Grüne Welle auf dem Ring: Grüne begrüßen CDU-Antrag – mit einer Einschränkung

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Der Ostring Unna. (Archivbild / RB)

Rückkehr zur grünen Welle auf dem Unnaer Verkehrsring bei 50 km/h:

Dieser Antrag der CDU-Fraktion (wir berichteten) sorgte in dieser Woche für lebhafte Diskussionen. Die meisten Kommentatoren auf unseren Bericht hin begrüßen den Vorschlag.

Grundsätzlich tun das auch die Grünen, die mit der CDU zusammen im Unnaer Rat eine „Projektgemeinschaft“ bilden und als solche mehrheitlich die anderen Fraktionen überstimmen können. Hier bei diesem Vorschlag nun sind sich die Projektpartner allerdings nicht vollends „grün“.

Denn: Es hakt, erwartungsgemäß, am „Tempo 50“.

So schrieb uns die Grünen-Fraktionsvorsitzende Claudia Keuchel auf Anfrage:

„Die grüne Fraktion begrüßt den Vorschlag der CDU auf Basis der grundsätzlichen Idee, einen homogenen Verkehrsfluss zu ermöglichen, damit die Umwelt möglichst wenig belastet wird.

Gleichzeitig werden wir im Rahmen des gerade stattfindenden Prozesses zum Masterplan Mobilität darüber diskutieren, welche Regelgeschwindigkeit auf dem Ring zukünftig sinnvoll ist. Insbesondere da auch bereits Ideen im Raum stehen, Fahrradspuren auf dem Ring einzurichten.


Hier ist es natürlich besonders wichtig, dass diese schwächeren Verkehrsteilnehmern gut geschützt sind –

„… eine Reduzierung der Geschwindigkeit kann hier ein geeignetes Mittel darstellen.“

Jedoch wolle man der aktuell stattfindenden Entwicklung hier noch nicht vorgreifen, so Claudia Keuchel. „Wir setzen auf den dafür zuständigen Beirat, in dem wir aktiv mitarbeiten.“

Den Verkehrsfluss „so zu optimieren, dass die Belastung des Klimas auf ein Mindestmaß reduziert wird“, begrüßt die grüne Fraktion aber bereits jetzt schon. „Eine grüne Welle kann hier ein geeignetes Mittel sein, sofern andere Verkehrsarten nicht benachteiligt und zukünftige Planungen nicht blockiert werden.“

Eine „Reduzierung der Geschwindigkeit“ – auf Deutsch: Tempo 30 auch auf dem Verkehrsring – wird jedoch der schwarze Projektpartner nicht mitmachen. Das sagte Fraktionschef Rudolf Fröhlich am heutigen Freitag in einem Telefongespräch mit unserer Redaktion ganz deutlich:

„Bei Tempo 30 auf dem Ring wird die CDU nicht mitmachen. Irgendwo ist Schluss.“

  • Zum Thema weiterer Temporeduzierungen wird noch ein gesonderter Bericht folgen, sobald uns auch die angefragte Stellungnahme der SPD dazu vorliegt.

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