Lesermeinung: „Mini-Kasperlezelt, alles eng an eng – Wo ist Unnas Marketing bei den Coronavorgaben falsch abgebogen?“

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Kasperle von Jonni Krauses nordischer Puppenbühne. (Foto c/o Unna Marketing)

Zum Weihnachtsmarkt-Kasperletheater im Zelt auf dem Evangelischen Kirchplatz erreichte uns folgende Stellungnahme einer Leserin.

„Liebes Rundblick Unna Team.

Heute waren wir auf dem Weihnachtsmarkt. Mit dabei unsere Kinder. Sie haben sich unendlich auf den Kasper gefreut. Ich hatte am Rande mitbekommen, dass dieser nicht auf dem Markt gespielt wird, sondern an der Kirche.

Ich dachte, das wäre eine super Idee. Da ist viel Platz sie können es großzügig aufbauen. Im besten Fall mit Plätzen, dass nicht alle nah beieinander hocken.

Unsere Kinder waren sehr aufgeregt und voller Vorfreude.

Dann kommen wir dorthin, und ich traute meinen Augen nicht. Ein Mini-Zelt, alle schön eng an eng. Kinder unter 6 Jahren natürlich ohne Mundschutz, also allem fröhlich ausgeliefert.

Wo genau ist Unnas Stadtmarketing falsch abgebogen bei den Corona Vorgaben?? Die ungeschützte Altersgruppe eng an eng hustend, niesend, schreiend und singend in ein Zelt zu verfrachten?

Leider konnte ich nur ein Bild der Erwachsenen machen, die natürlich 2G, also nur geimpft nicht getestet, auch mit im dem Zelt standen.

Vielleicht könntet ihr das Stadtmarketing fragen, ob sie in Zeiten von Corona, wo die Zahlen steigen und alles abgesagt wird, noch mehr so grandiose Ideen haben…“

Andrea R., Unna (Namen und Kontaktdaten sind der Redaktion bekannt). Anfrage ans Unna-Marketing ist gestellt.

10 KOMMENTARE

  1. Liebe Leserin, seien Sie unbesorgt, wenn die Inzidenz weiter steigt – der Sündenbock steht bereits fest: die UNGEIMPFTEN sind an allem schuld! Aber wir werden sie jaaagen!!!

  2. Wer jetzt noch gegen das Impfen wettert, hat nicht alle Christbaumkugeln am Baum.
    Aber die Impfverweigerer müssen aufpassen, im Kreis Olpe wurde Moderna letzte Woche von 8 amerikanischen Hubschraubern versprüht, die von Bill Gates gemietet waren.

    • Danke Oliver Heilek,

      ihr sachlich fundierter Beitrag und ihre ausgefeilte Argumentation wird sicherlich viele davon überzeugen, sich impfen zu lassen.

      Weiter so!

  3. Sehr geehrte Leserbriefschreiberin,

    die Mitbürger, die sich einschränken, Kontakte reduzieren und aufgrund der derzeitigen Situation zu Hause bleiben, sind sicherlich nicht sehr erfreut darüber, daß sie als Superspreader mit ihren Kindern auf dem Weihnachtsmarkt und bei Kasperletheater herumturnen und das Leben ihrer Mitmenschen gefährden. Bei diesem Teil der Bevölkerung machen sie sich damit sehr unbeliebt. Sie geben da für viele Mitbürger kein gutes Vorbild ab.

    Wären sie nicht mit ihrer Familie dort hingegangen, wäre es schon einmal um ein paar Personen weniger eng gewesen.

    • Lieber Schmunzler! Danke für Ihren Beitrag. Ich frage mich auch, wie die Ungeimpften das hinkriegen unser Land und seine Bevölkerung so zu gefährden. Sie dürfen nicht ins Kino, nicht ins Restaurant, nicht auf den Weihnachtsmarkt, in vielen Bundesländern nicht in den Einzelhandel, in Bus und Bahn nur mit negativem Test, ebenso zum Friseur, Physiotherapie, die Liste ist so lang. Und die Zusammensetzung der Patienten in den Krankenhäusern nach Impfstatus bietet auch eher ein schlechtes Bild für die geimpfte Bevölkerung. Im September waren laut RKI 40% der Coronatoten geimpft. September. Die Zahlen für Oktober und November werden sich den in England annähern, wo 80% der Coronatoten geimpft waren. Mir tuen die Leute leid, die sich so gegen die Ungeimpften aufhetzen lassen. Und oft bin ich auch sehr wütend auf diese bornierte Voreingenommenheit, wo Scheuklappen und Desinteresse als neues Ehrenzeichen gelten.

  4. Der Sündenbock „Ungeimpfter“ wird gebraucht, damit die Menschen nicht weiter nachdenken. Hatte grade ein Deja-vu bei der Reportage „Profiteure der Angst – Das Geschäft mit der Schweinegrippe“ eine Dokumentation von arte, „noch“ im Netz erreichbar – Geschichte wiederholt sich…

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