen von Montag, 21. Dezember 2020 (Stand 11 Uhr)

Der Inzidenzwert, also die Zahl der Neuinfizierten je 100.000 Einwohner, ist seit gestern (20.12.) von 313,6 auf 342,1 gestiegen und hat damit einen neuen Höchstwert erreicht.

„Die Lage ist dramatisch. Der Inzidenzwert in Oberhausen von 342,1 ist der höchste Wert in NRW. Wir müssen jetzt weitere Einschränkungen veranlassen, um das Virus zurück zu drängen. Jeder muss jetzt die Regeln befolgen, sonst bekommen wir das nicht in den Griff.

Ich bitte alle Bürgerinnen und Bürger eindringlich darum, auch Kontakte im privaten Umfeld einzuschränken, auch wenn sie erlaubt sind.

So kann Jede und Jeder einen Beitrag dazu leisten, dass die Fallzahlen nicht noch weiter steigen. Selbstverständlich fällt es uns nicht leicht, diese Einschränkungen zu veranlassen, aber wir sehen leider keine andere Möglichkeit, um die Gesundheit vieler zu schützen.“, so Krisenstabsleiter Michael Jehn.

Neben den bereits bekannten Abstands- und Hygieneregeln sind folgende Beschränkungen geplant:

  • Treffen im öffentlichen Raum nur mit 2 Personen oder einem Hausstand mit maximal einer weiteren Person;
  • Ausgangsbeschränkung im Zeitraum von 21 bis 5 Uhr,
  • Ausnahmen sind triftige Gründe, wie z.B. Wege zur Arbeit, Versorgung von Hilfsbedürftigen oder die Versorgung von Tieren;
  • Spiel- und Bolzplätze werden gesperrt;
  • Anzahl der Trauergäste bei Beerdigungen wird begrenzt auf maximal 50 Personen.

Quelle: Stadt Oberhausen

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