Senioren-Dachverband besorgt: 15 von 100 Älteren noch nicht geimpft – „Erreichbare Angebote und Mehrsprachlichkeit wichtig“

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Archivbild vom Impfstart am 8. Februar im Kreis Unna: Ein Senior lässt sich impfen. (Foto: Theo Spanke / c/o Kreis Unna)

 „Impfung für alle: Anstrengungen noch einmal verstärken!“

Vor dem Bund-Länder-Treffen zum Impffortschritt am heutigen Dienstag, 10. August, ruft die BAGSO – Bundesarbeitsgemeinschaft der Seniorenorganisationen – eindringlich dazu auf, alle Anstrengungen zu unternehmen, um schnellstmöglich eine hohe Impfquote in Deutschland zu erreichen.

Dazu gilt es vor allem, diejenigen zügig zu erreichen, die eine Impfung nicht grundsätzlich ablehnen, aber bislang noch nicht geimpft sind.

Die Gründe dafür könnten vielfältig sein, etwa eingeschränkte Mobilität, mangelnde Impfgelegenheiten etwa in ländlichen Gebieten, organisatorische Hürden oder sprachliche Barrieren.

BAGSO-Vorsitzender Franz Müntefering erklärt besorgt:

„Von den Menschen über 60 Jahren sind etwa 15 von 100 noch nicht geimpft. Ich bitte Sie: Nutzen Sie die Möglichkeit und lassen Sie sich impfen.“

Kommunen, Gesellschaft und Staat sollten sich noch einmal intensiv bemühen, impfbereite ältere Menschen, die bisher noch nicht geimpft sind, eine erreichbare Möglichkeit zu vermitteln. Das gelte besonders für isoliert lebende und in ihrer Mobilität eingeschränkte Menschen.

Gute Beispiele seien Impfbusse (im August auch wieder im Kreis Unna unterwegs), Impfangebote vor Supermärkten, in Sport- und Kulturvereinen, Pfarrgemeinden und Moscheen.

Die BAGSO unterstützt auch die Forderung von Integrationsstaatsministerin Annette Widmann-Mauz nach einem verbesserten mehrsprachigen Impfangebot in den Kommunen, um die Impfquoten auch unter Menschen mit Migrationshintergrund zu steigern. „Es bleibt dabei: Wer sich impfen lässt, schützt sich und andere.“

Quelle: Pressemitteilung BAGSO

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