Dortmund nennt tatsächliche Zahl der „Coronatoten“ – Mehr Infektionen in allen Altersgruppen

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Ebenso wie im Kreis Unna vergeht auch in Dortmund kaum noch ein Tag ohne neue Todesmeldung im Zusammenhang mit Covid-19. Gesundheitsamtleiter Dr. Frank Renken betont: „Jede/r an Covid-19-Verstorbene ist ein Mensch zu viel.“ Anders als im Kreis Unna weist die Gesundheitsbeörde der benachbarten Großstadt allerdings die „tatsächliche Zahl der Coronatoten“ aus.

So starben nach Mitteilung der Stadt bisher insgesamt 76 Menschen ursächlich an Covid-19 – weitere 44 mit SARS-CoV-2 infizierte Patienten verstarben aufgrund anderer Ursachen.

Im Kreis Unna sind mit Stand vom 16. 12. 2020 insgesamt 161 Frauen und Männer „im Zusammenhang mit Covid-19“ verstorben, wie die Kreisgesundheitsbehörde formuliert.

Anders als Dortmund bietet das hiesige Kreisgesundheitsamt aber keine Aufschlüsselung nach „ursächlich an Corona“ oder aufgrund anderer Leiden verstorben. Das macht eine tatsächliche Klarheit über die Zahl der „Coronatoten“ schwierig bis unmöglich.

Zurzeit werden in Dortmund 137 Corona-Patient/innen stationär behandelt (Kreis Unna: 157), darunter 31 intensivmedizinisch, davon wiederum 15 mit Beatmung.

Der maßgebliche 7-Tages-Inzidenzwert, der sich im Kreis Unna seit zwei Tagen wieder unter 200 bewegt, liegt in der benachbarten Großstadt kontinuierlich über dieser kritischen Marke, die einen „Extrem-Hotspot“ ausweist und noch nach zusätzlichen Schutzmaßnahmen in Abstimmung mit dem Land verlangt.

Am gestrigen Mittwoch, 16. Dezember, sind in Dortmund 245 positive Testergebnisse hinzugekommen. Von den 245 Neuinfektionen lassen sich 49 Fälle 23 Familien zuzuordnen. Eine Person ist eine Reiserückkehrerin. Zurzeit befinden sich 5.527 Personen in Quarantäne.

Auch diese Aufschlüsselungen bietet die Kreisgesundheitsbehörde Unna nicht.

In Dortmund steigt die Zahl der Infizierten steigt kontinuierlich in allen Altersgruppen, auch wieder bei den Jüngeren bis 60 Jahren. Weitreichendere Maßnahmen seien deshalb dringend erforderlich, die bisherigen haben sich als nicht wirksam gezeigt, zeigte sich Amtsleiter Dr. Renken zusammen mit Oberbürgermeister Thomas Westphal überzeugt.

Beide befürworten ausdrücklich die Lockdown-Maßnahmen, die Bund und Länder beschlossen haben und die mit der neuen Coronaschutzverordnung am 16. Dezember in Kraft traten.

Quellen: Dortmund.de / Kreis Unna.de

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