Corona im Kreis: 30 % der Neuinfizierten geimpft – Lage in Kliniken stabil

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Symboldbild Corona - Archiv / c/o Rinke

Die Coronalage im Kreis Unna präsentiert sich einzementiert.

Seit über 2 Wochen schon verharrt sowohl die Inzidenz als auch die Zahl der Krankenhauspatienten auf nahezu unverändertem Niveau, die Zahl der täglich gemeldeten Neufälle liegt meist zwischen 10 und 20, Todesmeldungen gibt es zum Glück kaum noch. In der vorigen Woche meldete das Kreisgesundheitsamt die insgesamt 500. Verstorbene, es handelte sich um eine ungeimpfte Seniorin aus Bergkamen.

Zum Ende der Woche wurden der Gesundheitsbehörde bis Freitagmittag um 13 Uhr 16 neue Fälle mitgeteilt, die Zahl der aktuell infizierten Personen liegt bei 344. 17 von ihnen befinden sich in stationärer Behandlung.

Den 7-Tages-Inzidenzwert pro 100.000 Einwohner gab das Robert Koch-Institut mit 47,0 an.

Zum Impfstatus:

29,6 Prozent dieser Neuinfizierten der vergangenen 7 Tage (Freitag bis Freitag) waren vollständig geimpft, 70,4 Prozent waren ungeimpft.

Die aktuelle Coronaschutzverordnung, in der es keine Grenzwerte bei den Inzidenzen mehr gibt und die 3G für die meisten Innenveranstaltungen vorgibt, gilt bis zum 29. 10. und muss ab dann erneut verlängert werden.

Auf Kreis Unna.de finden sich weitere Fallzahlentabellen für die einzelnen Kommunen im Kreis.

Zahl der Geimpften deutlich höher als offiziell angegeben?

Wird die Zahl der Geimpften deutlich unterschätzt? Das Robert Koch-Institut nimmt genau dieses an.

Das RKI geht auf der Basis der ausgelieferten Impfdosen davon aus, dass bis zu 80 Prozent der Erwachsenen in Deutschland inzwischen voll geimpft sind. Das wäre rund 5 Prozentpunkte über der offiziellen Statistik.

Laut einem aktuellen RKI-Bericht könnte die offizielle Quote aus mehreren Gründen unterschätzt werden:

  • So melde nur knapp jeder zweite Betriebsarzt die Impfungen über eine Web-Anwendung,
  • und es sei außerdem davon auszugehen, dass Ärztinnen und Ärzte im Praxisalltag nicht alle Impfungen melden.

Die Schätzung basiert auf der Annahme, dass alle ausgelieferten Impfdosen auch verimpft wurden.

Auch die sog. Covimo-Studie stützt die Vermutung des RKI. Es befragt seit Januar 2021 deutschlandweit alle drei bis vier Wochen etwa 1000 Personen aus der deutschsprachigen Bevölkerung ab 18 Jahren per Telefon. Die Ergebnisse der aktuellen Umfrage legen nahe, dass die Impfquote sogar noch höher liege könnte: Zum Stichtag 18. August betrug die Differenz zwischen Umfrage und offiziellen Zahlen 12 Prozentpunkte bei den vollständig Geimpften.

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