Massenzustrom marokkanischer Migranten – Hüppe (CDU): „Keine zusätzlichen Einwanderer aus Spanien!“

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Hubert Hüppe (CDU). Foto: H. Hüppe / via FB

„Den Schleusern ist der Tod der Leute egal, Hauptsache sie haben das Geld.“

Zum Massenzustrom marokkanischer Migranten nach Spanien hat sich am heutigen Freitag, 31. Juli, der CDU-Bundespolitiker Hubert Hüppe aus Werne geäußert. Er warnt eindringlich davor, die Zehntausenden weiter „durchzuwinken“ innerhalb Europas.

Rund 60.000 Migranten waren in den vergangenen Tagen von Marokko aus in der spanische Exklave Ceuta geströmt. Spanien und Marokko versuchen seither, das Chaos unter Kontrolle zu bringen.

Etwa 37.000 Menschen sollen nach offiziellen Angaben bereits wieder ausgereist sein; rund 60 kamen beim Versuch ums Leben, in das Gebiet zu gelangen.

Hüppe, Bundesvorsitzende der Senioren-Union und langjährige frühere Bundestagsabgeordnete für den Wahlkreis Unna I, sieht die Ursache in den chaotischen Verhältnissen bei der spanischen Justiz. Denn: Das Oberste Gericht des Landes hatte Anfang Juli entschieden, dass über das Meer eintreffende Migranten nicht ohne ordnungsgemäßes Verfahren zurückgeschickt werden dürfen.

Seither gab es einen wachsenden Zustrom nach Spanien, der am Donnerstag überschwappte. 60.000 Menschen landeten an. Einheimische verbarrikadierten sich, die Behörden waren restlos überfordert.

Hubert Hüppe macht in einem Facebookpost seine Position wie folgt klar: „Keine zusätzlichen Einwanderer aus Spanien!

Wenn ein spanisches Gericht entscheidet, dass niemand ohne ein Verfahren zurück geschickt werden darf, dann muss auch Spanien das Verfahren in Spanien durchführen.

Dass Schleuser dieses Urteil ausnutzen und so tun, dass jeder, der es auf das spanisches Gebiet schafft, auch dableiben darf, hat zu diesem Massenzustrom geführt. Furchtbar tragisch ist, dass dabei so viele Menschen sterben.

Den Schleusern ist der Tod der Leute egal, Hauptsache sie haben das Geld.“

Spaniens Regierungschef Sánchez verurteilte den Ansturm als „Angriff“ auf das spanische Staatsgebiet. Bei einem Besuch in der Exklave machte er Menschenhändler für die Lage in Ceuta verantwortlich.

Sánchez kündigte weitere Maßnahmen zur Sicherung der Grenze an. So sollen zwischen der Küste Marokkos und dem Strand von Ceuta Schwimmbojen als Absperrungen installiert werden.

Zudem will Sánchez Verfahren beschleunigen, um die Rückführung irregulär eingereister Migranten zu erleichtern. Ceutas Regionalpräsident, Vivas, sprach von einem humanitären und sozialen Notstand.

Der Großteil der Migranten schwamm von marokkanischem Gebiet aus nach Spanien. Bundeskanzler Merz (CDU) drängte heute auf Sicherung der europäischen Außengrenzen.

Quellen: Hubert Hüppe CDU, Deutschlandfunk, Tagesschau.de

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