Unit, Logineo, Teams – so starten die Schulen ins Distanzlernen

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Digitale Geräte im Unterricht - Symbolfoto, Archiv RB

Die verlängerten Weihnachtsferien sind ab Montag (11. 1.) zu Ende, in die Schule geht es für die Schülerinnen, Schüler und Lehrer trotzdem nicht – aufgrund der Coronapandemie gehen alle Schulen in NRW bis (vorerst) zum 31. Januar komplett in den Distanzunterricht.

Sie halten lediglich bis mittags Notbetreuungen für Erst- bis Sechtsklässler bereit, deren Eltern nicht die Möglichkeit haben, sie zu Hause zu betreuen.

Je nach digitaler Ausstattung und schon zuvor eingeübten Methoden nutzen die Schulen für den Distanzunterricht unterschiedliche Methoden und Plattformen. Das erstreckt sich von täglichen Online-Meetings im digitalen Klassenzimmer über die Portale Teams und Unit bis zum Unterricht nach regulärem Stundenplan über die Lernplattform Logineo NRW.

Screenshot_2021-01-10 LOGINEO NRW LMS

Die Peter-Weiss-Gesamtschule Unna (PWG) zum Beispiel teilt in ihrem Elternbrief mit:

„Seit dem März im vergangenen Jahr haben wir in Sachen Distanzlernen viel dazugelernt und digital eine Menge auf den Weg gebracht. Alle Schülerinnen und Schüler sowie Lehrkräfte haben inzwischen einen Zugang zu Teams. Die Lehrerendgeräte sind in der Schule angekommen, eine Einführung der Surfaces für die Schülerinnen und Schüler ist in Vorbereitung. Es haben bereits viele Fortbildungen zum digitalen Lernen stattgefunden. In zwei Unterrichtsräumen verfügen wir über die modernen i3-Boards, die anderen Räume werden in diesem Jahr eingerichtet.“

Für das Distanzlernen gibt es in der PWG im Wesentlichen zwei Formate: Lernaufgaben und Videounterricht.

  • Die Lernaufgaben orientieren sich am zeitlichen Anteil des Faches im Stundenplan. Videounterricht findet zu der Zeit im Stundenplan statt.
  • Die Leistungen im Distanzlernen werden beurteilt.
  • Der Sportunterricht bis Klasse 10 findet im Januar im Distanzlernen nicht statt. Es gibt aber Bewegungsangebote durch die Sportlehrkräfte.

An der Gesamtschule Fröndenberg findet der Distanzunterricht nach dem regulären Stundenplan statt.

Gesamtschule Fröndenberg – Foto RB

Die Schulleitung teilt dazu mit: „Die Schülerinnen und Schüler sind gehalten, nach ihrem Stundenplan zu Beginn jeder Stunde die Lernplattform aufzurufen.“ Über die Klassenleitung wird Unterstützung angeboten, wenn notwendige technische Möglichkeiten für digitales Lernen nicht vorhanden sind.

An der Werner von Siemens-Gesamtschule Königsborn (GEK) ist das Hauptkommunikationsmittel zwischen den Schülerinnen und Schülern sowie den Lehrerinnen und Lehrern der Untis-Messenger. Über diesen werden sowohl Arbeitsaufträge versandt, Ergebnisse zurückgesendet als auch Anfragen und Lernbegleitung der Schüler/innen realisiert, schreibt die GEK in ihrem Konzept „Distanzunterricht“.

Werner von Siemens-Gesamtschule (GEK) im Schulzentrum Nord. (Archivbild RBU)

Auch das Portal Unit21 steht als Austauschplattform von Arbeitsmaterialien und -ergebnissen zur Verfügung, zudem können als Kommunikationsmittel neben dem Telefon auch Audio- und Videokonferenztools genutzt werden. Für eine Teilnahme ist aus datenschutzrechtlichen Gründen eine Einverständniserklärung der Eltern bzw. der volljährigen Schülerinnen und Schüler notwendig.

Und für Probleme jenseits der reinen Stoffvermittlung steht der Sozialarbeiter der GEK per Messenger oder via Mail bereit und versucht, zusammen mit den Jugendlichen und Eltern eine Lösung zu erarbeiten. Denn, so weiß die Schulleitung der Königsborner Gesamtschule:

„Da das Lernen auf Distanz eine besondere Herausforderung für alle Schüler/innen und Familienmitglieder darstellt, kann es zu Spannungen und Krisen in den Familien kommen.“

Individuelle Konzepte zum Lernen auf Distanz hat letztlich jede Schule für sich ausgearbeitet, so auch das Pestalozzi-Gymnasium (PGU) Unna.

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