AfD-Demo „Remigration jetzt“ in Massen – Runder Tisch gegen Rassismus lädt zur Gegenkundgebung

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Archivbild Integration, Interkulturelles Fest in Unna - Quelle S. Rinke

„Für demokratischen Zusammenhalt in Unna“ ruft der Runde Tisch gegen Gewalt und Rassismus Unna am kommenden Dienstag auf, 29.08..:

Für diesen Tag ist nachmittags in Unna-Massen auf dem dortigen Marktplatz eine Kundgebung unter dem Thema „Remigration jetzt“ angemeldet – laut der Ankündigung des Runden Tischs von „Rechtsextremisten“.

Wie unsere Redaktion inzwischen erfuhr, ist der Veranstalter der AfD-Bundestagsabgeordnete Matthias Helferich. Der Kreisverband der Alternative für Deutschland ruft zur Teilnahme an der Demo auf.

In seinem Aufruf zur Teilnahme schreibt der AfD-Kreisverband:

„Demonstration für eine sichere Heimat in Unna-Massen.

In der vergangenen Woche musste ein Großaufgebot der Polizei eine Massenschlägerei in der Flüchtlingsunterkunft Unna-Massen beenden. Auch die Einrichtung in Selm gerät immer wieder durch Ausschreitungen von Migranten in die Schlagzeilen.

Die Massenmigration nach Deutschland setzt sich ungebremst fort. Lediglich die AfD setzt sich für sichere Grenzen, Sach- statt Geldleistungen für Migranten und die Remigration illegaler und insbesondere krimineller Migranten ein.

Um unseren Forderungen Nachdruck zu verleihen, versammeln wir uns am kommenden Dienstag, den 29.08.2023, um 18 Uhr auf dem Marktplatz/Gemeindeplatz in Unna-Massen. Hier erwarten Sie Reden von der Lüner AfD-Stadträtin Friederike Hagelstein, dem stellv. Kreissprecher der AfD Unna, Nils Hartwig, und dem AfD-Bundestagsabgeordneten Matthias Helferich.“

Helferich, geboren 1988 in Dortmund-Hombruch, ist Rechtsanwalt, war stellvertretender Landessprecher der AfD in NRW und gehört seit 2021 als fraktionsloser Abgeordneter dem Deutschen Bundestag an.


Wie berichtet, hatte es in der Erstaufnahmeeinrichtung (EAE) in der vergangenen Woche mehrere große Polizeieinsätze gegeben – es gab eine Massenschlägerei, sexuelle Übergriffe und eine Messerattacke unter Bewohnern der großen Flüchtlingseinrichtung des Landes.

Die Vorfälle machten landesweit Schlagzeilen und heizten die Diskussionen um den künftigen Kurs der Flüchtlingspolitik weiter an.

Der „Runde Tisch gegen Gewalt und Rassismus Unna“ lädt für den Tag der AfD-Kundgebung bereits um 16 Uhr auf den Marktplatz in Massen ein, um, so heißt es in der Ankündigung,

„… der extremistischen Hetze ein deutliches zivilgesellschaftliches Zeichen entgegenzusetzen.

Der ehemalige Landrat des Kreises Unna Michael Makiolla wird verdeutlichen, wie die gesellschaftlichen Herausforderungen konstruktiv zu gestalten sind und was dafür erforderlich ist.“


Für ein symbolisches Zeichen können bunte Regenschirme mitgebracht werden, so der „Runde Tisch“.

Sprecher des Gremiums ist Klaus Koppenberg, Ratsvertreter der Unnaer Grünen.

  • Anmerkung unserer Redaktion:

Der Runde Tisch Unna, so erläutert der Sprecher des Gremiums, Klaus Koppenberg (Ratsherr Die Grünen), auf der Facebookseite des Rundblicks, sei

„ein breit getragenes Bündnis von Bürgern, Institutionen und Parteien in Unna, an dem nach demokratischen Regeln gestritten wird. Einstimmig wird dort jedoch die Auffassung vertreten, dass es für die Auseinandersetzung mit gesellschaftlichen Spannungen bestimmter Regeln bedarf. Genau das wird bei der Veranstaltung am kommenden Dienstag in Unna Massen beispielhaft dargestellt, weil es genau an dieser Stelle und zu diesem Thema von besonderer Bedeutung ist.“

Genau dieser Runde Tisch war allerdings im Frühjahr 2017 maßgeblich an einer „Studie“ beteiligt, die das Ziel hatte, den Rundblick als Medium und damit auch seine Leserschaft als rechtpopulistisch zu diffamieren und faktisch Existenzen zu zerstören. HIER ist der Vorfall nachzulesen.

Bis heute hat sich der Runde Tisch von dieser infamen Kampagne nicht öffentlich distanziert. Unsere Redaktion bedauert das, da es der Glaubwürdigkeit des Gremiums in seinem Selbstverständnis als Wächter der Demokratie zuträglich wäre.

6 KOMMENTARE

  1. Runder Tisch? Da war doch was? Richtig, das war doch die Truppe die zusammen mit Leuten aus dem Umfeld der evangelischen Akademie Villigst in widerwärtigster Weise gegen ein kritisches Medium und seine Leser vorging, mit Methoden die man sonst in Stasi-Handbüchern vermutet. Aber schließlich waren viele heutige Grüne und Mitglieder der evangelischen Kirche ja Stützen des DDR-Systems. Im Prinzip sind sie das ja auch heute noch….

  2. Der „Runde Tisch“ ist außer Stande ein Zeichen gegen „extremistische Hetze“ zu setzen da die Teilnehmer gleichartig agieren.
    Halt nur nicht Rechts sondern unverbesserlich und unverdrossen Links.
    Wesentlich beeinflusst und bestimmt von den Grünen lässt sich der Runde Tisch sein vorgefasstes ideologische Gedankengut nicht kaputtmachen.

    Probleme, wie wir sie derzeit vor Ort haben bezgl., Migration wird nicht gesehen, will man nicht sehen und Sorgen der Bürger werden ignoriert.
    Man kann es aber auch mit „wegerklären“ versuchen wie am Dienstag geplant.

  3. Von dem ehemaligen Landrat Makiolla hätte ich eher erwartet, dass er in seiner aktiven Zeit mal seine Aufsichtspflicht über die ihm unterstellte Veterinärbehörde des Kreises wahrgenommen hätte. Der Schlachthofskandal hatte nämlich damals schon seinen Anfang genommen und nicht erst unter Herrn Löhr. Aber gut versorgt und ausgeruht glaubt man wohl eher auf populistischen Versammlungen radikaler, hetzender Grüppchen aus dem linken und grünen Umfeld Punkte sammeln zu können…

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