Zu wenig Biontech-Impfstoff für Hausarztpraxen

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Impfstoff - Symbolbild, Quelle Pixabay

Hausärzte auch im Kreis Unna haben Patientenlisten griffbereit, um sie gegen Corona zu impfen – doch dazu brauchen sie Impfstoff. Und jetzt droht gar der zeitweilige gänzliche Stopp der Corona-Erstimpfungen mit dem Vakzin von Biontech in den Arztpraxen.

Diese schlechte Nachricht fällt ausgerechnet mit den baldigen Lockerungen für vollständig Geimpfte zusammen. Schon ab heute, 3. Mai, werden Menschen, die beide Impfungen erhalten haben, mit Getesteten und Genesenen gleichgestellt. Spätestens nächste Woche sollen weitere Lockerungen bundesweit folgen.

Noch warten 75 Prozent der Menschen in Deutschland sogar noch auf ihre Erstimpfung, ihre vollständige Impfung haben erst 8 Prozent aller Bundesbürger erhalten.

Der Grund für die sich abzeichende Zwangspause:

Die Menge des Impfstoffs von Biontech/Pfizer, die der Bund für Mai angekündigt hat, reicht nicht aus, um ab Mitte Mai „Erstimpfungen in nennenswertem Umfang“ in den Praxen durchführen zu können. Das erklärt der Chef der Kassenärztlichen Bundesvereinigung (KBV), Andreas Gassen, in einer Mitteilung an die Praxen, die der Rheinischen Post vorliegt.

„Ab diesem Zeitpunkt erfolgen die erforderlichen Zweitimpfungen mit diesem Impfstoff.“ Und für Zweit- UND weitere Erstimpfungen reicht der Impfstoff nicht.

Der KBV-Chef fordert Bund und Länder energisch auf, endlich dafür zu sorgen, „dass die Praxen genügend Impfstoff erhalten“.

Der Apothekerverband Nordrhein bestätigt die Befürchtung: In der Woche vor Ostern hätten die Praxen erstmals ca. 1 Mio. Biontech-Dosen verimpfen können. Nun wird ab Mitte Mai die zweite Dosis fällig. Jetzt werden aber insgesamt nur 1,3 Mio. Biontech-Dosen bereit gestellt. Das reicht dann nicht noch für eine nennenswerte Zahl an Erstimpfungen.

Erst von Juni an soll die Zahl der Lieferungen an die Arztpraxen spürbar steigen. Das Ministerium will dann zwischen 3,4 und 3,7 Millionen Dosen Biontech pro Woche an die Arztpraxen liefern lassen.

1 KOMMENTAR

  1. Kein Wunder. Alle die ich derzeit spreche und einen (Sonder) Termin in einem Impfzentrum bekommen haben auf Grund der Astra Situation reiben sich verwundert die Augen denn ihnen wird Biontech gespritzt.
    Der von allen unerwünschte Stoff Astra wird derzeit offensichtlich an die Hausarztpraxen geliefert
    Und wenn das nicht mehr verständliche Chaos und die ebenfalls nicht mehr nachvollziehbaren Entscheidungen einen Höhepunkt brauchten so wurde er dann heute verkündet.
    Persönlich gönne ich jedem angekündigte Freiheiten.
    Das aber zu begründen man könne in diesen Fällen nicht weiter die freiheitlichen Grundrechte einschränken ist der absolute Hohn.
    Alles was derzeit aus der Regierung kommt ist fernab der Realität und dessen was dringend an Unterstützung, erforderlich wäre, sowohl an Schutzmaßnahmen als auch an Lockerungen. Zudem, wenn diese Versager in der Lage gewesen wären nicht nur Impfstoff zu besorgen sondern das Impfprozedere so zu organisieren dass nicht täglich Dosen im Müll landen sondern beimpf werden hätten sie auch schon was erreicht.
    Und wer in den nächsten Tagen die Hausarztpraxis zu einer Astra Impfung betritt bekommt seine Zweitimpfung Mitte bis Ende August und kann nach den derzeitigen Planungen bis dahin nach der heutigen Aussage mit Einschränkung der Freiheitsrechte leben.
    Es ist einfach nur noch zum Speien was derzeit abläuft.

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