Weihnachtsmarkt Unna: „Ja – ABER“

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Weihnachtsmarkt Unna 2021 -Foto Rinke

Wird auf das wunderbare viertägige Unnaer Stadtfest in diesem Jahr auch noch ein wunderbarer vierwöchiger Unnaer Weihnachtsmarkt folgen?

„Wir planen für den Weihnachtsmarkt“, bestätigte Marketing-Chef Horst Bresan am Sonntag eine Anfrage unserer Redaktion beim Pressegespräch zur Stadtfestbilanz. „Allerdings…“

Was Bresan hinter diesem einschrändenden Wörtchen hinzufügt, bezieht sich auf mögliche bis ziemlich wahrscheinliche Einschränkungen, die beim diesjährigen Weihnachtsmarkt einzuplanen sind.

Die Gründe sind erstens die Energiekrise mit den entsprechenden Spar-Vorgaben der Bundesregierung und einer Selbstverpflichtung zum Energiesparen;

und zweitens ist da noch immer Corona mit wahrscheinlichen neuen Beschränkungen ab dem 1. Oktober 2022, wenn das neue Bundesinfektionsschutzgesetz in Kraft tritt.

Dieses macht wie berichtet selbst nur wenige deutschlandweit geltende Vorgaben – zu diesen wenigen gehört ab 1. Oktober eine FFP2-Maskenpflicht im Fernreiseverkehr.

Doch zugleich bekommen die Bundesländer durch das neue Gesetz Freiheiten, jeweils eigene Schutzmaßnahmen zu verfügen; so zum Beispiel wieder eine Maskenpflicht in Innenräumen zu verhängen, auch unabhängig von der jeweiligen Infektions- und Hospitalisierungsrate.

Theoretisch sind mit dem neuen Infektionsschutzgesetz jedem Bundesland auch wieder „G-Regeln“ möglich – also Besucherbeschränkungen nach der Vorgabe „geimpft, getestet, genesen“.

„Beim Weihnachtsmarkt im vergangenen Jahr hatten wir ja zuerst eine Woche 3G und dann 2G“, erinnert Daniela Guidara vom Unna-Marketing.

Horst Bresan ergänzt:

„Wir sind bei unserer Weihnachtsmarktplanung auf alle Corona-Szenarien vorbereitet.“

Was den vierwöchigen Budenzauber mit seiner wunderschönen üppigen Illumnierung aber auf jeden Fall beeinflussen wird, ist die Energiekrise, kündigt Bresan an.

Bekanntlich spannt sich seit mehreren Jahren während des Unnaer Weihnachtsmarktes über dem Alten Markt ein riesiges Lichternetz mit Tausenden funkelnden und glitzernden LED-Lämpchen.

Die Bahnhofstraße am ersten Samstagabend des Weihnachtsmarktes 2021. (Foto Rinke)

Die Fußgängerzone ist mit Leuchtsternen und Girlanden geschmückt, über dem Kreishaus-Kreisel strahlt der riesige geschweifte Lichterstern.

Archivfoto vom Dezember 2020. Seit dem 3. Advent strahlte der Stern – endlich – wieder über Unnas fünfarmigem Kreisverkehr. – Foto: Meik Schuster / für RBU

Zwar sei Weihachtsbeleuchtung, so Bresan, aus der Energiesparverordnung des Bundes ausgenommen. Doch man müsse schon überlegen, ob etwa ein wochenlang abends leuchtender Stern über dem Kreisverkehr in diesem Jahr „das richtige Signal“ sei.

Einen Weihnachtsmarkt soll es also geben; Bresan:

„Die Weihnachtsbeleuchtung wird als Option diskutiert.“

4 KOMMENTARE

  1. Aus Solidarität mit der Ukraine wäre es schon gut den Weihnachtsmarkt abzusagen. Wie viel Energie könnte man da sparen. Außerdem hat Gesundheitsminister Lauterbach gesagt, dass es im Herbst/Winter bestimmt eine neue Corona-Welle geben werde. Wer kann das verantworten unter diesen Umständen einen Weihnachtsmarkt zu veranstalten? Nur unsolidarische und sehr egoistische bwz. verantwortungslose Menschen können sich einen Weihnachtsmarkt wünschen.

  2. Wollen wir dann aus Solidarität mit Ukraine Weihnachten samt Weihnachtsmärkten/ Dekorationen/beleuchtenden Fenstern und Weihnachtbäumen abschaffen? Es wird uns gesagt dass wir uns auf kalten und dunklen Winter vorbereiten sollen. Was kommt danach? Esel-Taxis? Lastenräder? Was Pandemie betrifft – unsere Nachbarländer haben Pandemie für beendet erklärt. Nur unser Gesundheitsminister hält die Pandemiemaßnahmen für sinnvoll. Und ja, ich bin ihre Meinung nach unsolidarisch und egozentrisch aber ich möchte EIN mal im Jahr in Unna feiern – eben auf dem Weihnachtsmarkt

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