Dortmunds neuer OB strebt Flughafen-Fusion an

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Flugzeug über Unna - Archivbild RB

Der Rückhalt für den Flughafen Dortmund zumindest als eigenständigem Airport bröckelt jetzt sogar bei den Sozialdemokraten der benachbarten Großstadt:

Deren Oberbürgermeister Thomas Westphal strebt einen Zusammenschluss des Flughafens mit den Airports Paderborn und Münster an. Alle drei haben mehr oder weniger gravierende wirtschaftliche Probleme.

Eine Kooperation der drei „Westfalen-Airports“ könne, so sagte Westphal in der Presse, „langfristig eine wirtschaftliche Alternative zum Flughafen Düsseldorf sein“.

Dortmunds Oberbürgermeister Thomas Westphal (SPD). / Foto: Website Westphal

Der Flughafen Dortmund, der auch zu Vor-Coronazeiten jährlich mindestens 15 Mio. Euro an Subventionen benötigte, geriet – ebenso wie seine Pendants in Paderborn und Münster – durch Corona massiv in Sinkflug. Die Herbstferien fielen in diesem Jahr für den Airport praktisch aus.

Dortmunds neuer OB denkt an einen westfälischen Flughafenverbund, in dem jeder der drei Airports seine Stärken ausspielen könne: Während Dortmund seine Schwerpunkte bei den Geschäftsreisen ausbauen würde, könnte z. B. Münster/Osnabrück Nachtflüge anbieten, die in Dortmund verboten sind. „Noch“, wie viele vom Fluglärm betroffenenen Unnaer Bürger/innen seit Jahr und Tag befürchten.

Schon ab 2023 müssen die Regionalflughäfen laut EU-Reglement ohne städtische Subventionen auskommen. Daher besteht in Dortmund Handlungsbedarf.

Eine große Koalition aus CDU und Grünen hatte jüngst bereits einen Antrag eingebracht, nach dem die Stadt die geplante Schwellenverlegung und damit faktisch Erweiterung der Landebahn um 300 Meter in Richtung Unna stoppen soll. Auch über eine Folgenutzung des Geländes an der Grenze zu Holzwickede soll demnach offen diskutiert werden. – HIER unser Bericht.

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