Stadt Unna hat seit Jahren für Kfz gesperrte Straße für 276.000 Euro zum Geh- und Radweg umgebaut

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Vorher - nachher: Mitarbeiter Robin Jalowiecki aus dem städtischen Tiefbauamt (Copyright: Anna Gemünd/Kreisstadt Unna)

Saarbrücker Straße wird saniert und zum Geh- und Radweg umgebaut – Kostenpunkt 276.000 Euro: Das vermeldete der Rundblick am 6. Juni dieses Jahres.

Fast auf den Tag genau drei Monate nach Baustart am 10. Juni ist der neue Geh- und Radweg fertig.

„Die Saarbrücker Straße zwischen dem Uelzener Weg und der Viktoriastraße ist vollständig saniert und in einen kombinierten Geh- und Radweg umgestaltet worden“, teilte die Stadt am Dienstag, 9. September, mit.

Die Stadt habe damit die beschlossene Umnutzung des bisherigen Straßenabschnitts abgeschlossen: Ab sofort ist die Saarbrücker Straße ausschließlich für Fußgänger und Radfahrer freigegeben. Für den Kfz-Verkehr bleibt sie dauerhaft gesperrt.

Foto Stadt Unna

Mit dem Umbau wurde ein Teil der alten, breiteren Fahrbahn entsiegelt. Das Oberflächenwasser wird nun gezielt in den parallel verlaufenden Höinger Bach eingeleitet. Das Rathaus unterstreicht:

„Die neue Wegbreite von 3,50 Metern bietet ausreichend Platz für Rad- und Fußverkehr und macht den Bereich zu einer sicheren Verbindung für den Alltags- und Freizeitverkehr.“

Um die neue Verkehrsführung noch deutlicher zu kennzeichnen, wird die Beschilderung in den kommenden Wochen ergänzt. Zudem prüft die Stadt weitere bauliche Maßnahmen, die eine Durchfahrt für Autos verhindern, gleichzeitig jedoch den Zugang für Rettungsfahrzeuge sicherstellen.

Die Straße befand sich laut damaliger Ankündigung der Verwaltung „in einem baulich desolaten Zustand“ und wurde deshalb grundhaft erneuert. „Für den Kfz-Verkehr wurde die Saarbrücker Straße an dieser Stelle schon lange nicht mehr benötigt und war seit Jahren gesperrt, bei Fußgängern und Radfahrern war sie aber weiterhin beliebt.“

Quelle Stadt Unna

8 KOMMENTARE

  1. Ich kenne diese Straße, Fußgänger und Radfahrer habe ich da noch nie gesehen. Findet man keine sinnvollere Möglichkeit dieses Geld auszugeben?

    • Die Redaktion schließt sich dieser kritischen Frage an und wird sie kommende Woche auch noch einmal an die Stadt weitergeben. Eine derartige Ausgabe für eine so unbedeutende Straße mag schon irritieren.

  2. Aber es ist doch bereits ein Geh und Radweg.
    Warum muß man 276.000 Euro Steuergelder ausgeben damit es weiterhin einer ist?
    Zumal die Strecke die meiste Zeit des Jahres bei schlechtem Wetter oder im Winter von niemanden benutzt wird.

    Es scheint, als wenn die Stadt zu viel Geld hat und nicht weiß wohin damit.

    6000.000 außerplanmäßig für Straßensperren. Uber 1 Million Euro außerplanmäßig um die Kitas zu retten. Hunderttausende Euro außerplanmäßig für übertriebene Fahrradwege die kaum jemand nutzt. Hunderttausende Euro außerplanmäßig für überteuerte videoüberwachte Radparkstationen die nicht ausgelastet sind. Hunderttausende Euro für die kleine ehemalige Parkplatzfläche Reallabor. Hunderttausende Euro für den kleinen Bürgerpark am Morgentor neben dem Verkehrsring welche von den Bürgern auch nicht angenommen wird.
    usw.

    Bei einer reichen Stadt könnte ich das ja noch nachvollziehen.

    Hat die hoffnungslos verschuldete Stadt Unna im Lotto gewonnen oder tätigt sie einfach nur überzogene Ausgaben auf Schuldenbasis welche die Stadt langfristig weiter in die Armut führt?

    Mit der politischen Einstellung:
    Nach uns die Sinflut!

    Man macht sich nicht einmal mehr die Mühe, Sinn und Zweck bzw. eine Kosten/Nutzen Rechnung bei städtischen Ausgaben vorzulegen.
    Die nicht erklärte Frage im Pressebericht:
    Von wie vielen Fußgängern und Radfahrern wird die Strecke bereits genutzt, und wie viele mehr werden sie durch die 276.000 Euro Steuergeldinvestition (auf Schuldenbasis) nutzen?

  3. Ich fahre diese Strecke gelegentlich mit dem Rad und finde den Zustand noch akzeptabel. Da gibt es wirklich schlimmere Strecken. Die 276.000€ Steuergelder wären an anderen Stellen deutlich sinnvoller angelegt. Fraglich, ob überhaupt eine Nutzungs-Erhebung stattgefunden hat, man sieht anderswo im Stadtgebiet oft graue Kästen an Laternenpfählen, die den Verkehr zählen, die können bestimmt auch Radfahrer erfassen.

    • Wir werden zu dieser Maßnahme auf jeden Fall noch eine entsprechende Anfrage an die Stadt stellen, Herr S.. Für uns kam das auch äußerst überraschend.

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