Nach Rauben in Aplerbeck: Intensivtäter (15) aus Unna sitzt hinter Gittern

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Foto: Pixabay (Espressolia)

Dass ein gerade mal 15 Jahre alter Jugendlicher hinter Gitter wandert, kommt selten vor. Bei diesem jungen Intensivtäter aus Unna sahen Staatsanwaltschaft und Richter alle Alternativen ausgereizt.

Wie berichtet, hatte der Junge aus Eritrea zusammen mit einigen weiteren Minderjährigen (italienischer, spanischer und deutscher Staatsangehörigkeit) immer wieder Raubzüge im Dortmunder Stadtteil Aplerbeck begangen. Unter anderem sollen die jungen Kriminellen am Aplerbecker Bahnhof einen Senior mit einer Holzlatte attackiert und buchstäblich ins Krankenhaus geprügelt haben.

Mit teils schweren Raubdelikten verbreiteten die jugendlichen Intensivtäter seit dem Frühsommer Angst und Schrecken, einige wurden mehrfach gefasst, auch der Junge aus Unna, zuletzt am 21. Oktober nach einem weiteren Raub auf zwei Schüler.

„Besondere Gründe für eine Untersuchungshaft lagen nicht vor“, teilt Polizeisprecherin Dana Seketa uns damals mit. Sie kündigte an, dass die insgesamt vier Jugendlichen (drei Dortmunder, 14 bis 17 Jahre, und der 15-Jährige aus Unna) Strafverfahren erwarteten. Sie sind alle polizeibekannt, teils einschlägig durch schwere Raubdelikte.

Nach umfangreichen Ermittlungen von Staatsanwaltschaft und Polizei im Haus des Jugendrechts zu Raubstraftaten im Stadtteil Aplerbeck wurde nun gegen den jungen Unnaer Haftbefehl erlassen. Bereits vorige Woche war auf Antrag der Staatsanwaltschaft einer der drei Dortmunder Jugendlichen (17) einem Richter vorgeführt worden.

Der 15-Jährige aus Unna wurde nun am Montag, 2. November, an seiner Wohnanschrift festgenommen und einem Haftrichter vorgeführt worden. Dieser ordnete die Unterbringung in einer Justizvollzugsanstalt an.

Dortmunds Polizeipräsident Gregor Lange: „Dieses schnelle und konsequente Vorgehen zeigt, dass die enge Zusammenarbeit von Staatsanwaltschaft und Polizei im Haus des Jugendrechts ein Erfolgsmodell ist. Und ich bin davon überzeugt, dass diese Entscheidungen ein deutliches Signal in Richtung jugendlicher Intensivtäter senden.“

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