Fluglärmgegner: Airport schrammte am 5. 12. nur knapp an einer Katastrophe vorbei

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Foto Schutzgemeinschaft Fluglärm

„Dortmunder Flughafen am 05. Dezember 2022 knapp an Katastrophe vorbei geschrammt“, meldet die Schutzgemeinschaft Fluglärm (SGF) – und kritisiert hart die Airport-Geschäftsführung:

„Über jeden unwichtigen „Pups“ setzt der Flughafen Dortmund eine Pressemitteilung ab. Sei es zu Spendenaktionen der Passagiere oder Ausbildungsstart von vier Auszubildenden.

Über die unschönen Ereignisse verliert der Dortmunder Flughafen jedoch kein Wort. Transparenz sieht da anders aus.

Wie wir erst jetzt erfahren haben, ist es am 5. Dezember letzten Jahres um 15:28 Uhr zu einem schwerwiegenden Zwischenfall am Dortmunder Flughafen gekommen.

Eine Boeing 737-8AS der Ryanair wurde von den Piloten ca. 350 m zu spät auf die Landebahn aufgesetzt.

Mit voll aktivierter Bremsanlage, ausgefahrenen Landeklappen und zusätzlicher Schubumkehr ist die Boeing nach Überrollen der östlichen Landebahnschwelle erst unmittelbar vor der Grasnarbe zum Stehen gekommen.

Über den Zustand der Landebahn und der Witterung (hier:schwacher Schneefall mit feuchtem Dunst, feuchte Landebahn mit 2 mm Schnee) waren die Piloten informiert.

An Bord der Boeing 737-8AS befanden sich die beiden Piloten, 4 weitere Besatzungsmitglieder und 169 Passagiere.

Wäre die Maschine erst in der Grasnarbe – also nur wenige Meter weiter – zum Stehen gekommen oder aber mit den seitlich angeordneten Einbauten wie Gleitwegsender (GP in der Übersichtskarte) und PAPI (Gleitwegkontrolle) kollidiert, dann wären Sach- und oder gar Personenschäden zwangsläufig gewesen.

Zum Glück sind alle Beteiligten mit einem „blauen Auge“ davongekommen. Wenige Meter weiter und die Katastrophe hätte aufgrund des Pilotenfehlers eintreten können.

Weitere Informationen sind der Bulletin 12.2022 der Bundesstelle für Flugunfalluntersuchungen (BFU) zu entnehmen.


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