Lasst uns ein Apfel- oder Birnbäumchen pflanzen: Stadt Unna verschenkte 100 Bäume

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Nora Thomas mit ihren Kindern Hedda und Gunnar, Regina Thomas und Anuschka Krause mit Sohn Bosse freuten sich über die Obstbäume aus den Händen von Bürgermeister Dirk Wigant (3.v.r.), Thomas Heer (2.v.l.), Klimaschutzmanager der Stadt Unna, und Antje Weber-Drücke sowie Jörg Drücke. (Foto: Stadt Unna / Ueberfeld)

Lasst uns ein Apfelbäumchen pflanzen. Vielleicht auch ein Birnbäumchen? Jedenfalls einen Baum für den eigenen Garten, der aromatische, saftige Früchte tragen wird!

Von diesem stürmischen Andrang war auch Dirk Wigant überrascht: Über 100 Bürgerinnen und Bürger nahmen am heutigen Freitag, 13. 11., aus den Händen des neuen Unnaer Bürgermeisters ein Obstbäumchen entgegen.

Die Kreisstadt hatte 100 kostenlose Bäume für Unnaer Privatgärten zur Verfügung gestellt; wir berichteten. Zusammen mit Klimamanager Thomas Heer überreichte Dirk Wigant den doch zahlreichen Interessierten im Gartenzentrum Drücke an der Steinstraße je ein Bäumchen.

Gleichzeitig übernahmen Umweltamtsleiter Rolf Böttger und Frank Schröder bei der Baumschule Haschke an der Hammer Straße die Verteilung. Auch dort gab es 50 Obstbäume kostenlos für Unnaer Bürger.

„Ja, die waren ruckzuck weg“, schrieb uns im Anschluss fröhlich unsere Leserin Denise Demir, stolz darauf, einen Baum ergattert zu haben. „Und man hatte Auswahl zwischen vier Apfel- und zwei Birnensorten.“ Sie wählte ein Holsteiner Cox-Bäumchen, eine alte, sehr aromatische Apfelsorte.

Unsere Leserin Denise Demir erntet im kommenden Jahr aromatische Holsteiner Cox. (Foto Demir)

„Für die Stadt Unna ist es doch eine Win-Win-Situation. Die Bürgerinnen und Bürger tun im eigenen Garten etwas für den Klimaschutz und das mit verhältnismäßig geringen Mitteln. Wenn die Stadt einen Baum pflanzt und ihn pflegen muss, sind die Kosten ungleich höher“, bilanziert Dirk Wigant, sehr erfreut über die tolle Resonanz.

Bäume, führt die Stadt als Begründung ihrer Schenk-Aktion aus,

„übernehmen wichtige Aufgaben zur Verbesserung des Stadtklimas. Sie erfüllen für das Klima wichtige ökologische Funktionen, wie zum Beispiel Schadstoff- und Feinstaubfilterung sowie Sauerstoffproduktion und bieten wertvolle Lebensräume für Kleintiere und Insekten. In heißen Sommermonaten spenden die Bäume zudem Schatten. Insbesondere Obstbäume liefern darüber hinaus auch noch leckere Früchte.“

Der Andrang bei der Baumschule Haschke und beim Gartencenter Drücke (Foto) war sehr groß. Doch die Bürgerinnen und Bürger hielten sich ausnahmslos an die Maskenpflicht und die Abstandsregeln. (Foto Stadt Unna / Ueberfeld)

In den letzten Jahren sei es „durch unterschiedliche Ereignisse zu Baumverlusten in Unna gekommen.“ Deshalb wurden als symbolische Geste und zur weiteren Motivation 100 Obstbäume an Privatleute verschenkt und die machten reichlich Gebrauch von dieser Möglichkeit.

Ob Apfel oder Birne – mit etwas Glück können die neuen Baumeigentümer schon im kommenden Jahr zum ersten Mal ernten.

Teilnahmeberechtigt waren bei dieser Aktion alle Bürgerinnen und Bürger, die auf ihren Privatgrundstücken oder einem gepachteten Kleingartengrundstück einen Baum pflanzen und dauerhaft pflegen und erhalten wollen. Das Grundstück beziehungsweise die Grundstücke müssen im Unnaer Stadtgebiet liegen und sollten genügend Platz für die Anpflanzung von Obstbäumen (Pflanzqualität Hochstämme) haben.

Bei der Standortwahl sollte beachtet werden, dass ein ausgewachsener Obstbaum oft einen Kronendurchmesser von 8 bis 10 Meter erreichen kann und genügend Abstand zum Haus, einem anderen Baum oder einer Mauer haben muss. Die Aktion richtete sich nicht an Wohnungsbaugesellschaften und städtische Einrichtungen.


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