270 PS-starker Neuzugang: Feuerwehr Fröndenberg jetzt ausgerüstet für den Katastrophenschutz

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Feuerwehrchef Jörg Sommer präsentierte das neue Herzstück seiner Wehr usammen mit Bürgermeisterin Sabina Müller, Fachbereichsleiter Christoph Börger und Bundestagsabgeordnetem Oliver Kaczmarek (SPD). (Foto RB)

270 Pferdestärken hat der feuerrote Neuzugang unter der Haube, 230.000 Euro hat er gekostet und verstärkt seit Donnerstag die Freiweillige Feuerwehr Fröndenberg. Diese kann jetzt auch städteübergreifend bei Einsätzen Hilfestellung leisten, sei es in Münster, Bochum oder auch außerhalb von NRW.

Das vom Bund finanzierte Fahrzeug ist in Dellwig stationiert. Stolz präsentierte Feuerwehrchef Jörg Sommer am 3. 12. das neue Herzstück seiner Wehr, zusammen mit Bürgermeisterin Sabina Müller, Fachbereichsleiter Christoph Börger und Bundestagsabgeordnetem Oliver Kaczmarek (SPD).

In das neue Löschgruppenfahrzeug passt eine 9-köpfige Mannschaft: der Fahrer mit dem Gruppenführer vorne, in der hinteren Kabine ist Platz für 7 weitere Kameraden.

Löschgruppenfahrzeug Katastrophenschutz Foto: Rundblick Unna

Insgesamt vier dieser besonders ausgestatteten Einsatzfahrzeuge werden bzw. sind schon im Kreis Unna stationiert. Lünen, Selm und nun Fröndenberg haben ihre Fahrzeuge schon erhalten, Schwerte wartet noch.

Dieses Fahrzeug ist speziell ausgerüstet für den Katastrophenschutz, was allerdings nicht bedeutet, dass es nur in Katastrophenfällen eingesetzt wird. Es wird bei jedem Einsatz, der eingeht, sofern es verfügbar ist, mit von der Partie sein.

Unter anderem befinden sich im inneren des Wagens ein 1000-Liter-Wassertank und knappe 600 Meter Schläuche, nachgeliefert wird noch ein externer 5000 Liter-Falttank für Löschwasser.

Ebenfalls an Bord: Infektionsschutzrucksäcke. Diese kommen zum Einsatz, wenn infektiöse Menschen gerettet werden müssen, übrigens nicht nur Covid-19-Patienten. Die Rucksäche werden nach dem Einsatz vom Rettungsdienst sofort wieder aufgefüllt.

Foto: Rundblick Unna

Die Feuerwehr Fröndenberg kann mit 280 freiwilligen Mitgliedern und 60 Kindern in der Jugendfeuerwehr ein sehr hohes Potenzial an Rettungsleuten aufweisen, unterstreicht Jörg Sommer. Da der Dienstbetrieb auf der Wache derzeit eingestellt ist, „unterrichtet“ die Jungendfeuerwehr derzeit ihren Nachwuchs online über Videos.

Dazu kommt noch, dass drei Feuerwehrhäuser der Ruhrstadt abgerissen und neu gebaut werden (im Osten, Westen und Mitte): An allen Standorten entstehen Komplexe mit 10 Garagen für Fahrzeuge und ein Sozialhaus für Schulungen und Ähnliches.

Bürgermeisterin Sabina Müller erwähnte übrigens beim Pressetermin, dass geplant ist, auch eine Kinderfeuerwehr neu zu etablieren: „Wir haben schon Pläne, aber leider sind sie derzeit wegen Corona nicht umsetzbar.

Fotogalerie (alle Bilder: RB Unna):

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