Mit 100 km/h durch den Ort, betrunken und unter Drogen – Mitfahrer feiern Fahrer mit Armen in der Luft

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Foto: Symbolfoto Rundblick Unna

Eine haarsträubende Raserfahrt durch den Kreis Soest bis nahe an die Kreisgrenze Unna konnte die Polizei am Donnerstagabend noch rechtzeitig stoppen, bevor möglicherweise ein schweres Unglück passiert wäre.

Um kurz vor 21 Uhr fiel einer zivilen Streifenbesatzung in Ense-Bremen ein Renault Modus auf. Das Fahrzeug kam über die B 516 aus Richtung Möhnesee in die Ortschaft gebraust. Viel zu schnell.

Die Polizisten wendeten und fuhren dem Renault hinterher. Sie konnten ihm aufgrund der enormen Geschwindigkeit in der Ortschaft kaum folgen.

Die wilde Fahrt ging durch den Ort und schließlich in Richtung Waltringen. Auf der Landstraße lasen die Beamten 140 km/h von ihrem Tacho ablesen. Dem Renault kamen sie dabei jedoch nicht näher.

Das Raserfahrzeug passierte das Ortsschild von Waltringen – und jagte mit rund 100 km/h durchs Dorf.

„Von dort ging es weiter, in rasender Fahrt, in Richtung Wickede“, schildert Polizeisprecher Wolfgang Lückenkemper. Die Beamten gaben ab der Ortseinfahrt Wickede/Ruhr Anhaltesignale, die jedoch zunächst ignoriert wurden. Ganz im Gegenteil wurde es noch ärger:

Nach mehreren brenzligen Situationen hoben zwei Mitfahrer im Renault die Arme in die Luft und feierten so anscheinend den Fahrer.

Erst einige Straßen weiter stoppte das Fahrzeug. Die Beamten kontrollierten den Fahrer, einen 21-jährigen Mendener, der zwei 20-Jährige aus Menden mit im Wagen hatte.

„Der 21-jährige Fahrer stand augenscheinlich unter Drogen. Ein Atemalkoholvortest ergab einen Wert von 1,34 Promille. Außerdem gab der junge Mann den Konsum von Marihuana am Vorabend zu“, berichtet der Polizeisprecher. Bei einer Durchsuchung kam denn auch eine Klemmverschlusstüte mit Marihuana zum Vorschein.

Dem jungen Mendener wurde eine Blutprobe entnommen und sein Führerschein sichergestellt. Er muss sich wegen der Fahrt unter Drogeneinfluss und mehrerer Verkehrsvergehen verantworten.

„Viel rücksichtsloser kann man sich im Straßenverkehr kaum verhalten. Nicht auszudenken, was bei einem Unfall mit den Geschwindigkeiten hätte passieren können!“, kritisiert Polizeisprecher Lückenkemper.

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