Raser- und illegale Tunertreffen „nehmen im Lockdown Event-Charakter an“

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Polizeikontrolle - Symbolbild RB

„Gerade im aktuell verfügten Lockdown suchen die Szeneangehörigen offensichtlich nach Ausweichmöglichkeiten, und so scheinen derzeit die Treffen in der Dortmunder Innenstadt Event-Charakter anzunehmen.“

So bilanziert die Dortmunder Polizei das vergangene Wochenende (08. – 10.01.2021), an dem sie, so heißt es in der zusammenfassenden Pressemitteilung vom Sonntagmittag, „ihren Kampf gegen die Raser- und illegale Tuningszene noch einmal verstärkte“.

Insbesondere in der Nacht von Samstag auf Sonntag setzte die Direktion Verkehr „auf deutlich verstärkte Kräfte, auch mit Unterstützung der Bereitschaftspolizei, und setzte somit deutliche Zeichen gegen diese Szene.“

Der Kampf gegen die Raser- und illegale Tuningszene ist seit Jahren einer der Schwerpunkte der Dortmunder Polizei, schreibt die Pressestelle.

Illegale Beschleunigungsrennen, erhebliche Verkehrsgefährdungen und -beeinträchtigungen, massivste Lärmbelästigungen zur Nachtzeit, Vermüllung und in der Pandemie auch häufig Verstöße gegen die Corona-Schutzverordnung; das sind die Begleiterscheinungen dieser Szene.“

Tödliche Verkehrsunfälle habe die Polizei mit ihrem Einsatzkonzept bislang verhindern können, jedoch zeige sich die Raserszene nach wie vor entschlossen und hartnäckig:

„Gerade im aktuell verfügten Lock-Down suchen die Szeneangehörigen offensichtlich nach Ausweichmöglichkeiten. Und so scheinen derzeit die Treffen in der Dortmunder Innenstadt Event-Charakter anzunehmen.“

Polizeidirektion Dortmund

So sei es erklärlich, dass schon am letzten Wochenende (02. – 03.01.2021) eine hohe dreistellige Anzahl von PS-starken Fahrzeugen in der Dortmunder Innenstadt unterwegs gewesen sei, und auch in der letzten Nacht (Samstag auf Sonntag) kam es „zu einem hohen Aufkommen von Szene-Angehörigen“:

Die Polizei stellte in der Spitze bis zu 700 Fahrzeuge in der Dortmunder Innenstadt fest, mit Schwerpunkt auf dem Wallring. Mit zahlreichen Sperrmaßnahmen, Kontrollstellen und Verkehrsableitungen setzten die Beamten zunächst darauf, den Verkehrsfluss und somit die Möglichkeit des Rasens einzuschränken.

  • Fünf PKW wurden wegen des Verdachts des Erlöschens der Betriebserlaubnis sichergestellt, darüber hinaus ein Führerschein.
  • Einige wenige Verstöße gegen die Corona-Schutzverordnung „wurden konsequent geahndet“.
  • Über 160 Personen erhielten Platzverweise.
  • Wegen des zum Teil erheblichen Lärms (Hupkonzerte, laute Musik, etc.) kam es erneut zu einer Vielzahl von Beschwerdeanrufen von Anwohnern aus der Innenstadt.

In der Nacht von Freitag auf Samstag zählte die Polizei in der Spitze bis zu 500 Fahrzeuge und reagierte wie oben geschildert. Im Rahmen dieses Einsatzes registrierten die Einsatzkräfte zwei Verkehrsunfälle, glücklicherweise ohne Personenschaden. In einem Fall musste ein Mann festgenommen werden. Er machte seinem Unmut über die polizeilichen Maßnahmen Luft durch mehrfaches lautes Anfahren mit quietschenden Reifen, gegen die polizeilichen Maßnahmen leistete er Widerstand und beendete die Nacht zunächst im Polizeigewahrsam.

Die Dortmunder Polizei zieht das Fazit:

„Durch die massive Präsenz der Polizei konnten illegale Beschleunigungsrennen und erhebliche Verkehrsgefährdungen an diesem Wochenende verhindert werden. Allein die Anzahl der aktuell festgestellten Fahrzeuge auf dem Wallring hat aber auch gezeigt, dass es beim Kampf gegen Raser und illegale Tuner eines langen Atems bedarf. Diesen wird die Dortmunder Polizei auch in Zukunft unter Beweis stellen!“

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