Massener SPD-Vertreter: Neue Eishalle, wo früher das Freizeitbad war – Sport- und Freizeitcampus inklusive Schwimmbad?

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Archivbild vom Abriss des Massener Freizeitbades, Foto aus dem Jahr 2012. (Rundblick Unna)

Ab 10 Millionen Euro aufwärts kostet die Sanierung, 1,5 Mio. Euro pro Jahr der Betrieb. Unnas Eissporthalle stellt sich nach den am Donnerstag, 22. April, von der Stadt vorgestellten Sanierungs-Szenarien als sprichwörtliches Fass ohne Boden dar.

Deshalb machen die Genossen aus Massen jetzt ein ganz neues Fass auf: Sie bringen das Areal des ehemaligen Freizeitbades ins Spiel. Für eine Idee, die am Samstag bereits die Freie Liste Unna (FLU) in die Diskussion warf: Lasst uns von einer millionenteuren Althallensanierung Abschied nehmen.

Und statt dessen eine neue, kleinere Eishalle an anderem Standort bauen. Für Eissport und anderweitige Jugendfreizeit-Nutzungen, am besten innenstadtnah.

Annähernd den gleichen Vorschlag tragen nun heute (27. April) die drei Massener SPD-Ratsmitglieder Renate Nick, Michael Tietze und Michael Wladacz in einer gemeinsamen Pressemitteilung vor.

Derzeit zum Covid-Schnelltestzentrum umgemodelt: die Eissporthalle Unna. (Foto RB)

„Angesichts der hohen Sanierungskosten für die Eissporthalle am Bergenkamp lohnt es sich, über Alternativen nachzudenken“, erklärt das SPD-Trio aus dem westlichen Stadtteil.

Und regt vor diesem Hintergrund an, einen preiswerteren Neubau der Halle auf dem Areal des ehemaligen Freizeitbades nahe der Kleistraße ins Auge zu fassen. Und dieses Projekt mit anderen Ideen für eine künftige Nutzung des Geländes zu bündeln.

„Möglich wäre die Entstehung eines Sport- und Freizeit-Campus, auf dem auch ein Ersatz für das in die Jahre gekommene Massener Lehrschwimmbecken und weitere Freizeitangebote für alle Generationen Platz finden könnten“,

erläutern die Sozialdemokraten. „Der Standort ist für so ein Vorhaben besonders geeignet, weil er gut erreichbar ist, in der Vergangenheit gut angenommen wurde und in der Tradition von Sport und Bewegung steht.“

Seit Schließung des Freizeitbades 2009 und Beginn der Abrissarbeiten im Juli 2012 hat es an Vorschlägen für die Nutzung der 27.000 Quadratmeter große Fläche nicht gemangelt, ohne dass konkrete Taten folgten.

Auf Antrag der SPD-Fraktion sind nun 30.000 Euro für die Entwicklung eines Gesamtkonzepts in den städtischen Haushalt eingestellt worden. „Das muss endlich mit Vernunft und in Gesamtheit angegangen werden“, so die SPD-Ratsmitglieder aus Massen. „Hier bietet sich nun ein ganz konkreter Anlass.“

Lesen Sie dazu bei Interesse auch: Eishallenretter legen Kommunalaufsichtsbeschwerde gegen die Stadt ein

2 KOMMENTARE

  1. Wenn es denn ein Paradebeispiel geben sollte zum Thema „Ignoranz des Bürgerwillens“ so ist der Fall Eissporthalle prädestiniert.
    Angefangen bei dem ominösen Eishallenretter den W. Kolter vor Jahren medienwirksam präsentierte, ohne dass ihn jemand zu Gesicht bekam geschweige denn die Person kannte, bis hin zu den immer wieder neuen Gutachten die nur Zeitverschwendung waren.
    Nach dem Bürgerentscheid galt dann wieder, Zeit gewinnen.
    Und als letztes Mittel dann noch ein Gutachten (wer sich da wohl wieder die Tasche voll machen ließ?) das dann wieder einen utopischen Invest präsentierte.
    Der Bürgerentscheid letztlich ist damit eh hinfällig, wurde er doch unter ganz anderen Voraussetzungen durchgeführt. Denke heute wird niemand mehr ein Papier unterschrieben, also genau so wie es die Politik wollte.
    Nur gibt es da immer noch den Bürgerwillen.
    Und nicht zum ersten Mal wieder einmal vernünftige und umsetzbare Vorschläge von der FLU. Nur leider sind die Mehrheiten im Rat eine andere.
    Um so erfreulicher dass sich die SPD Massen sich da anschließt. Hatten wohl einen lichten Augenblick die Genossen aber auch sicher auch mit dem Hintergrund dass die Stadt eh noch horrende Pachtzahlungen zu leisten hat für das derzeit brachliegende Areal.
    Und wenn dann auch noch ein wirklicher Umdenkungsprozess fern jeder bisher getroffenen Entscheidungen im Rat stattfinden sollte gemäß dem was die Genossen da raus gelassen haben „Das muss endlich mit Vernunft und in Gesamtheit angegangen werden“ sollte das auch dem Bürgerwillen genüge tun und wäre zu begrüßen damit überhaupt, außer Fußball, in dieser Stadt Freizeitsport noch möglich ist

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