Hoffnung auf ganz normales Leben – Safi aus Afghanistan im Klinikum Dortmund operiert

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Strahlend hofft die kleine Safi, hier mit ihrer Pflegemutter Selda Keskin und Dr. Katrin Rosery, Oberärztin in der Klinik für Orthopädie, auf ein ganz normales Leben. (Foto: Klinikum Dortmund)

Ihre Hüfte ist ausgerenkt – und das auf beiden Seiten: Die kleine Safi aus Afghanistan leidet an einer angeborenen Hüftluxation.

Ihre Hüftgelenkspfannen sind jeweils zu kurz, so dass der Hüftkopf nicht mehr an der richtigen Stelle, sondern ganze vier Zentimeter höher sitzt. Die Folge: Die junge Afghanin kann nur unsicher und mit einem extremen Hohlkreuz laufen. Nun
konnte Safi im Klinikum Dortmund aber erfolgreich von Dr. Katrin Rosery, Oberärztin in der Klinik für Orthopädie, operiert werden.

Finanziert wurden der Transport sowie der Eingriff von den beiden Hilfsorganisationen „Kinder brauchen uns“ e.V. (KBU) und „Löwenstarke Kinderhilfe“ e.V.

„In Afghanistan hätte Safi mit der Fehlstellung ihr Leben lang herumlaufen müssen“, sagt Dr. Rosery. „Die medizinische Versorgung ist dort leider sehr schlecht und viele Erkrankungen werden gar nicht erst behandelt.“ Deswegen hat es sich der Verein KBU zur Aufgabe gemacht, Kinder mit schweren Erkrankungen oder Fehlstellungen nach Deutschland zu vermitteln. „Als die Anfrage kam, ob wir Safi operieren können, habe ich nicht lange nachgedacht und auch von Seiten des Klinikums kam direkt das Ok“, sagt Dr. Rosery.


Vor vier Wochen hat sie dann die beiden Hüftgelenke der kleinen Patientin wiederhergestellt und mit Schrauben, einer Platte sowie einem Draht vorübergehend fixiert.

Während ihrer Zeit in Deutschland ist Safi bei einer Pflegefamilie untergebracht. „Wir haben sie direkt ins Herz geschlossen“, so Pflegemutter Selda Keskin. „Safi ist ein echter Sonnenschein und verpackt das alles so super.“ Sogar ein paar Wörter deutsch und türkisch habe die junge Patientin schon gelernt.

Im Klinikum Dortmund ist Safi mittlerweile das vierte Mädchen aus Afghanistan, das im Haus operiert wird. Jedes Mal werden lediglich die Sachkosten berechnet, sodass so wenig wie möglich finanzieller Aufwand entsteht, der dann von den Vereinen
übernommen wird.

Seit der OP vor vier Wochen trägt Safi einen Becken-Bein-Gips, der nun im Klinikum gewechselt und durch einen sogenannten Spargips ersetzt wurde. Mit dem neuen Gips kann sie schon wieder sitzen und anfangen, das Hüftgelenk zu mobilisieren. Nach weiteren vier Wochen steht dann Physiotherapie für die junge Afghanin auf dem Plan.

„Wir sind optimistisch, dass wir spätestens in drei Monaten Schrauben, Platte und Draht herausholen können“, so Rosery.
„Nicht mehr lange, und Safi kann endlich ganz normal spielen und herumlaufen wie ihre Altersgenossen – ganz ohne irgendwelche Schmerzen.“

Quelle: Pressemitteilung Klinikum Dortmund

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