„Machtmissbrauch“ gegen Mitarbeiter: Frauen Union Kreis Unna lobt Scharrenbachs „menschlich sehr feine Persönlichkeit“

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Landesbauministerin Ina Scharrenbach im Januar vorigen Jahres beim Neujahrsempfang der CDU in Fröndenberg. (Archivbild RB)

Sie soll Untergebene angeschrien, bloßgestellt haben.

Rückendeckung für Ina Scharrenbach nach den massiven Vorwürfen des Machtmissbrauchs gegenüber ihren Mitarbeitern (wir berichteten). Die Frauen-Union Kreis Unna stellt sich in einem Statement vom heutigen Freitag (27. 3.) „klar und geschlossen“ hinter die in die Schusslinie geratene NRW-Bauministerin aus Kamen.

In seiner Pressemitteilung betont der Kreisverband der CDU-Frauen:

„Ina Scharrenbach steht seit Jahren für eine verlässliche und fachlich versierte Politik für die Kommunen in Nordrhein-Westfalen. Mit großem persönlichen Einsatz, hoher Detailkenntnis und einem klaren Gestaltungswillen hat sie zentrale Themen wie die Stärkung der Kommunalfinanzen, die Förderung von Infrastruktur und Stadtentwicklung sowie den Abbau von Bürokratie vorangebracht.

Gerade vor Ort wird ihre Arbeit als nahbar und lösungsorientiert wahrgenommen.

Auch innerhalb der Frauen Union genießt Ina Scharrenbach große Wertschätzung. Viele Frauen erleben sie als starke Ansprechpartnerin, die zuhört, unterstützt und andere ermutigt, Verantwortung zu übernehmen. Sie hat sich stets dafür eingesetzt, Frauen den Weg in politische Ämter zu erleichtern und Netzwerke zu stärken.

„Wir kennen Ina Scharrenbach als eine Persönlichkeit mit großem Engagement, hoher Disziplin und einem klaren Wertekompass. Vor allem übernimmt sie in schwierigen Situationen Verantwortung und reflektiert ihr eigenes Tun“, erklärt Vera Volkmann für die Frauen Union Kreis Unna.

Gleichzeitig erleben wir sie auch als zugewandte und menschlich sehr feine Persönlichkeit, die sich Gedanken um das Wohl anderer macht und Verantwortung nicht nur politisch, sondern auch persönlich ernst nimmt.“

Mit Blick auf die aktuelle öffentliche Diskussion betont die Frauen Union, dass politische Debatten sachlich und differenziert geführt werden müssten.

„Wer politische Verantwortung trägt, steht naturgemäß besonders im Fokus. Dabei zeigt sich immer wieder, dass Leistungen und Führungsstärke von Frauen häufig besonders kritisch bewertet werden. Umso wichtiger ist ein fairer und ausgewogener Blick auf die tatsächliche Arbeit und die erzielten Ergebnisse.“

Die Frauen Union Kreis Unna stehe hinter Ina Scharrenbach und ihrer Arbeit für Nordrhein-Westfalen. „Sie verbindet fachliche Kompetenz mit einem klaren Anspruch an gute Politik und hat dabei die Belange der Kommunen und der Menschen fest im Blick.“

Die Aussagen ihrer (Ex)-Mitarbeiter lesen sich etwas anders. Demnach berichten viele von einer „Arbeitsatmosphäre von Angst und Schrecken“, davon, dass Scharrenbach ihre Untergebenen angeschrien und bloßgestellt haben soll.

Sie erklärt dazu, dass sie bedauere, dass sich ihre Mitarbeiter so fühlten. Sie nehme die Kritik ernst, wolle an sich arbeiten. 

In einer von der SPD beantragten Sondersitzung des Landtags hat Scharrenbach heute Mobbing-Vorwürfe zurückgewiesen. Mit den Tränen kämpfend sagte die 49-Jährige, wer sie kenne, der wisse, dass sie noch nie in ihrem Leben einen Menschen habe scheitern sehen wollen. „Ich fühle das nicht, ich denke das nicht, ich handle danach nicht.“

Sie sei «eine gläubige Christin und eine ziemlich aufrechte Christdemokratin». Andere zum Scheitern zu bringen: «Ich kann das gar nicht.» Generell nehme sie Kritik an ihrer Mitarbeiterführung aber an und sei darüber bereits im Gespräch mit Abteilungsleitern und Personalräten.

Neben Vorwürfen des Mitarbeiter-Mobbings und einer schleppenden Digitalisierung der Landesverwaltung, weil alles über den Tisch der Ministerin müsse, war auch berichtet worden, düpierte Mitarbeiter flüchteten sich in Kündigungen und Versetzungen in andere Häuser. Dazu sagte Scharrenbach, in den neun Jahren seit sie Bauministerin in NRW sei, habe es in ihrem Haus 111 «echte Versetzungen» gegeben. Das seien elf pro Jahr und damit weit weniger als in der Privatwirtschaft. Außerdem gehe in ihrem Ministerium nicht alles über ihren Schreibtisch. (Quelle WELT.de)

Fotos von Besuchen Ina Scharrenbachs im Kreis Unna.

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