Lebensgefährliche Verletzungen erlitt am Dienstagmorgen (22. September) eine 69-jährige Radfahrerin bei einer Kollision mit einem Lkw auf einer Kreuzung in Dortmund. Sie trug keinen Helm.
Der Unfall passierte gegen 8:40 Uhr im Kreuzungsbereich Amtsstraße/Holtbeuteweg. Der rumänische Lkw-Fahrer (31) fuhr auf der Amtsstraße in nördliche Richtung, die Radlerin war auf dem Holtbeuteweg in südwestlicher Richtung unterwegs.
„Aus bisher ungeklärter Ursache kam es zur Kollision“, teilt die Dortmunder Polizei mit.
Die Radfahrerin stürzte zu Boden und erlitt lebensgefährliche Verletzungen. Nach einer notärztlichen Behandlung vor Ort wurde sie mit einem Hubschrauber in ein Krankenhaus gebracht.
Für die Verkehrsunfallaufnahme wurde das Verkehrsunfallaufnahmeteam des Polizeipräsidiums Dortmund angefordert. Der Kreuzungsbereich war für die Dauer der Unfallaufnahme vollständig gesperrt. Die Ermittlungen zum Unfallhergang dauern an.
Dass die Schwerstverletzte ohne Helm unterwegs war, erschließt sich aus dem anschließenden „Hinweis der Polizei“
„Ein Fahrradhelm kann bei einem Sturz oder einer Kollision vor schweren Kopfverletzungen schützen. Die Polizei empfiehlt daher, beim Fahrradfahren einen geeigneten Fahrradhelm zu tragen.“
PM Polizei Dortmund

































Dieser dumme deutsche Irrglaube das ein Fahrradhelm vor Unfälle schützt.
In den Niederlanden trägt kaum jemand beim Fahrradfahren einen Helm.
Schätzungen zufolge liegt die Quote je nach Region und Fahrradtyp lediglich zwischen 0,5 % und 5 %. In Städten wie Amsterdam tragen oft nur etwa 1 % bis hin zu unter 0,5 % der Radfahrenden einen Kopfschutz.
Wieso die Behauptung „Fahrradhelme verhüten 85% der Kopf- und 88% der Hirnverletzungen.“ (Thompson et al. 1989) nicht belastbar ist:
https://www.zukunft-mobilitaet.net/116906/verkehrssicherheit/wirksamkeit-radhelm-studie-thompson-rivara-kritik/
Warum tragen diedeutschen eigendlich zu Hause keinen Helm?
Während das Fahrradfahren im Straßenverkehr subjektiv als gefährlicher wahrgenommen wird, zeigen medizinische Datenbanken und Unfallstatistiken, dass Stürze (überwiegend zu Hause und in der Freizeit) mit über 51 Prozent der weitaus häufigste Auslöser von Schädel-Hirn-Traumata sind. Der gesamte Straßenverkehr !!! inklusive Autos + Motorräder !!! macht dagegen nur rund 21,5 Prozent aller Schädel-Hirn-Traumata aus.
Woran man die Deutschen mit ihrer „German Angst“ in den Niederlanden schon von weitem erkennt:
– Epileptikerhelm
– Gelbe Baustellenweste
– Zu warm angezogen
– 3 Liter Wasser dabei damit sie nicht „dehydrieren“
– Agressives ungebremstes vorbeifahren an Fußgänger
– Tour de France Kleidung auf dem motorisierten Fahrrad
– Fahrradhelm auch noch auf den Kopf wenn sie während der Hitze im Biergarten sitzen
– Mikroplastikstaubmaske im Gesicht während der Coronamaßnahmezeit
(in den NL gab es diese Pflicht nie)
Der bedauernswerten Dame wünsche ich von Herzen gesundheitliche Besserung !!!
Ob sie ohne Helm nicht lebensgefährlich verletzt worden wäre?
Darüber kann auch die Redaktion nur spekulieren. Genauso wie die Polizei.
Ja, vor etlichen Jahren hatte ich mich mit dieser Thematik auch beschäftigt. Während es für die aktive und passive Sicherheit bei PKW und Motorrad, von Sicherheitsgurt bis Helm, der Nutzen durchaus belegt ist, ist dies bei den Fahrradhelmen, meines Wissens nach, immer noch nicht gegeben.
„Die Polizei sagt…“, „Unfallärzte empfehlen…“ usw. Nur Meinungsäußerungen. Und nein, auch Ärzte können nicht per se beurteilen, ob ein Fahrradhelm eine Kopfverletzung vermieden oder vermindert hätte und welchen Anteil das an den Gesamtzahlen hätte.
Es gibt mehrere Länder mit vergleichbarer Infrastruktur und Ballungsgebieten, die im Laufe der Jahre das Tragen von Fahrradhelmen als verpflichtend eingeführt haben.
Leider hatte die Einführung dieser Helmflicht dort nicht den geringsten Einfluß auf die Unfallstatistiken, auch nicht bei der Schwere der Verletzungen.
Und das relativiert halt die Aussagen der „Hobbyunfallforscher“, auch die von Polizei und Unfallärzten.
Das mag aber auch an der Bauart der Helme liegen. Aber wer möchte schon mit einem zertifizierten Motorradintegralhelm auf dem Fahrrad rumfahren?
Zitat @schmunzler: „– Mikroplastikstaubmaske im Gesicht während der Coronamaßnahmezeit“
Ja, da muß man aber jetzt erstmal ausrechnen- und das je nach Gegend- ob die Mikroplastikmenge der Maske höher oder niedriger ist als die Mikroplastikmenge der Windkrafträderblätter, welche diese über Felder und Wohngebiete verblasen und dann von dieser Maske teilweise abgefangen wurden… 😉
Das jemand einen Fahrradhelm trägt stört mich nicht.
Ekelhaft wird es dann wenn derjenige andere einen aufzwingen will oder Nichthelmträger von irgendwelche fremde Mitbürger (typisch deutsch) dumm angemacht werden.
(siehe Facebookkomentare zu dem Bericht)
Obwohl bei 99,99 % der Radfahrer mit Helm das ständige tragen des Helms vollkommen sinnlos ist, weil sie nie einen schweren Unfall haben bei dem sie der Helm vor einer schweren Kopfverletzung schützt.
Ich habe jahrzehnte Erfahrung damit ohne Helm und Bremse mit bis zu über 30 km/h durch die Landschaft zu skaten:
Ich fahre so daß grundsätzlich niemals ein Unfall passieren darf.
Ich verlasse mich nicht auf einen Helm und irgendwelche Vorfahrtsregeln.
Ich verlasse mich nur darauf daß ich der Situation angepasst, und vor allem vorausschauend fahre.
Die Wegessituation bestimmt die Geschwindigkeit, nicht ich !!!
Das ist auch der wesentliche Unterschied zwischen den enspannten Niederländern und den überdrehten hektischen Deutschen die selbst beim Fahrradfahren in der Freizeit immer das „möglichst Optimale“ rasend herausholen müssen.
Aus der Clickbait Überschrift
„Polizei Dortmund empfiehlt -dringend- Helm“
ist im Text beim Zitat der originalen polizeilichen Standardfloskel das „dringend“ irgendwie verloren gegangen.
„Die Polizei empfiehlt daher, beim Fahrradfahren einen geeigneten Fahrradhelm zu tragen.“
Wenn Sie ernsthaft davon ausgehen, dass Leser wegen des Wörtchens „dringend“ auf einen Artikel klicken, in dem es um einen schon in der Überschrift so erkennbaren schlimmen Unfall mit möglicherweise tödlichen Folgen handelt, schmunzler, dann halten Sie unsere Leserschaft offenbar gänzlich für verblödet. Oder schließen Sie von sich auf andere? Im Übrigen sollten Sie mit Clickbaitevorwürfen nicht so inflationär herumwerfen, sondern sie vielleicht für Bezahlinhalte aufsparen – das ist dann wirklich ärgerlich. Ein Klick auf einen Rundblickartikel kostet Sie keinen Cent und lediglich ein paar Sekunden Zeit. Aber auch das ist inzwischen offenbar schon eine Zumutung. Schönen Nachmittag.
„Dringend“ bedeutet, dass etwas sehr wichtig ist und sofort oder sehr schnell erledigt werden muss.
Die Polizei hat gar nicht „dringend“ dazu aufgerufen einen Helm zu tragen.
Die Kommentare auf der RB Facebookseite zu dem Artikel drehen sich durch die Überschrift fast nur um die Fahrradhelmpflichtdiskussion anstatt über den Unfall selbst.