
Auf Säfte folgen Brot und Brötchen, das passt. „Nur kurze Zeit nach dem offiziellen Spatenstich nimmt die Entwicklung des Innovationsparks Fröndenberg weiter Fahrt auf“, verkündet am Donnerstag (18. Juni) die Stadt Fröndenberg:
„Mit der Bäckerei-Konditorei Niehaves GmbH & Co. KG wurde nun die zweite offizielle Reservierungsvereinbarung für eine Ansiedlung unterzeichnet. Damit setzt sich die positive Entwicklung des Innovationsparks fort und das Interesse regionaler Unternehmen am Standort bleibt ungebrochen.“
Wie berichtet, hatte kurz vor dem Spatenstich vor 14 Tagen der Getränkehersteller Amecke aus Menden einen Ansiedlungsvertrag für das Areal im Fröndenberger Westen unterzeichnet. Jetzt gesellt sich Niehaves dazu.
Geplant ist ein vielseitiger Unternehmensstandort, der deutlich über einen klassischen Verkaufs- oder Gastronomiebetrieb hinausgeht. Neben modernen Produktions- und Betriebsflächen sollen Bereiche entstehen, die Regionalität und handwerkliche Tradition erlebbar machen. Vorgesehen sind unter anderem ein Schauanbau von Getreide, familienfreundliche Angebote mit Spielmöglichkeiten für Kinder sowie attraktive Aufenthaltsflächen. Ein Cafébereich soll das Konzept ergänzen.
„Für das traditionsreiche Familienunternehmen bedeutet die geplante Ansiedlung zugleich eine Rückkehr zu seinen Wurzeln“, weiß die Stadt, denn: „Die Unternehmensgeschichte begann in Fröndenberg, bevor sich die Produktion im Laufe der Zeit am heutigen Standort in Wickede (Ruhr) entwickelte.
Mit dem Engagement im Innovationspark bekennt sich Niehaves erneut zu seiner Herkunft und schafft zugleich die Grundlage für weiteres Wachstum in der Region.“
Der neue Standort im Innovationspark soll zudem als Produktionsstandort für Greenomat dienen.
Die bestehende Kooperation zwischen Niehaves und dem Fröndenberger Unternehmen unterstreiche den regionalen Charakter des Projekts und zeige, wie durch die Zusammenarbeit heimischer Betriebe neue Entwicklungsperspektiven und zusätzliche Wertschöpfung in der
Region entstehen können, so die Stadt. Auch das Unternehmen äußert sich zuversichtlich:
„Mit dem neuen Standort möchten wir unsere Unternehmensentwicklung gezielt vorantreiben und gleichzeitig unsere Verbundenheit mit Fröndenberg sichtbar machen. Der Innovationspark bietet dafür hervorragende Voraussetzungen und passt mit seinem
nachhaltigen Ansatz sehr gut zu unseren Zukunftsplänen“, erklären Herrmann und Martin Niehaves.
Die Stadt Fröndenberg/Ruhr sieht in der neuen Reservierungsvereinbarung einen weiteren wichtigen Meilenstein für die Entwicklung des Innovationsparks. „Mit jeder Ansiedlung gewinnt das Projekt an Profil und stärkt die Position Fröndenbergs als zukunftsorientierten
Wirtschaftsstandort. Ziel bleibt es, Unternehmen attraktive Entwicklungsperspektiven zu bieten und gleichzeitig nachhaltige Impulse für Beschäftigung, Wertschöpfung und wirtschaftliche Dynamik in der Region zu schaffen.“
PM Stadt Fröndenberg
































Man merkt richtig wie die Stadt Fröndenberg in der Pressemeldung die eventuelle Ansiedlung von Niehaves für den „Innovationspark“ und das „zukunftsträchtige Kompetenzzentrum“ Schürenfeld selbstlobend höherwertiger darstellt als sie ist.
Die Stadt Fröndenberg im Januar 2024 zu dem 16 Millionen Euro Steuergeldgrab Schürenfeld:
Der Faktor Arbeitsplätze soll deshalb auch ein entscheidendes Kriterium dafür sein, welche Betriebe sich auf dem Schürenfeld ansiedeln dürfen, welche „zum Zug kommen“, so die Bürgermeisterin.
Denn es gebe bereits mehr Interessenten (über 30) als Grundstücke !
Die Wahrheit nun Mitte 2026:
Keine Verträge, aber lediglich erst einmal zwei unverbindliche „Reservierungsvereinbarungen“ die bei erfolgreichem Abschluß nicht sonderlich neue Arbeitsplätze generieren würden und nichts mit „Innovation“ gemein haben.
Ein Safthersteller der mit seinen Arbeitsplätzen aus der Nachbarstadt Menden weg geworben werden soll und ein großes Cafe mit Gastronomiebetrieb und Aushilfskräfte als „Kompetenzentrum“ für den „Innovationspark“ 🙂
Dafür zerstört man eine der schönsten und wertvollsten Ruhrhanglagen Fröndenbergs mit massive Auswirkungen für die Natur.
Den jungen Kleinstunternehmern von Greenomat mit ihren kleinen Eisständen an Hofläden und im Freibad wünsche ich wirklich Erfolg. Auch mit ihren wirtschaftlichen Schwierigkeiten wegen der gesprengten Snackautomaten.
Mit ihren kleinen Umsätzen sind sie allerdings wirtschaftlich eigendlich nicht sonderlich erwähnenswert für die Stadt Fröndenberg oder die Niehaves GmbH & Co mit ungefähr 60 Bäckereifilialen und Cafés.
Die zentrale Produktionsstätte von Niehaves soll wohl weiterhin in Wickede an der Ruhr bleiben.
Die Stadt hat das Projekt irgendwann mal vor über 10 Jahre begonnen und zieht es nun, trotz wirtschaftlich schwerer Zeiten, auf Gedeih und Verderb durch, weil halt Millionen Unsummen an Steuergelder bzw. Verwaltungs- und Behördenkosten reingepumpt wurden. (die eigendlichen Gewinner des Projekts)
In der echten Wirtschaft hätte man bei so einem Projekt längst die Reißleine gezogen.
Dort hat man in der Regel auch die meisten Flächen bereits während der Planungen konkret vermarktet bevor man überhaupt den ersten Spatenstich beginnt.
(Über die negativen Auswirkungen auf die dortige Natur und die bereits überlastete B233 könnte man auch noch einiges schreiben.)
„Wickeder Bäckerei Niehaves siedelt sich im Innovationspark Fröndenberg an“
Konkret:
Die Wickeder Bäckerei Niehaves hat lediglich eine Reservierungsvereinbarung für eine Ansiedlung unterzeichnet.