SPD beantragt Mängel-App, will Ehrenamt stärken und lobt Haushaltsplan: „Solide, pragmatisch“

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Symbolbild - Aufnahme eines Missstandes mit dem Smartphone. (Foto RB)

Straßenlaterne kaputt? Müll im Kurpark? Gefährliche Stolperkante auf dem Bürgersteig? Nicht lange drüber ärgern, sondern pronto der Stadt Unna melden.

Was in anderen Städten (z. B. Bergkamen) schon seit Längerem erfolgreich läuft, soll jetzt auch in der Kreisstadt zeitnah zum Einsatz kommen. Eine App zum fixen Mängelmelden.

Den Vorstoß für eine kurzfristige Einführung unternimmt am heutigen Donnerstag, 28. 1., die SPD-Fraktion. Sie stellt den Antrag, „die vielfach geforderte Bürger-App zum schnellen und unkomplizierten Melden von Mängeln im Stadtbild einzuführen und die dafür notwendigen Mittel in den Haushalt 2021 einzustellen“.

„Diese App soll für alle gängigen Betriebssysteme nutzbar sein und auch die Möglichkeit bieten, zeitnah und niedrigschwellig über Baustellen, öffentliche Serviceleistungen, evtl. Störfälle etc. zu informieren.“

Im Antrag heißt es:

„Die App ermöglicht eine enge Zusammenarbeit zwischen Bürger/innen und Verwaltung, von der beide Seiten profitieren. Wilde Müllkippen, Schlaglöcher, defekte Laternen, beschädigte Verkehrsschilder, Schäden auf Spielplätzen, Schmierereien an öffentlichen Gebäuden und vieles mehr können schnell und umgehend gemeldet werden.

Die Bürgerinnen und Bürger sind diejenigen, denen Gefahrenstellen und Missstände im Stadtbild zuerst auffallen. Mit einer „Melde-App“ können sie unterwegs mit ihrem Smartphone entsprechende Bereiche dokumentieren und das Foto mit Positionsdaten und kurzer Beschreibung bequem und unbürokratisch an die Verwaltung senden.“

Selbstverständlich, betont die Fraktion, müsse auch eine schnelle Bearbeitung/ Beseitigung der Schäden sowie eine entsprechende Rückmeldung an die Melder gewährleistet sein.

„Viele Kommunen machen das bereits erfolgreich vor. Auf dem Markt gibt es gängige, gut funktionierende Systeme, die auf die lokalen Erfordernisse angepasst werden können.“

Ehrenamt stärken

In einem weiteren Antrag wünschen die Genossen eine Stärkung des Ehrenamtes.

„Hausaufgabenhilfe, Fahrdienste, Patenschaften – zahlreiche Menschen in Unna sind in ihrer Freizeit ehrenamtlich aktiv. Die SPD-Fraktion möchte dieses bürgerschaftliche Engagement in Unna weiter stärken und beantragt, die allseits wertgeschätzte Koordinierungsstelle für das Ehrenamt künftig finanziell und personell besser auszustatten. Wörtlich lautet der Antrag: „Die Stelle für die Koordinierung des ehrenamtlichen und bürgerschaftlichen Engagements in Unna wird auf mindestens 20 Stunden ausgeweitet. Die räumliche Infrastruktur wird wie bisher zur Verfügung gestellt und für Sachausgaben ein festes Budget eingerichtet.“

Zur Begründung: „Das Netzwerk für bürgerschaftliches Engagement leistet seit Jahren ausgezeichnete Arbeit und ist unverzichtbar für die bestmögliche Unterstützung und Nutzung des ehrenamtlichen Potenzials in unserer Stadt. Die Aufgaben sind dabei kontinuierlich gewachsen. Erst recht angesichts der Corona-Pandemie und ihrer Auswirkungen ist die Bedeutung des Netzwerkes für unsere Stadtgesellschaft nicht hoch genug einzuschätzen.“

Lob für Haushaltsentwurf: „Solide, sachgerecht, pragmatisch“

Als „insgesamt solide, sachgerecht und pragmatisch gestaltet“ wertet die SPD-Fraktion den von Bürgermeister Dirk Wigant (CDU) und Kämmerer Achim Thomae (SPD) vorgelegten Haushaltsplanentwurf für 2021.

Und: „Der städtische Etat darf in Krisenzeiten keinesfalls zum Spielball parteitaktischer Überlegungen werden“, betont Fraktionsvorsitzender Sebastian Laaser. Diese beiden Anträge, die die Sozialdemokraten in die weitere Diskussion einbringen, greifen Themen auf, für die sich im Wahlkampf auch andere politische Kräfte auf Wunsch vieler Bürgerinnen und Bürger stark gemacht haben.

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