Fallzahlen sinken – wie ist die Lage in den Kliniken?

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Krankenhausbetten - Symbolbild Pixabay

Die Inzidenz in Deutschland, NRW und im Kreis Unna sinkt sukessive, im Kreis Unna hat sie am heutigen Sonntag, 2. Mai, die 175 wieder erreicht. Zwei Nachbarregionen sind im positiven wie negativen Sinne „spitze“: Hamm führt mit einem Wert von fast 303 die NRW-weite Tabelle an, der Kreis Soest schließt sie mit nur noch 74,2 ab.

Hier berichten wir.

Wie sieht es zugleich in den Krankenhäusern aus?

Für das Christliche Klinikum Unna (CKU) bezeichnete Sprecherin Karin Riedel die Situation vor 3 Wochen als gut händelbar. Daran hat sich mit Blick auf die Fallzahlenentwicklungen nichts geändert.

Vielmehr ging die Zahl der Covid-Patienten im Kreis Unna, die stationäre Krankenhausbehandlung benötigen, bis Freitagmittag wieder auf 64 zurück und bewegen sich seit Wochen zwischen 55 und 75.

Ca. ein Viertel davon entfällt auf Intensiv- und jeweils eine einstellige Zahl auf Beatmungspatienten.

Von eher entspannter Lage berichteten auch die Krankenhäuser in Hamm oder die große Uniklinik Münster, wohingegen die Situation etwa im Uniklinikum Köln (oder in anderen Großstädten wie Berlin) den Warnungen der dortigen Intensivmediziner als sehr angespannt bis dramatisch dargestellt wird. Dort warnte und warnt man auch immer wieder vor vorzeitigen Lockerungen.

Generell sieht es in den Krankenhäusern offenbar also sehr unterschiedlich aus.

Der Ärztliche Direktor der Uniklinik Münster verlangt von den Kranken­häusern mehr Solidarität – und fordert einen Erlass, der alle Krankenhäuser zwingt, einen bestimmten Anteil ihrer Betten und ihres Personals für Covid-Patienten bereitzuhalten. 

Die erkrankten Patient/innen sind deutlich jünger als während der „ersten und zweiten Welle“; die meisten sind demnach jetzt zwischen 50 und 70 Jahre alt, wohingegen sich bei den Älteren über 80 die Impfungen bemerkbar machen – was sich auch an den stark gesunkenen Todeszahlen ablesen lässt:

Mussten im Dezember noch täglich bis zu 1000 Verstorbene im Zusammenhang mit dem Virus vermeldet werden, sind es z. B. am heutigen 2. Mai bundesweit 110.

Ein Blick aufs Intensiv-Register DIWI – aktuelle Grafiken der Bettenbelegung und der Altersstruktur:

Ein vergleichender Blick auf den Kreis Unna und seine große Nachbarstadt Dortmund am 1. Mai 2021.

Blick auf die Krankenhaussituation im Kreis Soest: Hier öffneten als einer von wenigen Regionen die Schulen nach den Osterferien, und die Läden durften geöffnet bleiben.

Auslastung der Intensivbetten bundesweit, 2. 5. 21, Quelle ntv:

Die Infizierten sind jetzt zumeist jüngere Jahrgänge / Quelle NTV:

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