Bürgermeisterkonferenz am Tag der Invasion: „Wer glaubt, der Krieg sei weit weg, irrt“

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Auf der Bürgermeisterkonferenz am 24. Februar stand ein Thema außerhalb kommunaler Politik auf der Tagesordnung: der Krieg an der russisch-ukrainischen Grenze. Die Stadtspitzen und der Landrat blicken mit Sorge auf die militärische Konfrontation in Europa, die sich in den frühen Morgenstunden des 24. Februars entwickelt hatte.

„Wer denkt, der Krieg ist weit weg, der irrt“, so Landrat Mario Löhr. „Die Krisenregion Donezk im Osten der Ukraine wäre vom Dortmunder Flughafen aus mit dem Flugzeug in nur gut drei Stunden zu erreichen. Die Auswirkungen werden wir alle auch im Kreis Unna konkret spüren.

Wir verurteilen den kriegerischen, völkerrechtswidrigen Angriff Russlands auf das Schärfste und hoffen, dass die Waffen schnell wieder ruhen werden. Unsere Gedanken und unsere Solidarität sind jetzt bei den Menschen in der Ukraine, die um ihr Leben fürchten müssen.“

„Es ist ein trauriger Tag für unsere demokratische Wertegemeinschaft, für Europa, für alle Europäer – und damit auch für uns, die im Kreis Unna in den zehn Städten und Gemeinden leben“, so die Bürgermeisterinnen und Bürgermeister. „Nach 77 Jahren Frieden in Deutschland und 21 Jahre nach dem Jugoslawienkrieg wieder einen Angriffskrieg in Europa erleben zu müssen – das empfinden wir als erschreckend und menschenverachtend.“

Blick auf die Bundesregierung
Am gestrigen Vormittag ist in Berlin das Sicherheitskabinett zusammengekommen, um das weitere Vorgehen nach dem Angriff Russlands auf die Ukraine zu besprechen.

Das Auswärtige Amt warnt in einer aktuellen Reisewarnung vor Reisen in die Ukraine. Bundesaußenministerin Baerbock appelliert an deutsche Staatsangehörige, die sich in der Ukraine aufhalten, das Land sofort zu verlassen. Zur Reisewarnung: www.auswaertiges-amt.de. PK | PKU

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