Moderne Wärmepumpe im Altbau von 1900: Ein Hausbesitzer aus Kamen schildert seine Erfahrungen

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Die Wärmepumpe für den Altbau hat ansehnliche Ausmaße. (Foto Privat)

Moderne Wärmepumpe im Altbau – funktioniert das? Und wird es mit der Wärmepumpe in altem Gemäuer tatsächlich auch richtig warm?

Ein Hausbesitzer aus Kamen schildert uns auf Bitte unserer Redaktion seine Erfahrungen mit moderner Heiztechnik im Altbau. Konkret: mit Wärmepumpe und Photovoltaik.

Seine Erfahrungen erheben selbstverständlich keinen Anspruch auf Repräsentativität.

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Der Eigentümer berichtet:

„Nennen wir es mal eine Vorahnung. Und dadurch, dass ich in meiner Freizeit früher praktisch ausschließlich Nachrichten geschaut habe, wusste ich, was kommt.

Ein Jahr vor dem russischen Angriff auf die Ukraine war der Schornsteinfeger da. Er meinte, wir sollten mal langsam in Richtung neue Heizung planen, so auf die nächsten zwei bis drei Jahre. Keine Ersatzteile mehr, zu alt, die Gasheizung.

Noch nahm keiner Russland ernst, Verträge wurden immer wieder gebrochen, auch von deutscher Seite. Ich meinte zu meiner Frau, es wird bald Krieg geben (Monate vorher, kaum Anzeichen), warte ab, wie teuer Gas, Strom, Essen wird! Nein ich bin kein Freund von Krieg, auch kein Freund von Russland. Aber leider war es berechtigt, kaum einer sah die Anzeichen.

Also fing ich an, Alternativen zu suchen zu Gas etc. Dann sah ich im Fernsehen beim Durchzappen einen Beitrag: eine Spezialfarbe, extra für warme Wände im Altbau. Schnell war ich angefixt. Dann fing meine Frau an: Hier in der Nähe ist eine Sanierungsmesse.

Sind hin. Haben uns dann alles angeschaut. Das war noch, bevor das mit dem Grünenwahn kam und alle nach Wärmepumpen schrien. Ich habe zu der der Zeit auch noch nicht groß darüber nachgedacht: Wie soll das werden, Altbau von 1900, alte Heizkörper, kaum Dämmung, Lehmwände.

Schnell hingen wir auf der kleinen Messe am Stand eines staatlichen Beraters für Sanierungen etc. fest. Das war noch kurz vor den ganzen Erhöhungen. Er sagte, in ein paar Wochen werden die Preise anziehen.

Schnell bekamen wir ein dicken Ordner. Ich machte ihm klar, dass ich eigentlich nur wegen der Heizung da war. Überspringen wir alles, meinte er, nur schau, dass du eine Dämmung der Kellerdecke und des Dachbodens machst und wenigstens die Haustüren, nach und nach, auch wenn es Jahre dauert. Mach es selber, du bist Maler und hast die nötige Zertifikate. Für das Material beschaffen wir Fördergelder.

Wenn das alles fertig ist, bau eine hocheffiziente Wärmepumpe für Altbauten ein, alternativ eine Pelletheizung. Die Förderung ist riesig zur Zeit, erklärte der Berater.

Dann fing es an, ein Heizungsbauer nach dem anderen. Wärmepumpe geht nicht. Pellets gehen nicht (weil in jeden Raum im Keller Abwässerschächte etc. liegen – wenn was hochkommt aus diesen Schächte, ist alles kaputt.) Und höchstens die Hobbyräume unter dem Anbau sind groß genug – Deckenhöhe normal, das übrige Haus ist niedriger.

Aber es würde sowieso keine Möglichkeit geben, die Pellets dorthin zu bekommen ohne Nachbarschaftsstreit. Die Situation ist schwierig, geteiltes Grundstück. Einer der drei hat vor dem Kauf seine Verträge nicht gelesen. Und fängt immer wieder Streit an, obwohl er nie im Recht war.

Ich wollte keinen weiteren Streit anfangen, und es war ja laut Heizungsbauer sowieso problematisch.

Dann wurde uns ständig gesagt, macht doch wieder Gas. Und ich, nein, Gas wird immer teurer. Das war am Anfang des Krieges. Dann habe ich den Energieberater angerufen, und er vermittelte uns zu zwei Firmen. Der ersten habe ich abgesagt, weil wieder der Vorschlag kam: Gas. Bei der zweiten habe ich zugesagt: eine Luftwärmepumpe, die sehr effizient ist mit 16 kW Leistung, extra für Altbauten.

Die Wärmepumpe war noch gar nicht auf dem Markt. Aber verschiedene Heizungsfirmen hatten jeweils zwei Einzelstücke bekommen für Testzwecke beim Kunden. Ich hab gedacht, was für ein Glück, ich bin einer von zweien bei dieser Firma.

Preis, mit neuen Rohren (mein Haus hatte voll dicke Rohre, die sich z. B. durch den kompletten Flur gezogen haben und die Küche), komplett neuen Heizkörpern und Stromkästen: Rund 52.000 Euro.

Viel Geld, aber Gas hätte auch schon 28.000 Euro gekostet. Ich wollte diese Rohre weghaben, wollte sie nicht mehr sehen. Habe knapp 21.000 Euro wiederbekommen durch die Förderung. Also kam Gas endgültig nicht in Frage, ich wollte in die Zukunft investieren, und der Preis war dank der Förderung fast der gleiche.

Und auch, weil uns der Energieberater schon gewarnt hat: Die Regierung dreht bald durch, erste Anzeichen sind da. Fast hätten wir die Wärmepumpe auch nicht bekommen. Wollten Dezember ´22 einbauen, mussten aber absagen, weil die Förderung noch nicht bewilligt war.

Der Berater hatte auch ziemlich lange gebraucht, den Förderantrag einzureichen. Das war nicht seine Schuld – wir brauchten erst einmal Kostenvoranschläge. Auf den letzten Drücker, ich weiß noch, es war ein Donnerstag, rief er an: bis Sonntag müsse er den Antrag auf Förderung einreichen, dann würde sie gesenkt.

Schnell machte der Heizungsbauer alle Unterlagen fertig, damit alles pünktlich eingereicht werden konnte. Es war ein Bangen, schließlich ging es um mehrere 1000 Euro.

Anfang Februar 2023 hat es funktioniert, eine Bewilligung der großen Förderung plus 5 Prozent durch den Berater. Dem Heizungsbauer das Okay gegeben in der Hoffnung, dass die Wärmepumpe noch da ist, weil er im Dezember gesagt hatte, der nächste Kunde, der Interesse hat, bekommt sie, wir können nicht reservieren.

Glück gehabt. An einem Freitag Mitte März der Anruf: Wir kommen Montag vorbei.

Sehr kurzfristig. Ich musste so viel vorbereiten. Schränke umstellen, Kästen, wo zum Teil Leitungen durchgeführt haben im Flur, abreißen. Auch musste ich zwei Kredite aufnehmen, einmal 32.000 Euro und einmal 20.000 Euro.

Jetzt kommen wir zur KfW. Meine Bank schickte eine Anfrage wegen eines Renovierungskredits. Ich war nur am Kopfschütteln und der Bankberater auch. Teurer als bei meiner Hausbank, um 1,2 Prozent. Und das bei einer staatlichen Bank, die den Bürger unterstützen soll.

5,8 Prozent KfW, Hausbank 4,6 Prozent. Haben dann einen Kredit auf 10 Jahre bei unserer Hausbank abgeschlossen, obwohl ich sauer war. Man wird bestraft, obwohl man doch etwas für die Umwelt tun möchte.

Seid euch im Klaren, so eine neue Heizung bedeutet jede Menge Dreck, wenn man wie wir in dem Haus wohnt. Einige Enttäuschungen. Gerade im meiner Hobbywerkstatt, wo angeblich nur die linke Ecke für die Heizung wegfallen sollte – am Ende nahm die Anlage fast den gesamten Raum ein.

Und das Problem, wo kommt das draußen hin. Riesige Ausmaße, gerade die für Altbauten. Und die Überlegung: Grabe ich selber, oder lasse ich eine Firma kommen?

Ich hab´s dann selber gemacht. Das war eine Nacht- und Nebelaktion. Um 21 Uhr hab ich mit dem Presslufthammer einen Teil der Terrasse abgerissen. War mir egal, bis 22 Uhr durfte man. War eine schlechte Kommunikation, hatte kein Werkzeug, musste auf meinen Bruder warten. Aus einem kleinen Graben wurde dann ein riesiger, weil die Schläuche nicht biegsam waren. Mir tat alles weh, schnell, schnell. Bereue es, keine Firma angeheuert zu haben, man denkt, kommt, sparen wir uns das teure Geld…

Da ich mich vorher informiert hatte, wusste ich, dass der Stromverbrauch riesig sein würde. Aber ich würde keinen weiteren Kredit mehr bekommen für Photovoltaik. Dann kam ich zu dem Entschluss: mieten, bei einer riesigen Firma.

Als der Besichtigungstermin war, war der Elektromeister des Heizungsbauers sauer. Warum sagst du das nicht, dass du Solar vorhast? Die Anlage ist für Photovoltaik nicht ausgelegt, wir haben die Stromkästen alle nicht drauf angelegt. (Ach so, Kästen hatten wir auch noch gemacht, man muss ja mit der Wärmepumpenförderung spielen, das zählt nämlich auch dazu, wenn man alles in einen Abwasch macht ;-).

Dann sollte ich den Kostenvoranschlag dem Meister geben. Dann kam ein Gegenangebot: 10 Jahre, knapp 190 Euro monatlich über deren Hausbank, in Gegensatz zur Miete 20 Jahre knapp 210 Euro pro Monat. Außerdem verlören wir die Garantie, wenn eine Fremdfirma an deren Kästen geht. Aber er hätte keinen Druck zu machen brauchen. Mir war klar, die Heizungsbauer bekommen den Auftrag, wenn die den Kredit für die Photovoltaikanlage durchbekommen.

Alle Planungen waren durch, Kredit genehmigt, Sommerferien, um noch so viel Strom wie möglich zu erzeugen. Dann wurde alles teurer. Die Anlage, die die verbauen, hat keine Zulassung. Weil etwas mit dem Wechselrichter nicht stimmte.

Hatten die Wahl, verbauen (mit der Gefahr das sie abgeschaltet wird), ein anderes Modell verbauen zum selben Preis – zu guter Letzt waren es 600 Euro mehr, aber besser als eine Anlage mit Notstrom.

Dadurch, dass Sommer war, war die Heizung nur auf Brauchwasser, kaum Kosten. Seit April lief sie nicht, es war ja erträglich warm. Die ersten Zweifel kamen mir, ob das richtig war mit der Photovoltaik. Ständig wurde die Installation abgesagt, oder es erschien niemand zum vereinbarten Termin. Aber das Geld war weg, und die Raten für die Kredit flossen.

Unseren Stromabschlag hatten wir zum Glück erhöhen lassen, weil das mit der Photovoltaik doch alles sehr spontan war. Von ca 3000 kW auf knapp 6000 kW. Hab nicht damit gerechnet, dass es so teuer wird. Ich dachte, eine Wärmepumpe ist effizient und stromsparend.

Dann wurde es kälter. Noch nie kühlte das Haus so ab. Weil wir ein Baby zu Hause hatten, fackelten wir nicht lange und nahmen die Wärmepumpe im Betrieb. Natürlich wie gewohnt aufgedreht, damit es mucklig warm wurde.

Ich hatte extra den Zählerstand aufgeschrieben. In zweieinhalb Wochen 1800 kWh. Der Ruin war nah.

Ich begann mich mit dem Elektromeister der Heizungsfirma zu streiten. Wo bleibt die Photovoltaikanlage! Endlich ging es los. Monate hatte er versucht, einen Gerüstbauer zu finden. 8 Wochen stand das Gerüst vor der Haustüre, ich musste es sogar selbst anmelden, weil er es vergessen hatte. 8 Wochen für 3 – 4 Tage auf dem Gerüst.

Die Installation der Photovoltaik zog sich Monate. Ich war immer mehr gereizt. Dann kam die Abnahme, die dann abgesagt wurde wegen falscher Unterlagen und vergessener Unterlagen durch den Elektrikermeister.

Im Januar war es endlich soweit, Abnahme, Wärmepumpenzähler, neuer Stromzähler. Bis dahin konnte ich keinen deutlich günstigeren Wärmepumpenstrom erzeugen. Beim Einbau war ständig der Strom ausgefallen. Das im Winter mit einem Baby im Haus.

Im April bekommen wir die Abschlussrechnung, weil wir dem Stromanbieter gekündigt haben. Das wird böse enden. Und ein neuer Anbieter ist nicht in Sicht, da die Stadtwerke hier es nicht im Griff bekommen, unsere neuen Zählernummer weiter zu geben.

Wärmepumpenstrom bekommen wir jetzt im April, nach langem Hin und Her, ständigen Zahlenvertauschungen und falschen Nummern. Auf Normalstrom haben wir jetzt noch eine Chance, dann kündigt uns die Stromfirma, nach x Versuchen mit unseren Stadtwerken, die nichts hinbekommen.

Hatten sogar ein Brief bekommen, willkommen in unseren Grundtarif bei unseren Stadtwerken. Sauteuer, aber ich hab denen jetzt gesagt: Kriegt ihr das jetzt so langsam nicht in den Griff, verklage ich euch. Ihr bekommt keinen Cent, nur unser Neuanbieter.

Seit Januar ist unser Stromverbrauch gesenkt, auch wenn nicht viel Sonne da ist. Es bringt was, macht alles erträglicher.

Haben nach dem 2,5 Wochen mit 1800 kWh auch reagiert. Es ist nicht warm und nicht kalt. Meine Frau findet das angenehm. Ich bin eine Frostbeule geworden, das sagt einer, der im Winter mit T-Shirt rumrennt. Heizdecken, Heizbettunterlage. Haben die Heizung runtergedreht und nicht im ganzen Haus an. Um den Stromverbrauch zu drosseln und nicht in den Ruin zu geraten.

Aber seit Januar ist es zum Glück besser. Die Photovoltaik bringt etwas, auch bei wenig oder kaum Sonne.

Was würde ich zum Schluss sagen:

Lieber warten, gerade bei Altbauten ohne Fußbodenheizung bringt eine Wärmepumpe nicht viel, es sei denn, man investiert sehr viel. Aber es gibt ja Gründe, warum Leute sich für Altbauten entscheiden. Gerade Wärmedämmung macht schnell den Charme des Hauses kaputt.

Und falls man sich doch für eine Wärmepumpe entscheidet: Zuerst die Photovoltaik. Dann bleiben die Stromkosten überschaubar. Auch in Monaten mit wenig Sonne.“

  • Name und Kontaktdaten des Lesers sind der Redaktion bekannt.

13 KOMMENTARE

  1. 21 TAUSEND euro „Förderung“ (=die anderen Zahlen)? Das ist doch absoluter Wahnsinn. Und dann noch „Man wird bestraft“, wow

  2. „Von ca 3000 kW auf knapp 6000 kW.“ sie meinten wohl kWh.

    Angaben die mir im Artikel fehlen:
    – beheizte Fläche
    – wieviel m³ Gas wurden vorher verbraucht
    – welche Vorlauftemperatur müssen sie fahren

  3. Der letzte Abschnitt ist grob fahrlässig.
    Die Stromkosten einer Wärmepumpe bleiben nicht „überschaubar“ mit einer PV-Anlage.

    Wir leben in einem 17 Jahre altem KfW-60 Hau, also schon Recht ordentlich gedämmt. Rinr Luft-Wärmepumpe hatten wir von Beginn an, eine 24kWp PV-Anlage seit letzten Jahr.

    Ergebnis im Januar: 360kWh hat die PV-Anlage produziert, 57% davon wurden selbst verbraucht.

    Die Wärmepumpe hat 970kWh verbraucht.

    Bedeutet unter dem Strich, durch die PV-Anlage 20% des verbrauchten Heitstroms selbst erzeugt.

    Per se passen Wärmepumpe und PV-Anlage nicht gut zusammen. Der eine verbraucht am meisten in der dunklen kalten Jahreszeit, der andere produziert am meisten in der hellen warmen Jahreszeit.

  4. Vielen Dank für den Bericht.
    Zeigt er einmal mehr die irrationale Politik des Märchenerzählers in Berlin.

    Mitsamt seiner protegierten, ideologisch verblendeten Mischpoke als Berater werden unrealistische Entscheidungen getroffen.

    Und weil die Bürger die nicht umsetzen stehen die nächsten Zwangsmaßnahmen durch eine geplante Reduzierung des kompletten Gasnetzes bevor.

    Geistlosere Politik kann man nicht betreiben.

  5. Bei dem Bericht sträuben sich die Nackenhaare.
    Hier wurde einer vom Heizungsbauer schön gerupft und hatte Schwierigkeiten mit seinem Stromversorger. Das hat aber nix mit der Wärmepumpe zu tun.
    Auch die unqualifizierten Kommentare sind mal wieder etwas ganz Besonderes.
    Keiner hat nen Altbau und keiner eine Wärmepumpe aber dummschwatzen bis sich die Balken biegen.

    Mein 126 Jahre altes Haus mit 200qm wurde im letzten Februar auf eine Wärmepumpe umgestellt. Nach Förderung kostet mich der Spaß knapp 17.000 Euro. Eine Gasheizung im Austausch wäre 12.000 Euro teuer, so dass der Unterschied bei ca. 5.000 Euro lag.

    Ich verbrauchte im Jahr 10.000 kWh Strom, gegenüber 40.000 kWh Gas mit der vorherigen Gasheizung. Nach Abzug der Leistung meiner Photovoltaikanlage war meine Einsparung gegenüber der Gasheizung ca. 800 Euro im Jahr und wir heizen das ganze ungedämmte Haus auf 22 Grad.
    Die Umrüstung bei einem Altbau auf Wärmepumpe klappt, sofern man ein Profi hat der sich darum kümmert.
    Bis auf das Auskühlen des Hauses beim Umklemmen der Heizung haben wir nahezu keine Beeinträchtigungen gehabt, es mussten auch keine neuen Rohre verlegt werden, ich wollte nur 4 Heizkörper im Wohnzimmer austauschen lassen und das war sehr schnell erledigt.

  6. Wärmepumpe gegen öl Heizung 1 1/2 Jahre in Betrieb Inden letzten 12 Monaten 14 000 kW Strom Verbrauch und vorher 6000 Liter Heizöl . Ölheizung 50 kW. Wärmepumpe 2 x 28 kW im Mehrfamilienhaus beheizte Fläche 450 qm den Einbau habe ich selber vorgenommen.

  7. Ich könnte wirklich kotzen bei solchen Berichten und den Kommentaren hier.
    Warum werden da 16 kW verbaut und ein riesiger Pufferspeicher? Ich könnte wetten, dass das völlig überdimensioniert ist. So sollte man keine Wärmepumpe planen.
    Ich habe meine Wärmepumpe im Altbau aus den 80ern mit Heizkörpern eigenständig eingebaut. Ja, war viel Arbeit. Aber ohne jede Förderung habe ich 9000 Euro gezahlt einschließlich Entfernung der alten Ölheizung und Elektrikerarbeiten, die ich nicht selber gemacht habe. Es ist eine 7 kW Anlage, während die Ölheizung vorher 25 kW hatte. Kein Pufferspeicher, keine hydraulische Weiche. Ja, ich habe die Thermostate von den Heizkörpern abgeschraubt und die Wärmepumpe läuft einfach 24/7 durch. Das Haus ist warm.
    Jetzt verheizen ich statt 20.000 kWh (2000l Öl) nur noch 3.200 kWh Strom.
    Die Heizungsinstallateure in Deutschland haben keine Ahnung. Das ist das Problem. In anderen Ländern geht’s auch und die Wärmepumpen kosten viel weniger.

  8. Wo leben wir? In einer Planwirtschaft, um es Mal vorsichtig auszudrücken, oder in einer freien Marktwirtschaft?
    Da ist einer der will überall bei den Leuten diese sch….. Wärmepumpen sehen und Alle sollen das machen.
    Dabei wird der Strom von Kohlekraftwerken hergestellt. Wo wird da die Umwelt geschont?
    Soll der Strom zu 100% ohne CO2 Ausstoß hergestellt werden und wir heizen mit Strom. Dann ist Alles erledigt. So einfach ist das. Stattdessen wird mittlerweile versucht, die Stromherstellung auf den Rücken des kleinen Mannes zu schnallen.
    Der selber dreht seine Gasheizung zu Hause voll auf, denn das zahlt der Steuerzahler.
    Was soll der ganze Quatsch mit Wärmepumpe usw.?
    Jeder heizt in der Form, die für ihn am Besten ist.
    Die heutigen Therme oder Autos sind sehr weit entwickelt. Das hat auch viel Geld gekostet.
    Hersteller von Gasthermen zahlen auch Steuern und beschäftigen Leute.
    Wenn die weg sind gibt es andere Probleme. Mehr Arbeitslosigkeit usw.

    • So ein Quatsch. Der Strom in Deutschland kommt im Winter zu einem großen und immer größer werdenden Teil aus Wind-Energie. Die Braunkohle wird zurückgebaut.
      Die Wärmepumpe heizt auch nicht mit Strom, sondern mit Umweltwärme. Strom wird nur gebraucht, um den Kompressor und Ventilator zu betreiben.
      Bei einer Gastherme brauche ich auch Strom zum Betrieb.
      Gezwungen wird im Übrigen niemand. Man kann auch seine alte Gastherme weiter betreiben oder eine gebrauchte kaufen.
      Nur neue Gasthermen braucht niemand. Wärmepumpen sind viel günstiger. Das machen uns andere Länder wie z.B. die Skandinavier vor.
      Das Strom so teuer ist, liegt auch nur daran, dass wir eine Stromsteuer haben. Wir haben aber keine Gassteuer. Das ist Planwirtschaft, die uns zwingen soll Gasthermen zu installieren.

  9. Ok, da war also jemand, der seinen Bau nicht koordiniert bekommt, keinen fähigen Planer und Installateur gefunden hat und auch selber keine Ahnung hat. Es klingt sogar eher so, als hätte er sich die Geschichte ausgedacht, so unsinnig sind die Zahlen.
    Ich verstehe die ganzen Diskussionen nicht. Wärmepumpen funktionieren seit Jahrzehnten in kälteren Ländern mit schlechter gedämmten Häusern. Warum sollten sie ausgerechnet hier nicht funktionieren?
    Das einzige Problem sind die verhinderten Ausbauten von Erzeugung, Netzen und Speichern in den letzten 20 Jahren. Aber auch so sind Wärmepumpen die beste Alternative für >90% der Häuser. Als ich vor 15 Jahren gebaut habe, konnte ich schon wählen, ob ich Wärmepumpe oder Gas wollte. Kreuz links oder rechts. Keine Experimente oder Sonderlösungen, einfach Standard. Seitdem läuft die Pumpe problemlos und ich verbrauche 2700 KWh. Pro Jahr. Das sind unter 1000€ für Heizung und Warmwasser im Jahr. Diese Schmutzkampagne geht mir so auf die Nerven! Wer glaubt denn diesen Unfug?

    • Sie haben die Wärmepumpe in einen Neubau installiert und nicht in einen Altbau und schreiben somit am eigendlichen Bericht vorbei!

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