Wider „Betonklotz-City“: SPD beantragt mobiles Grün für Unna

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Foto Privat

Damit Unna durch Neuerungen wie die eher baumarm umgestaltete Massener Straße oder das riesige betonlastige Einkaufszentrum Neue Mühle nicht den zweifelhaften Ruf einer „Betonklotz-City“ erwirbt, ist baldigst mehr Grün von Nöten.

Und zwar mobiles Grün, schlägt die SPD vor.

In einem Antrag an den Rat formuliert die Fraktion, die mit 13 Ratsvertretern genau so groß wie die Grünen ist, ihre Vorstellungen eines schnell ergrünenden Unnas.

Antrag

Sehr geehrter Herr Bürgermeister Wigant,

die SPD-Fraktion im Rat der Kreisstadt Unna greift den Vorschlag von Unnaer Bürgern auf, die Innenstadt mit Hilfe „rollender Beete“ grüner, attraktiver und klimaresilienter zu machen.

Sie beantragt deshalb, im Rat der Kreisstadt Unna folgenden Beschluss zu fassen:

  • Die Stadt Unna erstellt ein Konzept für die Platzierung von mobilem Grün in der Innenstadt.
  • Die Verwaltung holt entsprechende Angebote von Fachfirmen für eine zeitnahe Umsetzung ein.
  • Damit wird ein deutlicher Impuls für mehr Aufenthaltsqualität und damit auch eine wirtschaftlichen Stärkung der Unnaer City gesetzt.

Andere Städte, zum Beispiel Meerbusch, Meppen oder Nürnberg, machen das bereits erfolgreich vor.

Begründung

Auf der neugestalteten Massener Straße, im Umfeld des neuen Einkaufszentrums Mühle Bremme und an anderen Stellen der Innenstadt vermissen viele Bürger eine angemessene Begrünung.

Eine einfache Möglichkeit, die Aufenthaltsqualität im öffentlichen Raum im Rahmen einer Sofortmaßnahme aufzuwerten, sind mobile Beete, die bei Bedarf, zum Beispiel zum Stadtfest oder bei Veranstaltungen der Unnaer Kaufleute, bewegt werden können.

  • Die Anpflanzung von insektenfreundlichen und trockenheitsresistenten Pflanzen bietet einen klimatischen Gewinn für die Innenstadt.
  • Bei großen Pflanzkübeln kann von einem Wasserspeicher- und Rückhaltevolumen von rund zwei Kubikmetern pro Kübel ausgegangen werden.
  • Kleinere Stadtgrünelemente sind eine sinnvolle Ergänzung, um Luftreinigungs- und Kühleffekte zu erzielen.
  • Ein weiterer Pluspunkt: Pflanzkübel lassen sich auch dort aufstellen, wo Leitungstrassen oder andere Hindernisse im Untergrund die Anlage von Baumbeeten erschweren oder verhindern.“

Die beigefügten Bilder zeigen mögliche Ausführungen des „Mobilen Grüns“, so wie es in anderen Städten bereits erfolgreich eingesetzt wird, so die SPD. „In die Beete können Blumen, Gräser, Sträucher und sogar ganze Bäume gepflanzt werden.“

Mehr als 80 Standorte für mobiles Grün gibt es in Nürnberg. Hier stehen Bürgermeister Christian Vogel (links) und Oberbürgermeister Marcus König an einem der zwölf platzierten Bäume auf dem Platz vor der Lorenzkirche. Foto: Andreas Franke / Stadt Nürnberg

1 KOMMENTAR

  1. „was war eher Da?die Henne oder das Ei? “
    (seit 1999 wird vom Klimaschutz gesprochen)Alle haben es gewusst und darauf hingewiesen!? Aber immer und immer wieder schleichen sich diese nicht mit dem Klimawandel zu vertretenen Ausrutscher ein
    „Das Wort ist mächtiger als das Schwert“ hat in Unna ja wohl nicht funktioniert!?(ca 49 Köpfe im Rat [420€], zwölf Monate im Jahr,ca20 Jahre später) das eea Programm (seit 12/2012)sollte nicht unerwähnt bleiben
    Hat aber ausser heißer Luft nicht viel zur Kühlung beigetragen!?
    Natürlich ist immer der andere an der Miesehre Schuld!? Hier fragt sich der Bürger wie erklärt man es …..
    Und wenn das Kind in den Brunnen gefallen ist… Suchen wir Bäume die in der Wüste blühen und im Kübel leben möchten,die wenn Party gemacht wird mit dem Gabelstapler umgesetzt werden müssten und einer nicht unerheblich Sorgfalt und Pflege bedürfen!?
    Ist das der Auftrag denn die Bürger denn Volksvertretern an die Hand gegeben haben!? Sorry aber wer es verbockt sollte auch Eier haben,mal über denn Schatten [der ja Mangelware ist]springen und an einem Strick ziehen
    (Es ist Zwanzig nach zwölf)

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