NRW-Chef Laschet „will Kanzler“, Präsidium will Laschet – Dieser wiederholt den Brückenlockdown

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Ministerpräsident und Bundes-CDU-Chef Armin Laschet beantwortete vor der Presse am 12. April Fragen zu seinen Kanzler-Ambitionen. (Screenshot /Livestream Die ZEIT, via fb)

Armin Laschet will Kanzler, das CDU-Präsidium will Armin Laschet.

Gemeinsam, unterstrich der frisch vom Präsidium unterstützte wahrscheinliche Unions-Kanzlerkandidat am Montagnachmittag (12. 4.), „haben wir alle Chancen, die Bundestagswahl zu gewinnen.“

Das „gemeinsam“ bezog er auf die Schwesterpartei CSU. Denn diese hat seit gestern auch einen offiziellen Mann, der Kanzler will: Markus Söder, in allen Umfragen um Längen vor Armin Laschet, bekannte erst am Sonntag (11. 4.) öffentlich seine Ambitionen auf die Kandidatur für die Union.

Diese möchte eine Kampfabstimmung vermeiden. Die weiteren Schritte, erwiderte Armin Laschet entsprechend ausweichend, entscheide das CSU-Präsidium.

Das CDU-Präsidium stellte sich am Mittag offensiv hinter eine Kanzlerkandidatur von Parteichef und NRW-Ministerpräsident Armin Laschet. Man habe keinen Beschluss gefasst – dies sei auch nicht geplant gewesen, sagte Hessens Ministerpräsident Volker Bouffier. Doch habe das Präsidium aus allen 15 Landesverbänden deutlich gemacht,

„dass wir ihn für außergewöhnlich geeignet halten und ihn gebeten, mit Markus Söder jetzt gemeinsam den weiteren Weg zu besprechen, wie wir das machen“.

Die Grünen wollen am kommenden Montag (19. 4.) ihre/n Kanzlerkandidat/in vorstellen. Es läuft augenscheinlich auf Annalena Baerbock hinaus, da ihr Mit-Fraktionschef Robert Habek schon vor mehreren Wochen in einem TV-Talk erklärt hatte: Er verzichte auf eine Kandidatur,

„… wenn Annalena es als Frau machen will“. Und Baerbock erklärte im ZDF: Es nicht zu werden, würde ihr „weh tun“.

Armin Laschet gab sich in der Pressekonferenz nach dem Präsidiumsvotum kämpferisch. Seine wichtigsten inhaltlichen Ziele, darauf wies er ausdrücklich „mit einer gewissen Leidenschaft“ hin, sei es, „alles auf den Prüfstand zu stellen: Was hat in der Pandemie funktioniert und was hat nicht funktioniert.“ Ökonomie und Ökologie wolle er verbinden und den europäischen Gedanken als Kanzler hoch halten.

Was könne jetzt noch einen CDU/CSU-Kanzlerkandidaten Armin Laschet verhindern, wurde Laschet in der Pressekonferenz am Mittag gefragt? – „Nein“, widersprach Laschet, „das war ein Meinungsbild der CDU mit ihren 15 Landesverbänden.“ Allerdings ein eindeutiges.

In der Pressekonferenz unterstrich der potenzielle Kanzlerkandidat auch noch einmal den am Ostermontag von ihm in die Diskussion gebrachten „Brückenlockdown“: Um die massiv steigenden Infektionszahlen und die steigende Belastung der Intensivstationen in den Griff zu bekommen, brauche es jetzt kurzfristig noch einmal einen „harten, bundesweiten“ Lockdown. Entsprechend müsse das Bundesinfektionsschutzgesetz mit den entsprechenden Maßnahmen nun schnellstens auf den Weg.

1 KOMMENTAR

  1. Wenn die derzeitige Situation ja nicht so ernst wäre könnte man meinen wir wären Akteure in einer Soap Opera. Nur dass dort viele Hauptdarsteller zielgerichteter, gradliniger und somit erfolgreicher arbeiten als unsere Akteure in der Politik. Nur eins haben sie gemeinsam, Gemauschel ausschließlich und einzigallein im Eigeninteresse.
    Haben sich doch viele verwundert die Augen gerieben dass unserer Fähnchen im Winde mit täglich wechselnder Meinung, je nachdem wie die Meinungsumfrage tendiert, zum Parteivorsitzenden der CDU gewählt wurde.
    Nun, nachdem er mehr als deutlich seine absolute Unfähigkeit gezeigt hat verbunden mit seinem Short Man Syndrome, verwundert es doch sehr das entgegen aller Umfragen das CDU-Präsidium auf Laschet setzt.
    Auch wenn Söder nicht absolute Nummer eins ist so hat A. Laschet doch im Club der derzeitigen Zauderer und Dilettanten die Krone auf.
    Aber wenn das Präsidium ihn für außergewöhnlich halten freuen sie sich offensichtlich auf die Opposition

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