Stacheliger Großeinsatz in Lünen: Veterinäramt sichert 130 Igel aus Auffangstation

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Foto Kreis Unna

Einen solchen Einsatz hat die Kreisveterinärbehörde auch nicht jeden Tag zu leisten.

„Am heutigen Freitag, 28. August, haben die Veterinäre des Kreises Unna gemeinsam mit dem Ordnungsamt der Stadt Lünen eine Igel-Auffangstation kontrolliert. Dabei wurden tierschutzrechtliche Mängel festgestellt, die ein Eingreifen erforderlich machten“, teilte Max Rolke, Pressesprecher des Kreises, am Freitag kurz vor dem Wochenende mit.

„Rund 130 Igel wurden deshalb in andere sachkundige Hände gegeben.“

Die Auffangstation sei der Veterinärbehörde seit längerem bekannt und wurde wiederholt kontrolliert, berichtet Rolke.

„Bereits in der Vergangenheit waren Mängel festgestellt und Verbesserungen eingefordert worden. Aktuelle Hinweise und Beschwerden gaben nun erneut Anlass zu einer Kontrolle.“

Dabei zeigte sich nicht nur, dass eine nachhaltige Verbesserung ausgeblieben war, sondern dass sich die Verhältnisse gegenüber früheren Kontrollen weiter verschlechtert hatten. „Weiteres Warten war aus Tierschutzgründen daher nicht mehr vertretbar“, so die Veterinäre.

Einer der gesicherten Igel. (Foto Kreis Unna)

Die Veterinärbehörde weiß dabei um den hohen Wert ehrenamtlicher Wildtierhilfe und schätzt ausdrücklich das Engagement von Menschen, die verletzte, kranke oder hilflose Tiere aufnehmen und versorgen.

„Diese Arbeit ist anspruchsvoll und verdient Anerkennung. Sie kann aber nur im Sinne des Tierschutzes sein, wenn eine sachkundige und bedarfsgerechte Versorgung der Tiere jederzeit gewährleistet bleibt.“

Die betroffenen Igel hat die Veterinärbehörde gezielt an geeignete und sachkundige Pflegestellen und Auffangstationen übergeben. Dort werden sie nun individuell versorgt und, soweit erforderlich, tierärztlich behandelt.

„Igel sind besonders geschützte Wildtiere. Sie dürfen nur so lange wie notwendig in menschlicher Obhut bleiben und müssen wieder in die Natur entlassen werden, sobald sie sich dort selbstständig erhalten können. Wir hoffen, dass dies bei möglichst vielen der Tiere noch vor Einbruch des Winters möglich sein wird“, erklären die Ärzte aus dem Fachbereich Veterinärwesen und Lebensmittelüberwachung.

Übrigens: Im Kreis Unna gilt ein Mähverbot für Roboter in der Zeit, in der Igel aktiv sind. Informationen dazu gibt es unter dem Suchbegriff „Mähroboter“ unter www.kreis-unna.de. Wer sich darüber informieren möchte, wie man kranken oder verletzten Igeln helfen kann, findet Informationen dazu im Internet beim NABU oder dem Deutschen Tierschutzbund. PK | PKU

Quelle Kreis Unna

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