Im Kreis wie in Dortmund: Mehr Neuinfizierte – weniger klinische Fälle – viel weniger Verstorbene

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Symboldbild Corona - Archiv / c/o Rinke

Sowohl im Kreis Unna wie auch in der Nachbarstadt Dortmund (wo der Oberbürgermeister aufgrund täglich steigender Inzidenz die Schulen schließen will und bislang nicht darf – wir berichteten) zeigt sich seit mehrere Tagen eine parallel laufende gegenläufige Entwicklung:

Die täglich notierten Neuinfektionen und Inzidenzen steigen – die Zahl der Krankenhauspatienten und Verstorbenen im Zusammenhang mit Corona bleibt hingegen stabil oder sinkt.

Auf erleichtend niedrigem Niveau stagnieren die vermeldeten Todesfälle im Zusammenhang mit Corona.

Nach erschreckenden Wochen im November und Dezember, als das Kreisgesundheitsamt Unna täglich bis zu einer zweistelligen Zahl weiterer Verstorbener vermelden musste (weit überwiegend waren es Menschen im Seniorenalter), kommen inzwischen täglich nur noch wenige Verstorbene neu hinzu.

Jede solche Nachricht ist fraglos traurig. Doch es gibt mittlerweile auch immer schon Tage ohne neue Verstorbenenmeldungen. Ob diese gute Entwicklung im direkten Zusammenhang mit den nahezu abgeschlossenen Impfungen in den Alten- und Pflegeheimen steht, ist für den Kreis nicht statistisch belegt, liegt jedoch nahe.

Die Zahl der mit Corona infizierten Menschen, die in Krankenhäusern behandelt werden, pendelt im Kreis Unna seit einigen Tagen um die 60. „Ausschläge“ nach oben gab es schon seit mehreren Wochen nicht mehr.

In Dortmund ist die Zahl der klinischen Covid-Patienten exakt gegenläufig zur Wocheninzidenz stetig gesunken und lag am Mittwoch (17. März) – ähnlich wie im Kreis Unna – bei 60.

Zum Vergleich: Eine Woche zuvor, am 10. März, waren noch 100 Dortmunder Corona-Patienten in Krankenhäusern behandlungsbedürftig gewesen, darunter 20 intensivmedizinisch, davon wiederum 17 mit Beatmung. Der Anteil der schweren Verläufe blieb zum 17. 3. fast gleich: 23 der noch 60 Krankenhaus-Covid-Patienten liegen auf der Intensivstation, 15 müssen beatmet werden.

Im selben Zeitraum (vom 10. bis zum 17. März) kletterte die 7-Tages-Inzidenz an Neuinfektionen pro 100.000 Einwohner in Dortmund von 60 auf an die 90.

Heißt: In Dortmund wie im Kreis Unna zeigt sich zwar eine stetige Zunahme der Gesamtfallzahlen, nicht aber der schweren Verläufe. Auch die Todesfälle steigen nicht mehr an, sondern sind stark gesunken.

Während der Kreis Unna die Zahl der Verstorbenen (bis gestern: 425) allgemein mit „im Zusammenhang mit Corona verstorben“ registriert, differenziert Dortmund klarer: Von den dort aufgeführten 317 Verstorbenen starben bislang 209 Menschen ursächlich an Covid-19, weitere 108 mit Covid-19 infizierte Patient/innen verstarben aufgrund anderer Ursachen.

Quellen: Kreis Unna.de / Dortmund.de

Die Wocheninzidenz (Neuinfektionen in 7 Tagen je 100.000 Einwohner) steigt bundesweit. Sie liegt in NRW heute bei über 80 (im Kreis Unna voraussichtlich bei 72).

Quelle: Robert-Koch-Institut (RKI)

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