Nächster Griff in Kassen der Familien, null Anträge von der AfD – FDP Kamen zieht ein Jahr nach der Wahl Bilanz

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Ein Jahr ist es nun her, dass sich der Kamener Stadtrat neu zusammengesetzt hat – Grund genug für
die FDP Kamen, Bilanz zu ziehen.

„Die auffälligste Entwicklung der Wahl im vergangenen Herbst: der deutliche Zugewinn der AfD, die
mit 16,7 % und zehn Sitzen in den Rat einzog. Verluste mussten vor allem SPD und – noch deutlicher
– die Grünen hinnehmen, während sich die CDU stabil hielt. Auch für die Kamener Liberalen war das
Ergebnis bitter: Mit 2,3 % verlor die FDP ihren Fraktionsstatus und darf seither keine eigenen Anträge
mehr stellen“, bedauern die stark dezimierten Liberalen.

Doch was ist seitdem im Rat eigentlich passiert? Welche Impulse wurden gesetzt, welche Ideen
eingebracht? Besonders bemerkenswert fällt hier die Bilanz der AfD aus: Im ersten Jahr stellte die
zehnköpfige Fraktion genau null Anträge.
Auf den ersten Blick überraschend – bis man sich erinnert,
mit wie vielen konkreten Ideen für Kamen die Partei angetreten war: ebenfalls null.

Die Erklärung für den Erfolg der AfD liegt also woanders: in der Unzufriedenheit vieler Menschen mit
der Bundespolitik.
Und da wollen wir ehrlich sein – auch die FDP trägt durch ihre Rolle in der Ampel-
Koalition daran eine Mitverantwortung. Auch das Kamener Ergebnis der Liberalen ist zu einem
erheblichen Teil dem Bundestrend geschuldet. Dabei sollte es in der Kommunalpolitik eigentlich um
etwas anderes gehen: darum, wer die besten Ideen für die eigene Stadt hat. Die FDP Kamen hat ihre
Vorstellungen früh und klar formuliert – niedrigere Grundsteuer, mehr Sicherheit in der Innenstadt,
Schüler-Partys für Kamen und ein Gründerwettbewerb, um nur einige zu nennen.

Die neu formierte Rot-Grün-Rote Koalition wiederum hat zumindest mehr bewegt als die AfD – wenn
auch nicht unbedingt im Sinne der Bürgerinnen und Bürger
: Kurz nach der Wahl im September 2025
wurde die Grundsteuer erneut angehoben, und mit der geplanten Erhöhung der Kita-Gebühren steht
bereits der nächste Griff in die Haushaltskassen der Kamener Familien bevor.

Dabei wäre gerade jetzt der richtige Moment für echte Veränderungen: Kamen attraktiver für junge
Familien machen, neue Baugebiete ausweisen, die Grundsteuer senken, den Haushalt konsolidieren.
Diese Ideen kann die FDP im Rat derzeit jedoch nicht einbringen – das Ergebnis der letzten
Kommunalwahl lässt es nicht zu.

So sorgt die Unzufriedenheit mit der Bundespolitik dafür, dass eine
Partei mit zehn Ratsmitgliedern, aber ohne ein einziges eigenes Konzept für Kamen, im Rat sitzt. Auf
der anderen Seite stehen Parteien, deren Antwort auf nahezu jede Frage gleich bleibt: Steuern und
Abgaben erhöhen, neue Schulden aufnehmen.“

Quelle FDP Kamen

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