Eishallensanierung bewusst verschleppt? Kreis hat über Kommunalaufsichtsbeschwerde entschieden

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Seit über drei Jahren geschlossen: Eishalle am Ligusterweg in Unna. (Foto: S. Rinke)

Die Kommunalaufsichtsbeschwerde des Vereins „Unna.braucht.Eis“ gegen die Stadt Unna ist ins Leere gelaufen. Der Kreis sieht keine Anhaltspunkte dafür, dass die Stadt die Umsetzung des Eishallenbürgerscheids absichtlich hinausgezögert hätte.

Wie berichtet, werfen die Eishallenretter der Stadt Unna vor, den Bürgerentscheid zur Sanierung der Eissporthalle vom 26. Mai 2019 bewusst zu verschleppen. Bzw. inzwischen verschleppt zu haben, denn der Rat hat den Bürgerentscheid am 16. Juni wie berichtet aufgehoben.

Zwei Monate zuvor, am 13. April, ging die Kommunalaufsichtsbeschwerde bei der Kreisverwaltung an. An diese als zuständige Kommunalaufsicht hatte sich der Beschwerdeführer gewandt, um ein Einschreiten gegen Unnas Stadtverwaltung zu erwirken.

„Der Kreis Unna sieht nach seiner Prüfung keinen Anlass zum Einschreiten gegen die Stadt Unna, wie er in seiner Antwort an den Beschwerdeführer mitteilt“, teilte uns am frühen Mittwochabend (7. Juli) nunmehr die Stadt Unna mit.

Bezüglich der weiteren Begründung verweist sie auf das Schreiben von Kreisdirektor Mike-Sebastian Janke, der ausführt, keinerlei Anlass zum Einschreiten zu erkennen. Die Stadt Unna habe bereits vor dem Bürgerentscheid an einem Sanierungskonzept der Eishalle gearbeitet.

„Nach dem Bürgerentscheid wurde diese Tätigkeit in erheblichem Umfang ausgeweitet. Alle Maßnahmen waren auf die Umsetzung des Bürgerentscheids gerichtet.“

Janke verweist abschließend auf den jüngsten Ratsbeschluss, wonach der Bürgerentscheid aufgehoben, zugleich beschlossen wurde, die Halle zunächst nicht abzureißen, und nun eine Traglufthallenlösung für den Eissport prüfe.

5 KOMMENTARE

  1. Hier richten Genossen über Genossen. Ich glaube, es war naiv diesen Schritt zu gehen. Bin gespannt, wie die Aufsicht über die geplante „Beschwerde“ der SPD in Sachen Beigeordnetengedöns entscheidet. Hier wird die Aufsicht nicht so schnell und klar negativ entscheiden. Ich denke, hier wird es solidarischer unter den Genossen zugehen. *Zwinkersmiley`*

  2. Das, liebe Redaktion ist nur bedingt richtig.
    Die ganze Wahrheit ist:
    Die Kommunakaufsichtsbeschwerde richtete sich gegen eine angebliche 2-jährige Untätigkeit der Verwaltung unter Herrn BM Kolter (SPD).
    BM Wigant (CDU) hat das Problem, daß nicht in seine Amtszeit fiel, lediglich von Herrn Kolter „geerbt“.
    Wie viele andere Probleme auch, die der ehemalige BM Kolter hinterlassen hat!

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