Autoschau mit Einkaufssonntag am 26. September: Politik muss Eilentscheidung fällen

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Archivbild von der Autoschau Ende September 2019. (Foto Rinke)

Die diesjährige herbstliche Autoschau am letzten Septembersonntag in der Unnaer Innenstadt möchte der City-Werbering wieder mit einem verkaufsoffenen Sonntag verbinden.

Im vergangenen Jahr waren coronabedingt solche Sonderveranstaltungen nicht möglich. Am kommenden Donnerstag, 16. September, berät der Haupt- und Finanzausschuss über den Antrag des Werberings und muss eine Eilentscheidung fällen. Denn der Werbering will die Geschäfte bereits am Sonntag nächster Woche öffnen, dem Tag der Bundestagswahl.

In ihrer Beschlussfassungsvorlage erinnert die Stadt:

„Die Autoschau wird bereits seit mehr als 10 Jahren veranstaltet. Regelmäßig besuchen sehr viele Menschen aus dem Umland die Autoschau. Bei der Clusterzählung im Jahr 2018 im Cluster „B“ wurden 3781 Besucher bzw. Besucherinnen auf der Veranstaltungsfläche und 3477 Besucher bzw. Besucherinnen in den geöffneten Geschäftslokalen gezählt.

2019 wurden im Cluster „A“ 2390 Besucher bzw. Besucherinnen in den Geschäften und 2448 auf der Veranstaltungsfläche gezählt.

Zu diesem Antrag wurden der Handelsverband NRW in Dortmund, der Pastoralverbund Unna, die Industrie- und Handelskammer zu Dortmund, der Evangelische Kirchenkreis Unna und die Gewerkschaft ver.di/Bezirk Hamm-Unna um Stellungnahme gebeten.

  • Der Handelsverband befürwortet die Freigabe des verkaufsoffenen Sonntages anlässlich der Autoschau.
  • Der zuständige Gewerkschaftssekretär von ver.di führt an, dass die Sonntagsöffnung anlassbezogen stattfinden soll und der Freigabebereich auf den Veranstaltungsbereich begrenzt wird. Insgesamt entspricht der Antrag der Rechtsprechung.
  • Die Industrie- und Handelskammer hat keine Bedenken, sofern die gesetzlichen Regelungen eingehalten werden.
  • Der Pastoralverbund Unna, hier die Kirchengemeinde St. Katharina, akzeptiert den verkaufsoffenen Sonntag, würde eine Gestaltung des Sonntags im Rahmen der kirchlichen Vorgaben als sinnvoller erachten.
  • Die evangelische Kirche hat in der Stellungnahme keine Äußerung zur Sonntagsöffnung getätigt.

Innerhalb der Aufstellungsfläche präsentieren die ortsansässigen Autohändler die Neuigkeiten des Automarktes. Die Ausstellungsfläche erstreckt sich vom Rathaus durch die Innenstadt bis zum Lindenplatz.

Eine zur Autoschau 2017 durchgeführte Zählung auf der gesamten Veranstaltungsfläche hat ergeben, dass 12.904 Besucher bzw. Besucherinnen auf dem Veranstaltungsgelände und 9.499 Besucher bzw. Besucherinnen in den geöffneten Geschäften gezählt wurden.

Die Clusterzählung im Jahr 2018, gezählt wurde der Abschnitt „C“, lieferte Zahlenmaterial, welches mit den Zählungen aus dem Jahr 2017, bezogen auf den gleichen Bereich, nahezu deckungsgleich war. Auch die Zahlen der Zählung des Clusters „A“ aus dem Jahr 2019 schließen sich dem an. Da die Autoschau im Jahr 2020 coronabedingt nicht stattgefunden hat, wurden somit auch keine Besucherzahlen erhoben. 

„Die während der Autoschauen 2017 bis 2019 erhobenen Besucherzahlen belegen, dass die Anlassveranstaltung, welche seit mehr als 10 Jahren stattfindet, eine prägende Wirkung hat und die Ladenöffnung tatsächlich als Annex zu betrachten ist.“

Die Verwaltung empfiehlt dem Haupt- und Finanzausschuss als Dringlichkeitsentscheidung, eine Ordnungsbehördliche Verordnung zu erlassen. Die Dringlichkeit ergibt sich aus der zum 17.08.2021 erlassenen Coronaschutzverordnung NRW, welche die Voraussetzungen für eine derartige Veranstaltung vereinfacht hat.

Die Dringlichkeit ergibt sich aus der zum 17.08.2021 erlassenen Coronaschutzverordnung NRW, welche die Voraussetzungen für eine derartige Veranstaltung vereinfacht hat.“

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