Neues Schwimmbad in Unna-Massen für Schulen und Vereine ohne Außenbecken – Zwingend ist Fördergeld

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Mädchen im Schwimmbad - Symbolbild, Quelle RB

Der Traum von einem Freizeitbad 3.0 ist nun auch offiziell ausgeträumt. Die Stadt verfolgt bei den Planungen für ein neues Schwimmbad im Stadtteil Massen nur noch eine schlichte Bad-Variante für den Schul- und Vereinssport.

Ob dafür noch Geld da ist, ist zudem offen. Zwingend sind Fördergelder des Landes.

Ein Schwimmbad auch mit Außenbecken für den Sommer ist vom Tisch. Es wäre mit Blick auf die Folgekosten unfinanzierbar.

Die PROVA Unternehmensberatung hatte mehrere Varianten für den Neubau des Lehrschwimmbades in Massen vorgelegt. Hierzu zählten auch Varianten, die einen Außenbereich mit einem optionalen Freibadbecken abbildeten.

In das weitere Verfahren wurden die beteiligten städtischen Ämter und die Unnaer Wassersportvereine eingebunden, resümiert die Stadt. Es galt, die Optionen unter den Aspekten Wirtschaftlichkeit, Nutzen und Synergien zwischen der Schwimmsporthalle Bergenkamp und dem neuen Bad in Massen zu bewerten.

Wesentlich sei es gewesen, die Infrastruktur der Schwimmbäder zu stärken, vorrangig die Bedürfnisse der Schüler und Wassersportvereine zu berücksichtigen und zugleich „unter den gegebenen Rahmenbedingungen“ auch das öffentliche Schwimmangebot für die Unnaer auszuweiten.

Damit fokussiert sich die Stadt im Folgenden auf die Variante 9 des Planungsbüros. Das Vereinsschwimmen könnte damit weitgehend in das neue Bad nach Massen verlagert werden, womit in der Schwimmsporthalle Unna mehr Kapazitäten für das öffentliche Schwimmen frei würden.

Die bevorzugte Variante 9 hat folgende Eckdaten:

  • –              12,5m x 25m Becken
  • –              ca. 2,00m Tiefe
  • –              5 Bahnen
  • –              5 Startblöcke
  • –              kein zusätzliches Lehrschwimmbecken
  • –              kein Außenbecken.

„Für die Varianten mit Außenbereich wurden … deutlich höhere, schwer darstellbare Folgekosten ausgewiesen.“

Bezahlen kann die Stadt ein neues Hallenbad nur mit Fördergeldern. Diese seien „wesentlich“, schreibt sie in ihrer Vorlage für die Politik. Diese Gelder müssten aus der Städtebauförderung NRW kommen.

Als Grundlage hierfür erarbeitet das Stadtplanungsamt jetzt ein „ISEK Massen“, in das noch andere Projektentwicklungen im Ortsteil Massen einfließen sollen. Um Chancen auf Fördergeld zu haben, muss eine belastbare Entwurfsplanung bzw. Kostenschätzung vorliegen. Damit werden die Wirtschaftsbetriebe der Stadt Unna (WBU) beauftragt.

Wie lange das alles dauern wird, lässt die Stadt offen.

Quelle: Ratsinformationssystem Unna

6 KOMMENTARE

  1. Ach so für ein Schwimmbecken für Vereine ist Geld da obwohl wir in Unna am Bergenkamp eine Schwimmhalle haben . Denkt mal lieber an unsere Jugend die nur noch rumlungern seitdem auch noch die Eissporthalle abgerissen wurde .baut verdammt nochmal wieder eine Eissporthalle für Vereine und Bürger in Unna und nicht so eine Scheiss Schwimmhalle die kein Mensch braucht.ach ja ich vergaß die Fahrradstraßen die wir auch hier genug haben gebaut von unseren Steuergeldern Herr Bürgermeister.

    • Das Schwimmbad ist für den Vereinssport sowie in erster Linie für das Schulschwimmen essentiell. Sollen Kinder Ihrer Meinung nach nicht mehr schwimmen können?

  2. Dafür haben wir das Schwimmbad in Unna was ja damals extra für Vereins und Schulschwimmen gebaut wurde wozu also noch ein Schwimmbad für Vereins und Schulschwimmen??????????? Es wäre mal sinnvoll von unserer Stadt das hier mehr für Jugendliche und Kinder gemacht wird . Dann muss unsere Jugend auch nicht im Kurpark mit ihren Scootern rumlungern. Aber hier in Unna braucht die Jugend nichts . Unna ist halt Kinder und Jugend unfreundlich. Schaut euch doch mal um was hier für Jugendliche gemacht wird nichts wird hier gemacht . Im Gegenteil es wird ihnen immer mehr weggenommen. Also bleibt weiter nur noch rumlungern an Plätzen wo die Jugend auch nicht geduldet wird .Ende der diskussion.stadt Unna macht weiter so.die nächsten Wahlen kommen bestimmt.

    • Sie begreifen es offenbar nicht. Da müssen Sie auch nicht mit Satzzeichenrudeln herumwerfen. Die Schwimmsporthalle am Bergenkamp hat längst nicht genügend Kapazitäten für ALLE Vereine, ALLE Schulen und dazu noch Öffentlichkeit, die ja nun auch schwimmen gehen möchte. Bisher gibt es noch das Lehrschwimmbecken in Massen – es ist aber marode. Lesen Sie sich bitte ein wenig in die Materie ein, bevor Sie hier wutschäumend um sich schlagen. Ja, für Jugendliche ist in Unna vieles wünschenswert, und der Abriss von Freizeitbad UND Eissporthalle wird langfristig nachhängen. Fakt ist aber JETZT, dass dringend ein Ersatz für das marode Hellwegbad gebaut werden muss, bevor die Schüler und Vereine buchstäblich auf dem Trockenen sitzen. Schönen Sonntag.

      • Die damalige Entscheidung, das Schwimmbad in Massen zu erhalten und lediglich auf Sauna und Solebad zu verzichten, wäre aus heutiger Sicht möglicherweise sinnvoller gewesen.
        Denn für viele Kinder ist inzwischen unklar, wo sie schwimmen lernen und ihre Schwimmabzeichen erwerben können. Im Rahmen des Schulschwimmens werden keine Schwimmabzeichen mehr abgenommen, während bei den Schwimmkursen lange Wartelisten bestehen. Bereits in diesem Jahr stand zudem die Frage im Raum, ob Kinder ohne Schwimmabzeichen künftig möglicherweise nicht mehr in die Freibäder kommen dürfen.
        Umso bedauerlicher ist es, dass in Unna bislang kein ausreichendes und verlässliches Schwimmangebot geschaffen werden konnte. Schwimmen zu können ist keine bloße Freizeitbeschäftigung, sondern eine grundlegende Fähigkeit, die im Ernstfall Leben retten kann. Gerade Kinder brauchen deshalb die Möglichkeit, wohnortnah und regelmäßig schwimmen zu lernen, ihre Fähigkeiten weiterzuentwickeln und ein Schwimmabzeichen zu erwerben. Ein verlässliches Schwimmangebot ist damit ein wichtiger Beitrag zu ihrer Sicherheit, Selbstständigkeit und Teilhabe.

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