Dutzende solidarisieren sich mit aggressiven Störern – Polizeiwache „belagert“

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Foto RB

Mindestens 50 Personen haben sich Sonntagfrüh, 6. 9., in der Innenstadt von Iserlohn mit einigen aggressiven Störern solidarisiert, eine ca. 10-köpfige Gruppe versammelte sich im Anschluss vor der Polizeiwache, gebärdete sich auch dort immer aggressiver. Einsatzkräfte aus dem gesamten MK sowie aus Hagen mussten zur Unterstützung angefordert werden.

Gegen 1.15 Uhr wurde auf dem Fritz-Kühn-Platz eine Ruhestörung gemeldet. Damit begann es.

„Im Rahmen dieses Einsatzes kam es nach einer Ordnungswidrigkeit auf dem Kurt-Schumacher-Ring zunächst zur Ingewahrsamnahme eines 24- jährigen Störers. Dieser leistete Widerstand“, beschreibt die MK-Polizei das nun folgende Szenario. (Die Ordnungswidrigkeit war öffentliches Urinieren, heißt es ergänzend in lokalen Medien.)

Begleiter des Störers versuchten im Anschluss, ihn zu befreien, und wendeten dazu Gewalt an. Durch starke Präsenz konnte die Polizei diese „Gefangenenbefreiung“ verhindern, nahm einen weiteren 24-Jährigen fest, brachte auch ihn ins Gewahrsam.

„Teilweise hielten sich bis zu 50 Personen im Bereich des Kurt-Schumacher-Ringes auf, die mit den Störern sympathisierten“, so die Polizei. „Im Anschluss an die Ingewahrsamnahmen sammelte sich eine ca. 10-köpfige Gruppe vor der Wache. Einige dieser Personen verhielten sich zunehmend aufgebracht und aggressiv.“

Massive polizeiliche Präsenz mit unterstützenden Einsatzkräften aus dem Märkischen Kreis und Hagen führte zunächst zu einer leichten Beruhigung. „Platzverweisen wurde aber nicht oder nur zögerlich nachgekommen“, schreibt der Polizesprecher weiter.

Letztlich wurde ein weiteres Trio (19, 22, 26) zur Durchsetzung der Platzverweise ebenfalls in Gewahrsam genommen. In einem Fall kam es erneut zu einer versuchten Gefangenenbefreiung und Widerstand – eine 23-jährige Polizistin bekam einen Schlag ins Gesicht ab, wurde glücklicherweise nur leicht verletzt.

Die fünf in Gewahrsam genommenen Iserlohner müssen sich nun wegen Beleidigung, Widerstands, Gefangenenbefreiung und Verstoßes gegen das Waffengesetz (mitgeführtes Messer) verantworten“, heißt es abschließend im Polizeibericht. „Ein Handy wurde zudem sichergestellt. Die Ermittlungen dauern an.“

Lesen Sie auch unseren Folgebericht vom Montag, 7. 9.

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