Schlag ins Kontor für die Kreisstadt. Für die dringend nötige Generalsanierung der Hellweg-Sporthallen gibt es zunächst kein Fördergeld vom Bund.
In der aktuellen Förderrunde des Bundesprogramms „Sanierung kommunaler Sportstätten“ wurde die Halle nicht berücksichtigt, teilt das Rathaus mit.
Der Haushaltsausschuss des Deutschen Bundestages hat am 22. April bundesweit 314 Projekte ausgewählt.
Die Hellweg-Sporthalle wurde dabei zwar als förderfähig eingestuft, konnte aber aufgrund der begrenzten Mittel nicht zum Zuge kommen.
Die Stadtverwaltung hatte sich mit einer Projektskizze für die Sanierung der Hellweg-Sporthallen an dem Interessenbekundungsverfahren des Bundes beteiligt. Sie betont:
„In der Mitteilung über die Ablehnung wird das Vorhaben ausdrücklich als förderfähig bewertet. Die Nichtberücksichtigung erfolgte, da die bundesweit zur Verfügung stehenden Programmmittel in Höhe von 333 Millionen Euro bereits durch andere Projekte ausgeschöpft waren.“
Die Kreisstadt bereitet nun eine erneute Teilnahme am Interessenbekundungsverfahren vor. Eine neue Förderrunde des Bundesprogramms „Sanierung kommunaler Sportstätten“ ist für den Herbst 2026 angekündigt. Die Planungen für die Generalsanierung werden bis dahin weiter konkretisiert, um die Chancen im nächsten Verfahren zu erhöhen, so die Stadt.
Freuen können sich hingegen die kleine Nachbargemeinde Holzwickede, die größte Stadt im Kreis, Lünen, oder Unnas große Nachbarstadt Dortmund.
- Holzwickede bekommt 1,7 Mio. Euro für den Ersatzneubau der Sporthalle,
- Lünen kassiert sogar 2,7 Mio. für die Sanierung der Sportanlage am Schloss Schwansbell.
- Dortmund kann mit 742.000 Euro für die Sanierung einer Sporthalle in der Nordstadt rechnen.
Auch weitere Städte in Westfalen und im Ruhrgebiet profitieren von der Sportstättensonderförderung. In Wetter/Ruhr wird z. B. eine Skaterbahn mit Fördergeld saniert, in Hagen ein Kunstrasenplatz. Die beiden höchsten Einzelbeträge von jeweils über 4 Mio. Euro fließen in eine Radrennbahn in Gera und eine große Sportanlage in Lübeck.
Das Bundesprogramm:
Im Mittelpunkt des Bundesprogramms „Sanierung kommunaler Sportstätten“ steht eine nachhaltige Sanierung der Einrichtungen. Gebäude müssen nach Baufertigstellung definierte energetische Standards erfüllen. Freibäder sollen nach Abschluss der Maßnahme möglichst klimaneutral betrieben werden können, in dem sie über eine möglichst klimaneutrale Wärmeversorgung verfügen bzw. den Anteil erneuerbarer Energien gesteigert sowie den Ressourcenverbrauch gesenkt haben. Auch bei der Sanierung von Sportfreianlagen gelten klare ökologische Vorgaben: Werden Kunstrasenplätze erneuert, müssen recyclebare nachhaltige Materialien verwendet werden. Kunstrasensysteme mit synthetischen Füllstoffen sind von der Förderung ausgeschlossen.
Quellen Stadt Unna/PM, Bundesministerium für Wohnen, Stadtentwicklung und Bauwesen




































