Nach Fällung an Friedrich-Ebert-Straße: Junger Ahorn ersetzt 100 Jahre alte Kastanie

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Junger Ahorn ersetzt alte Kastanie - Foto Stadt Unna

+++ Update am 17. Mai: Ahorn ersetzt Kastanie +++

Anfang April musste die Stadt Unna an der Friedrich-Ebert-Straße in Höhe der Hausnummern 9 bis 11 eine Kastanie fällen lassen. Am heutigen Freitag pflanzte ein Fachbetrieb an derselben Stelle einen jungen Ahorn ein. Bei der alten Kastanie war im Frühjahr ein Pilzbefall festgestellt worden. An ihrer Stelle wurde nun ein Ahorn gepflanzt, der mit den Auswirkungen des Klimawandels besser zurechtkommen soll als seine Vorgängerin.


„Akute Gefährdung der Verkehrssicherheit an der Friedrich-Ebert-Straße“, meldete die Stadt Unna kurz vor Ostern: Im Rahmen der turnusmäßigen Kontrolle ist an einer Kastanie an der Friedrich-Ebert-Straße ein Pilzbefall festgestellt worden.

Es handelt sich um den Baum unmittelbar am Kreishauskreisel in Höhe der Hausnummern 9 bis 11.

Die Stadtbetriebe haben nach der Pilzfeststellung eine genauere Untersuchung veranlasst.

„Diese hat leider ergeben, dass der Stamm des rund 100 Jahre alten Baumes bereits zu einem Drittel morsch ist“, berichtet die Stadt.

„Dadurch ist ihre Standsicherheit gefährdet, insbesondere, wenn sie im Verlauf des Jahres Laub und Kastanien trägt und damit eine größere Masse auf den Ästen und dem Stamm lastet.“

Da die Kastanie darüber hinaus in einem stark frequentierten Bereich liegt, der als Schulweg und Buslinie genutzt wird, haben die Stadtbetriebe in Absprache mit dem Umweltamt entschieden, die Kastanie kurzfristig zu fällen. Es gelte, eine Gefährdung von Menschen auszuschließen.

Die Kastanie wird daher bereits am Donnerstag, 4. April, mit Hilfe eines Krans in mehreren Schritten gefällt. Hierfür ist eine Vollsperrung der oberen Friedrich-Ebert-Straße erforderlich.

„Die Maßnahme wurde bewusst in die Osterferien gelegt, um möglichst wenig Abläufe zu stören“, merkt die Stadt an.

Für die 100 Jahre alte Kastanie ist eine Ersatzpflanzung an derselben Stelle vorgesehen.

Pressemitteilung: Stadt Unna

Die Ankündigung erinnert an den tragischen Mittag vor fast genau 9 Jahren, am 31. März 2015, als im orkanartigen Sturm „Niklas! die 100 Jahre alte Kastanie vor dem Café Koch umkippte.

Der Riesenbaum stürzte mitsamt Wurzelballen mitten auf die Friedrich-Ebert-Straße und begrub einen Rollerfahrer der Tafel Unna unter sich, der in diesem Moment dort vorbei fuhr.

Der 51-Jährige erlitt schwere Verletzungen, an denen er später verstarb.

1 KOMMENTAR

  1. Mit Esoterik habe ich rein gar nichts am Hut, aber es gibt in der Natur „besondere“ Erscheinungen:
    Bäume besitzen keine Sprache oder Lautäußerungen wie wir Menschen oder Tiere. Dennoch kommunizieren sie miteinander. Die Kommunikation erfolgt mittels eines Pilzgeflechtes und einem Netzwerk aus Wurzeln, die sich flächendeckend über und unter dem Waldboden erstrecken. Auch Bäume sind komplexe Organismen:

    https://www.infranken.de/ratgeber/wissenschaft-forschung/von-wegen-stiller-wald-so-reden-baeume-miteinander-art-5244758

    Südlich von Unna kann man ab dem Ruhrtal in die Wälder eintauchen und bis nach Lüdenscheid durchwandern, ohne großartig Zivilisation und Menschen um sich herum zu sehen. Mit Millionen Bäumen um sich herum.

    Wenn man dann danach die einzelnen zubetonierten Bäume in der Stadt sieht………..

    Unter Schwarz/Grün wurde inzwischen fast die letzte freie Fläche in Unna unwiederruflich zugebaut. Dort feiern inzwischen manche von der Natur entfremdeten Bewohner Bänke und Blumenkübel auf einer zugebauten Fläche neben dem Autoverkehr als Ökooase, mit der sie die Natur und das Weltklima retten. NRW hat mehr Baumfläche (27%) als Siedlungsfläche (16,8%) und an Landwirtschaftsfläche 46,8%. Wenn die dann mal südlich von Unna in die richtige Natur eintauchen, brauchen viele dazu Special Outdoorkleidung, Helm, gelbe Weste, Naviführung und ein motorisiertes Fahrrad mit betonierten Fahrradwegen dazu.

    Unser ehemaliges Grundstück in der Nähe von der Innenstadt hatte mehr Baumbestand als das Reallabor und die neue Verweilfläche an der Morgenstraße zusammen. Natürlich ist es auch inzwischen bis auf den letzten Meter lukrativ zubetoniert. Dort kaufen dann vielleicht 10 Stadtbewohner ihre kleinen Betonstadtwohnungen im Bauhausstil mit Tiefgarage darunter und Kiesbett davor. So ist das überall in Unna. Die ehemalige Westebbe Fläche, die ehemalige Mühle Bremme Fläche oder die Fläche an der Hertinger Straße hätte man auch aufforsten können. Stattdessen schaltet der GRÜNE Wiggerich auf einem Pressefoto den Lichtschalter aus um damit das Weltklima zu verändern. Bizarrer geht es nicht mehr.

    Das rein symbolische klammern an einen einzelnen Baum rettet da auch nicht mehr viel.

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