Erste Erkenntnisse zur Verbreitung der Corona-Mutanten in NRW

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Coronavirus / Symboldbild, Quelle Pixabay

Als erstes Bundesland ermittelt NRW die tatsächliche Verbreitung von Mutationen des Coronavirus. Das Ergebnis: Das Virus, vor allem seine Mutanten, liebt Ballungsräume.

Wie berichtet, sind im Kreis Unna bis gestern 21 Infektionen mit der britischen Mutante B.1.1.7 festgestellt worden.

In Hamm gab es einen Massenausbruch, 140 Menschen in 4 Wohnhäusern stehen unter Quarantäne.

Eine vom Land mit 200.000 Euro geförderte Studie am Universitätsklinikum Münster liefert nun erstmals Ergebnisse zur tatsächlichen Verbreitung von Virusmutationen.

  • Zum Stichtag 27. 1. 2021 wurden 933 Proben positiv getestester Personen untersucht.
  • 9 Prozent sind auf „besorgniserregende Virusvarianten“ zurückzuführen.
  • Dabei handelt es sich überwiegend um die Variante B.1.1.7, die sich in Großbritannien rasch verbreitet hat und die hochansteckend ist, nach bisheriger Beobachtung aber nicht zu schwereren Verläufen führt als das unmutierte Virus.
  • Die Variante P.1, die sich vor allem in Südamerika verbreitet, ist in NRW bisher nicht gefunden worden.

 Gesundheitsminister Karl-Josef Laumann erklärt: „Typisch für das Virus: Dort, wo viele Menschen aufeinandertreffen und die Bevölkerungsdichte hoch ist, verbreitet sich das Virus schneller – egal ob Mutation oder die uns bekannte Variante. Wichtig ist aber auch: Sobald auch nur ein Verdacht auf eine Mutation vorliegt, werden die Fälle in den Gesundheitsämtern prioritär bearbeitet.“

 Die 933 SARS-CoV-2 positiven Patientenproben verteilen sich weitgehend repräsentativ über die 53 Kreise. Rund zwei Drittel der Kreise reichten die gewünschte Anzahl von Proben ein (5-6 Proben pro 100.000 Einwohner).

Die Daten zeigen zudem, dass die Virusmutanten eher in den Ballungsräumen auftreten. Ländliche Regionen sind weniger betroffen.

 

„Unsere Daten deuten darauf hin, dass die Mutationen eher durch überregionale Mobilität hinein in die Ballungsräume getragen werden“, erklärt abschließend Prof. Alexander Mellmann, Direktor des Instituts für Hygiene am Universitätsklinikum Münster und Leiter der Studie.

Quelle: Land NRW

 

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