Dramatische Probleme bei Lieferketten: Es mangelt eklatant an Baustoffen

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Symbolbild Hochbau - Quelle HWK Dortmund

Ob Metall, Holz, Kunststoff oder Elektronik – es herrscht eklatanten Mangel. Das Handwerk berichtet über dramatische Probleme bei den Lieferketten.

Aufgrund von Materialknappheiten sind Einkaufspreise teilweise so stark gestiegen, dass die Abarbeitung bestehender Aufträge nicht mehr rentabel ist und Verluste eingefahren werden.

4 von 10 Betrieben im Handwerk sind im Vergleich zum Mai 2020 von Umsatzrückgängen betroffen. Der durchschnittliche
Verlust liegt derzeit bei 38 Prozent (Januar 2021: 55 Prozent). Das berichtet die örtliche Handwerkskammer-

Sinkende Auftragsbestände (bei 39 Prozent) betreffen am stärksten die Persönlichen Dienstleistungen, Lebensmittel und KFZ-Handwerke. Das hat eine Ende Mai vom Zentralverband des Deutschen Handwerks (ZDH) bundesweit durchgeführte Umfrage ergeben, an der auch Betriebe aus dem heimischen Kammerbezirk beteiligt waren.

Stark zugenommen haben Probleme in den Lieferketten:

„61 Prozent der Handwerksunternehmen berichteten, dass Rohstoffe, Materialien oder Vorprodukte in den letzten vier Wochen nur eingeschränkt oder gar nicht verfügbar waren (Januar 2021: 40 Prozent). Die Auswirkungen sind teilweise dramatisch und drohen die Erholung zu gefährden.“

Besonders schwer betroffen sind die Bau- und Ausbaugewerke und die Handwerke für den Gewerblichen Bedarf.

  • Am häufigsten fehlen aktuell Metalle (53 Prozent).
  • Oft gibt es aber auch Engpässe bei Holz (38 Prozent),
  • Kunststoffen und Elektronikkomponenten (je 37 Prozent)
  • sowie Dämmstoffen (29 Prozent).

Bei den Betrieben mit Beeinträchtigungen in der eigenen Lieferkette berichteten 84 Prozent davon, dass Aufträge storniert oder verschoben werden müssen. Mit 61 Prozent meldet zudem ein großer Anteil, dass Einkaufspreise teilweise so stark gestiegen sind, dass beim Abarbeiten bestehender Aufträge Verluste eingefahren werden.

Ein noch kleiner Teil der Betriebe (4 Prozent) hat aufgrund des Materialmangels bereits Beschäftigte in Kurzarbeit geschickt.

Die Rechtsabteilung der HWK Dortmund informiert am kommenden Montag, 14. Juni, ab 17.30 Uhr, online interessierte Unternehmen über juristische Möglichkeiten. Zudem gibt es für Betroffene Gelegenheit zum direkten Austausch über diese Thematik. Neben Kammer-Präsident Berthold Schröder werden Vivien Gravenstein, Juristin bei der HWK Dortmund, Frederike
Tanzeglock, Juristin des Fachverbands Metall NRW sowie Matthias Eisfeld, Geschäftsführer des Innungsverbands des Zimmerer- und Holzbaugewerbes Westfalen, die Teilnehmer umfassend informieren.
Anmeldung und weitere Infos gibt es hier.

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